Archiv für 12. Juni 2008

Tari Reist: Aareschlucht

{lang: 'de'}

Wart ihr schon mal in Meiringen? Ah, sicherlich, als ihr auf den Balenberg wolltet, um die “alte” Schweiz im Freilichtmuseum zu besichtigen.

Aber, jetzt mal ernsthaft. Das ist alles wunderschön. Doch, wenn man schon mal da ist, sollte man meiner bescheidenen Meinung nach eher in die Aareschlucht gehen. Denn die hat, in meinen Augen, auch was!

Zudem ist sie sehr gut erschlossen. Vom Bahnhof aus 300m den Gleisen nachlaufen, über die “Brücke” zum Kleinbahnhof, und da mit der Rotweissen fahren, nur zwei Stationen. Im Tunnel austeigen, und schon ist man mehr oder weniger drinnen.

Übrigens: Zur Rückfahrt empfehle ich den Weg über den Brünig und Luzern. (Falls die Hinfahrt so war, dann über Interlaken und Bern zurück)

Und weil das alles so schnell ging, hab ich hier ein paar Fotos mitgebracht.

IMGP5037 IMGP5038 IMGP5042 IMGP5052 Adler IMGP5068 IMGP5075 IMGP5100 IMGP5076 IMGP5128 IMGP5127 IMGP5125 IMGP5124 Grün IMGP5110 IMGP5109 IMGP5104 IMGP5099 IMGP5097 IMGP5094 IMGP5081

IMGP5047 IMGP5054 IMGP5055 IMGP5062 IMGP5069 IMGP5073 IMGP5121 IMGP5112 IMGP5096 IMGP5090 IMGP5079

Bild des Tages – Spinnennetz mit Wasser (HD)

{lang: 'de'}

Netzwasser

Welcome Home (Teil 4)

{lang: 'de'}

Dies ist der 4. Teil des “Welcome Home” Textes, welches in “the Voicebox” die an einer Genfer Universität hergestellt wird. Der Text ist allerdings in Englisch. (Der Text, welcher auf dem Blog erscheint, ist Ausführlicher, als der Text, welcher im “The Voicebox” erschienen ist. Damit die Chance besteht, den Artikel zu sehen, wird am Ende der 9 Teile der Teil von mir PDF erscheinen.)

Und nun viel Spass beim Englisch-Lesen :)

Welcome home
By Frances Narvaez

Embarking on the flight to womanhood
Sandra-Lia sits back on her ebony chair, gives a wide grin as her eyes wander around her apartment, a place she calls her “palace.” Figurines of fairies and elves silently listen as the room radiates with the echoing glory from Les Misérables’ Do you hear the people sing? And Together with the French, Sandra-Lia sings out the melody of triumph, belting out freedom and redemption.
1799 was the end of the French revolution. July 4, 1776 was the United States’ independence. July 4, 2003 was hers.
July 4, 2003—deep inside the caverns of his forlorn life-force, it was what he wanted all along. Womanhood was the knife that would free him from the ropes of turmoil that has tied him all these years.
Adrian sends off his polos and boxers and suits to Africa. And all the emblems that were a reminder of what hindered him from knowing his true self.
This is the point where Sandra passes the swinging bridge. Except that the bridge will not swing back. No—there is no turning back.
And from that day on, Adrian came to be known as Sandra-Lia.
But coming out of his male cocoon and becoming a female butterfly wasn’t enough for Sandra. For her, it was an all-package deal. The thought of having a gender reassignment operation did not escape her mind.
“It was all or nothing. You can win or you lose all. It was like a second chance. I only had this chance. If I don’t have this operation, my life…is nonsense. As a normal person—you are in your body, your home.”
Sandra-Lia’s eyebrows almost meet, her head almost falls back, shaking, recalling those days of puzzlement.
“Before my operation, I was not in my home. I stand up in the morning and watch [myself] in the mirror, and I think, ‘who is this?’’ You have an inner idea about yourself and you see [someone different].
Waking up in those days was like having snow in the summer. Sandra-Lia had to change it.
“The body is 90% of life. Or maybe 100…” Sandra-Lia trails off, her heavy tone suddenly turning into mist, and looks away.
The female life force first possessed Sandra-Lia when she took her first tablet of female hormones a day after coming out. The spirit did not release itself from her, and the die is cast indeed.
Sandra-Lia strangled her male mannerisms, beat her male thoughts, and stabbed her male spirit.
The whole world seemed to go against her plans, of course, attempting to stop her from undergoing the operation, pouring down onto her a storm of criticisms. But a small population gave her an umbrella of acceptance.
With the support of Transensyndikat, a Zurich-based group designed by transsexuals for transsexuals, Sandra-Lia found her way to discovering the anima in her, like a young child fondling with the world around her. They cradled her with support, fed her with power, and gave her the milk of doing it “the right way.”
Sandra-Lia’s face fills with the sparks of an ice castle. After several sessions with a psychiatrist who determined that she was “psychologically eligible” for sex change operation—the chessboard flag of her life—Sandra-Lia was ready to hit the gas pedal. May 2005, a little less than two years after her coming out, was suddenly so near.
“I wanted to have this operation from inside … there were no confusions.” She enunciates each word carefully, her eyes filled with certainty like a queen’s, chin up like the first petal of a flower in early spring.
“The months before the operation were hard, strange; they were strong. The nights were long—why is it not today? I was excited.” As Sandra-Lia crossed the bridge that connected the day of the coming out and the operation, she wanted time to run faster. Instead of giving time steroids, however, Sandra-Lia did her share by visiting Berlin, working for Civil Service International, and trying to paint a portrait of her political career.
She also worked at McDonald’s, flippin’ burgers and greeting customers with a guten tag while waiting for her butterfly wings to unfold: “I was lovin’ it.”
As the days crept towards her like a caterpillar approaching its period of transformation, Sandra-Lia felt she was luckier by the hour.

