Archiv für 2. Juni 2008

Bild des Tages – Hummel (HD)

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KuMa:Geld – Bretton Wood – der Auslöser für Spekulationen?

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Obige Frage hat ein Leser an mich gerichtet. Wenn wir die heutige Geldgier der Menschen etwas ausklammern, dann darf die Frage mit «da ist etwas dran» beantwortet werden.

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

Dieser Leser hat den Beitrag «Die Bank, die Maulwürfe und der Maschendraht» gelesen und ist auf einen Kommentar bei der Wiwo gestossen.

Konrad Fit schreibt: « … Früher flossen ca 90% Waren und 10% Geld um die Welt , und jeder Dollar war 4 X verliehen .

Heute fliessen ca 90 % Geld um die Welt , hinter dem ein Warenwert von 10% steht , und jeder Dollar ist 54 X verliehen … »

Viele werden jetzt denken, dass dies ja gar nicht möglich ist. Kann man Geld nur einmal verleihen? Nein. Ein kleines Beispiel. Sie nehmen 200’000 mit einer Hypothek auf und geben dieses Geld an den Hausverkäufer. Er bringt es zur Bank und diese leiht es wiederum aus. Einen kleinen Teil behält er aber als Reserve. Nicht um damit Nahrungsmittel, Treibstoff oder anderes zu bezahlen, denn solches Geld ginge ja in den Umlauf und könnte wiederum verliehen werden.

In obigen Kommentar wurde von der Kenntnis eines weltweiten Währungssystems ausgegangen. 1944 wurde das Bretton-Woods-System eingeführt. Der USD war die Welt-Leitwährung. Als Fixpreis für eine Unze Gold legte man 35$ fest. Ein Kilo Gold entsprach mit den fixen Wechselkursen für Devisen knapp CHF 5000.

Charles de Gaulle war der erste, der nach 1969 die US-Dollar-Reserven von Frankreich an die USA zurückgab und dafür zum Fixkurs Gold bekam. Alles hat er nicht bekommen, denn die Amerikaner hatten zu wenig Gold als Reserve. Das war der Anfang vom «Zusammenbruch des Bretton Woods-Systems 1973».

Seither ist der US-Dollar nicht mehr in einem festen Verhältnis zum Goldpreis. De Gaulle und seine Berater darf man rückblickend nicht als Spekulanten bezeichnen. Die Franzosen haben die Lage der USA richtig eingeschätzt und reagiert. Die USA war im Grunde genommen zahlungsunfähig. Es gibt sie aber weiterhin. Also kann davon ausgegangen werden, dass andere Länder den USA Geld gegeben haben, damit es wieder auf die Beine kommt.

Wo das Ausnützen von Kenntnissen zur Spekulation oder gar zur Gier übergeht, kann keiner sagen. Klar ist, dass es seit 1973 beim Goldpreis grosse Schwankungen gibt und der USD auch nicht mehr CHF 4.375 wert ist. Wenn man es ganz genau betrachtet, so haben die Amerikaner als erste darauf spekuliert, dass sie nicht alle USD gleichzeitig gegen Gold zurückkaufen müssen. Wenn man sich noch überlegt, dass für den Vietnam-Krieg extrem viel Geld gebraucht wurde, begreift man vielleicht die Schwäche des USD von heute etwas besser. Kriege jeder Art kosten viel Geld. Und Menschenleben.

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig

SpoMa: Saarländischer Fussball vor dem Abgrund

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Schon seit ein paar Wochen steht fest, dass der höchstklassige saarländische Fussballverein, die SV 07 Elversberg, nicht in der neuen 3. Bundesliga, sondern in der Regionalliga und somit viertklassig spielen wird. Seit gestern steht auch fest, dass der 1. FC Saarbrücken, bis vor kurzem noch das Aushängeschild des saarländischen Fussballs, weiterhin nur in der Oberliga und somit fünftklassig spielen wird. Nachdem der FCS letzte Woche das entscheidende Heimspiel gegen Mitkonkurrent Wormatia Worms mit 0:1 verlor, reichte am letzten Spieltag der 2:1-Erfolg bei Rot-Weiss Hasborn (das Spiel fand aus sicherheitstechnischen Gründen in Völklingen statt) nicht mehr aus, um einen der begehrten ersten vier Plätze, die zur Qualifikation für die Regionalliga berechtigen, zu belegen, da die Konkurrenten aus Worms (2:1 gegen Köllerbach) und Kaiserslautern II (2:0 in Engers) ihre Spiele gewannen.

