Schienenverkehr
In den letzten Jahren wurden mehr als 500 Bahnhöfe geschlossen. Millionen von Menschen und ganze Regionen sind abgehängt!
Privatisierung führte auf Abstellgleis
Eigentlich sollte nach der Bahnreform 1994 alles besser werden. Der Staat übernahm die Schulden der Bahn und die Pensionszahlungen für die Bahnbeamten. Statt eine Renaissance des Schienenverkehrs einzuläuten, beschleunigte der nun privatrechtlich geführte Bahnkonzern aber die Stilllegung von renditearmen Strecken, hängte ganze Regionen von der Schiene ab und verscherbelte mit dem Immobilienbesitz sein Tafelsilber.
Seit Jahren konzentrieren sich die Chefbahner nur auf die vermeintlich lukrativen Strecken. Während komfortable ICE-Züge zwischen den großen Ballungsgebieten hin und her brausen, wurde der InterRegio, welcher die Regionen versorgte und auch wichtige Urlaubsziele miteinander verband, abgeschafft! Die Folge: Die weißen Flecken im deutschen Streckennetz dehnen sich aus und ganze Regionen sind vom Bahnverkehr völlig abgehängt. Gemeinsam mit längeren Fahrtzeiten, häufigem Umsteigen und höheren Fahrpreisen führen die Streckenstilllegungen dazu, dass viele Fahrgäste trotz steigender Benzinpreise lieber aufs Auto zurückgreifen. Diesen Trend gilt es zugunsten der umweltfreundlichen Alternative Bahn wieder umzukehren.
Menschen machen Bahn
Die Bahn mausert sich vom „Beförderer“ zum „Dienstleister“. Aber es sind vor allem die Menschen, die Lokomotivführerinnen, die Zugbegleiter und das Bahnhofspersonal, welche tagtäglich den Reisenden eine angenehme Fahrt ermöglichen. Gleisbauer, Streckenläufer und Rangierer sorgen dafür, dass die Züge sicher und reibungslos die verbliebenen Bahnhöfe erreichen. Große Prestigeprojekte, wie Bahnhofsneubauten und der Ausbau des ICE-Netzes sind starken Winden ausgesetzt. Auf ihr gut ausgebildetes und zuverlässiges Personal kann sich die Bahn jederzeit verlassen. Sparen bei den Mitarbeitern führt die Bahn nachhaltig aufs Abstellgleis.
Wenn Sie davon auch genug haben: sind sie hier richtig!