(Der nächste Teil erscheint am Samstag um 6.00 Uhr / Next Part on Saturday 6 AM)

Das Goldene Land (Teil 5)

{lang: 'de'}

© 2002, 2006 Roland Bathon, keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung; Guillome Blanchard, hier verwendet unter den Lizenzen GFDL und Creative Commons

Präsentiert von:


Nach Russland-Reihe - hier klicken

Das Privatgemach der Prinzessin war in tiefe Dunkelheit getaucht und nichts war zu erkennen. Doch Roltan kannte sich aus. Vorsichtig schloss er die Tür hinter sich und schlug den direkten Weg zu Katinas Bett ein. Da lag sie, friedlich schlummernd in ihrer vollen Schönheit. Roltan konnte nicht umhin, sie erst einen Augenblick zu bewundern, bevor er sich über sie beugte und sie durch eine Berührung an ihrem Arm weckte. Sie schrak hoch und wollte schreien, doch geistesgegenwärtig hielt Roltan ihr den Mund zu. Dann erkannte sie ihn und entspannte sich, doch ihr aufgeregtes Herz pochte noch heftig unter ihrer Brust. “Roltan. Wie kommst Du hierher? Wie bist Du hier in den Palast gekommen?” Roltan legte beruhigend die Hand auf ihre Schulter und bedeutete ihr Schweigen. Dann nahm er sie in den Arm und küsste sie leidenschaftlich. Es war ein langer und intensiver Kuss voller Leidenschaft und Liebe. Danach war sie merklich ruhiger. Sie kuschelte sich mit ihrem Kopf an seine Schulter. “Ich habe Dich vermisst.” flüsterte sie. Es war das erste mal, dass sie so etwas sagte. Zwar spürte er immer in ihrer Gegenwart ihre Sehnsucht nach Geborgenheit und seiner Liebe, er spürte auch, dass sie sich immer freute, wenn sie ihn sah, aber ewöhnlicher weise machte sie wenig Worte um solche Gefühle “Ich komme, um Dich mitzunehmen.” Erschrocken richtete Katina sich auf.

Das war der Moment, auf den er seit der Planung seines Unternehmens gewartet hatte. War er für sie vielleicht doch nur ein Zeitvertreib oder vielleicht ein netter kleiner Liebhaber gewesen ? Nun würde er es erfahren. “Mitzunehmen? Wohin, mein Liebster?” “Fort, in ein anderes Land, in dem wir gemeinsam und ohne Geheimniskrämerei leben können bis zu unserem Tod.” Sie schaute ihm tief in die Augen. Würde sie mit ihm gehen? Könnte sie, selbst wenn sie ihn liebte, den Palast, ihre Zukunft als Königin und all den Luxus aufgeben? Für ihre Liebe zu ihm und ein Leben mit einem einfachen Mann in einem fremden – für sie feindlichen – Land. Sie schaute ihn lange und intensiv an. Ihre großen dunklen Augen schauten tief in ihn hinein, als würden sie dort etwas suchen. Sie hatte die schönsten Augen der ganzen Welt. “Du meinst das wirklich ernst, oder ?” Die Abenteuerlichkeit seines Plans wurde ihm wieder bewusst. Er entführte gerade ein Mitglied des mächtigsten Herrscherhauses
des gesamten Kontinents. Ihre Hände glitten in die seinen und er streichelte ihre Handinnenflächen mit seinen Daumen. Sie würde mitkommen. “Und wie willst Du mich hier herausbringen? Wir sind hier im inneren Palast! Das sind drei fast unüberwindbare Mauerringe mit Wachtürmen, Wachposten, und was weiß ich noch alles.”