Nun fragt man sich, wie es so weit kommen konnte, dass so eine fussballverrückte Region wie das Saarland nun in den höchsten drei deutschen Spielklassen keinen Verein mehr stellt. Schliesslich waren zeitweise immerhin mit dem 1. FC Saarbrücken, Borussia Neunkirchen und dem FC Homburg bereits drei Vereine in der Vergangenheit erstklassig in Deutschland und beim 1. FC Saarbrücken spielten u. a. Spieler wie Felix Magath oder Werner Lorant. Sogar Trainerlegende Otto Rehagel begann hier seine Karriere als Trainer.

Nun die eingangs gestellte Frage, wie es so weit kommen konnte, kann man nur sehr schwierig beantworten, da dort natürlich mehrere Faktoren eine Rolle spielten. Zum einen war es nach dem schleichenden Niedergang der im Saarland hauptsächlich ansässigen Kohle- und Stahlindustrie für die Vereine immer schwieriger an das nötige Geld zu kommen, um eine konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen. Damit hatten vor allem Borussia Neunkirchen, der frühere Zweitligist Röchling Völklingen und später auch der FC Homburg zu kämpfen. Aber das war es nicht alleine. Es spielte auch eine gewisse Unprofessionalität in den jeweiligen Vereinen eine Rolle, insbesondere, wenn man die jüngere Geschichte des 1. FC Saarbrücken ansieht.

Nachdem in der Saison 1992/93 letztmalig der höchsten deutschen Spielklasse angehörte, folgte 1995 der Zwangsabstieg in die Regionalliga, aufgrund eines fehlenden Testates eines unabhängigen Prüfers beim Einreichen der Lizensierungsunterlagen. Dummerweise stieg in der gleichen Saison der FC Homburg sportlich in die Regionalliga ab. Da man merkte, dass es ziemlich schwierig war, aus dieser Liga wieder aufzusteigen, schloss der 1. FC Saarbrücken einen Kooperationsvertrag mit dem FC Homburg. Dieser hatte zur Folge, dass sich der FC Homburg in der Folgezeit in die Oberliga verabschiedete während der 1. FC Saarbrücken in den Jahren 2000 – 2002 sowie 2004 – 2006 zwei zweijährige Gastspiele in der 2. Bundesliga geben durfte. In diesen Spielzeiten merkte man durchaus, dass im Saarland das Potential für eine Profi-Mannschaft vorhanden war. Immerhin rangierte der FCS in diesen Jahren in der Zuschauerstatistik der 2. Liga immer in der vorderen Tabellenhälfte. Jedoch konnte das wirre Präsidium es aus grössenwahnsinnigen Gründen nie schaffen, sich zu stabilisieren.

Nachdem man in der Saison 2006/2007 in der Regionalliga nicht wie gewünscht um den direkten Wiederaufstieg mitspielte, verlor die Vereinsführung völlig die Kontrolle und das totale Chaos sowohl auf der Trainerbank als auch in der Vereinsführung selbst brach aus, so dass der Verein sich plötzlich im Abstiegskampf wieder fand. Zu allem Unglück stieg man am letzten Spieltag auch noch sehr unglücklich in die Oberliga ab und dies auch noch zu einem extrem schlechten Zeitpunkt. Denn in der Saison 2008/2009 wird mit der 3. Bundesliga die dritte eingleisige Profi-Liga eingeführt, sodass der FCS nun keine Chance hatte im nächsten Jahr wieder drittklassig zu werden. Auch dem einzig verbleibenden saarländischen Vertreter der Regionalliga, die SV 07 Elversberg, tat der Abstieg des FCS nicht gerade gut. Man spielte sich hochmässig als bestes saarländisches Team auf und vergass derweil wohl um die Qualifikation für die 3. Bundesliga zu kämpfen, die dann auch prompt kläglich vergeben wurde.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die SV 07 Elversberg mit Frank Holzer (Ursapharm) von einem einzigen grösseren Sponsor abhängig ist und dieser schon mehrfach in der Öffentlichkeit laut über einen Rückzug nachgedacht hat, was wohl das Ende des Daseins in eine höheren Spielklasse für die SV Elversberg bedeuten würde, kann man für die weitere Zukunft des saarländischen Vereinfussballs nur noch schwarz sehen. Das alles ist sehr traurig für die vielen Fussballverrückten im Saarland, die wohl zukünftig weit fahren müssen, um höherklassigen Fussball zu sehen.

Bild des Tages – Blaue Blume (HD)

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