Archiv für 15. März 2005

Transsexuelle: OP-Termin fixiert

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Transsexuelle: OP-Termin fixiert

Vom Mann zur Frau – am 26. Mai ist es so weit. Gestern bekam die transsexuelle Politikerin Sandra Lia Infanger den Termin zu ihrer Geschlechtsumwandlung. «Ich bin glücklich», sagt Sandra.

Die Tests gestern Nachmittag in Zürich beim Operations-Arzt verliefen für die 24-jährige Solothurnerin bestens. Nach dem positiven Bericht des Psychologen gab nun auch der Arzt das Okay zur OP. «Der Doktor hat mir nochmals alle Risiken erklärt», sagt Sandra.

Vier bis fünf Stunden soll der Eingriff dauern, mindestens drei Wochen müsse sie im Spital bleiben. Angst hat Sandra keine: «Nun hoffe ich einfach, dass auch mit der Krankenkasse alles glatt geht.»

Bis zur Operation will sich Sandra jetzt noch ganz der Politik widmen und den Jungen Grünen in Solothurn zum Aufschwung verhelfen (20 Minuten berichtete).

Transsexuelle Politikerin: Neue Partei, baldige OP

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Sandra Lia Infanger strahlt: Nach Querelen mit der SP gibt die Transsexuelle jetzt bei den Grünen Vollgas. Und freut sich auf ihre Geschlechtsumwandlung.

Heute hat Sandra Lia (24), die als Adrian geboren wurde, die grosse Untersuchung bei ihrem Arzt in Zürich. Dieser soll prüfen, ob sie für die Geschlechtsumwandlung körperlich fit ist. «Ich bin schon nervös», sagt Sandra. «Aber ich freue mich sehr, dass jetzt alles so schnell geht.» Denn die Sitzungen beim Psychologen waren positiv: «Von daher steht einer Operation nichts im Wege», sagt Sandra. «Und wenn jetzt die Untersuchung des Arztes, der die Operation dann durchführen wird, gut verläuft, bekomme ich bald einen Termin.»

Doch nicht nur wegen der bevorstehenden Geschlechtsumwandlung ist Sandra im Hoch: Auch ihrem Traum von der Polit-Karriere ist sie ein Stück näher gekommen. Einen ersten Tiefschlag hat sie überwunden: Weil sie gesetzlich noch als Mann gilt, durfte sie nicht als Frau zu den Solothurner Kantonsratswahlen antreten. Gegen dieses Urteil kämpft sie vor Bundesgericht (20 Minuten berichtete). Doch ihre Partei, die Jungsozialisten, wollten sie dabei nicht unterstützen. Also trat Sandra aus der Partei aus.

Jetzt ist sie bei den Jungen Grünen und wurde sogar in den Vorstand gewählt: «Da gebe ich natürlich alles», sagt Sandra.

Philipp Probst