Gestern habe ich eine wunderschöne Wohngemeinschaft hier in Mitte angeschaut,
die im Wesentlichen momentan aus ner wahnsinnig unglaublich herzlichen, lieben und tollen Frau und einem ebenfalls sehr herzlichen, warmen, und voraller zuverlässiger Mann besteht.
Ich freue mich so wahnsinnig, dass sie sich für mich (SIC), die seltsame, eigenartige, etwas fremd wirkende, dennoch offene und ehrliche, wenn auch manchmal was überdrehte Sandra-Lia Infanger entschieden haben.
Doch schon hab ich auch wieder ein bisschen Angst.
Angst? Weshalb, fragt ihr euch?
Nun, sicher mögt ihr euch alle noch daran erinnern, als ich meine Wohnung an der Spandauer Brücke bekommen hab, war ich außer mir vor Freude, und konnte mein Glück gar nicht fassen. Was ist dabei raus gekommen? Ich musste merken, wie schnell Glück vergeht, und daraus eben alles andere als Glück wird, sondern ein Zustand, den man so schnell wie möglich beenden will.
Ich wünsche mir so sehr, dass nicht einmal mehr mich mein Leben für irgendetwas bestraft, was ich gar nicht getan habe. Ich wünsche mir, das ich in diesen beiden so was wie ne kleine Familie finden darf, wo ich mich wohl fühle, zu hause fühle, und sie ebenfalls.
Ich wünsche mir so sehr, dass es diesmal einfach alles richtig klappt.
Es wäre so toll. Und ich glaube schon ein ganz klein wenig, dass es so sein könnte. Denn irgendwie frag ich mich: Kann ein Mensch sein ganzes Leben lang, und seien es auch nur sechsundzwanzig Jahre mehr Pech als Glück haben?
Ich glaube, jeder Mensch sollte irgendwann in seinem Leben eine Art Familie bekommen, die zu ihm oder zu ihr passt. Auch wenn diese Familie nicht im klassischen Sinn ist, so sind diese beiden Menschen für mich auf jeden fall mehr als nur meine (ich hoffe, das ändert sich nicht mehr) zukünftigen Mitbewohner.
Jedenfalls werde ich mir alle Mühe der Welt geben, um die beiden nicht zu sehr zu nerven, und eine kleine Hilfe zu sein, so weit mir das möglich ist.
Aber, meine Angst, dass wieder alles in Scherben aufgeht, besteht leider dennoch!