“Das ist mir bekannt. Aber wir werden es schaffen, für den Weg aus der inneren Palastanlage habe ich schon vorgesorgt, über die äußere Mauer kommen wir drüber und wenn alles klappt werden wir morgen früh mit dem ersten Hahnenschrei als Fuhrmanns-Ehepaar getarnt aus der Stadt heraus fahren.”

“Dann lass uns keine Zeit verlieren.” Roltan kramte in seinem Beutel, während sich Katina ihres Nachthemdes entledigte und nach einem möglich einfach ausschauenden Kleid Ausschau hielt. Sie fand es, zog es an und wandte sich um. Daraufhin nahm sie Feder und Papier zur Hand, schrieb etwas darauf, versah das Dokument mit ihrem Siegel und steckte es ein. Roltan stand an ihrem Bett. In der Hand hielt er einen Strick, die er vom Seil aus seinem Beutel abgeschnitten hatte sowie ein Tuch aus Katinas Kleiderschrank.

“Was soll das werden?” “Falls wir erwischt werden, habe ich Dich gezwungen. Dann passiert Dir nichts.” “Das kommt nicht in Frage. Ich stehe dazu, dass ich mit Dir fort will.” “Ich bestehe aber darauf. Sonst nehme ich Dich nicht mit. Ich werde Dich durch die abenteuerliche Sache nicht gefährden.” Sie erkannte, dass jeder Protest hier sinnlos war. Roltan war fest entschlossen, es im Falle ihrer Verhaftung so aussehen zu lassen, dass sie nur gezwungenermaßen mit ihm gekommen war. Er legte ihr Fesseln an den Händen an und knebelte sie mit dem Tuch. Sie leistete keinen Widerstand und folgte ihm zur Eingangstür aus ihren Gemächern heraus. Als sie die beiden Wachen sah, bekam sie einen Schreck, aber er beruhigte sie schnell. Leise schlichen sie den Gang entlang, den Roltan erst vor wenigen Minuten gekommen war. Seit der Sache mit den Wachen fühlte er sich beobachtet. Eigentlich hätte er sich ja angesichts der unsichtbaren Helfer sicherer fühlen können, doch er wusste, im Fall seiner Gefangennahme würde er sofort im Stich gelassen werden. Auch hasste er es, Spielball einer Intrige geworden zu sein, wo es ihm doch nur um die gemeinsame Zukunft mit seiner Liebsten ging. Einer Liebsten, die leider eine Prinzessin war. Bis zur Treppe verlief alles ruhig, niemand war zu sehen. Dort angekommen, horchte Roltan zunächst nach unten. Leise Stimmen waren hörbar, so pressten er und Katina sich lautlos an die Wand und warteten. Die Stimmen entfernten sich. Sie setzten ihren Weg fort und gingen im Erdgeschoss den Gang zur Kellertreppe zurück. An der Stelle, wo die junge Dienstmagd Verana gestolpert war, lagen immer noch das Tablett und ein paar Scherben auf dem Boden herum, jedoch wesentlich weniger. Das Mädchen war in der Zwischenzeit noch einmal da gewesen, aber nun erneut verschwunden. Es war totenstill. Roltan und Katina gingen so schnell sie es ohne Laut konnten. Schon bald waren sie an der Kellertür, die Roltan öffnete, sie hindurch schob und wieder schloss. Sie war etwas verdutzt, dass er sie in den Keller führte, das merkte er sofort, folgte ihm jedoch die Treppe hinunter ohne Widerstand. Auch im Keller war niemand. Eilig gingen sie weiter, in den Lagerraum mit der Tunnelöffnung und schlossen hinter sich die Tür. Dort bedeutete Katina ihm, ihr Fesseln und Knebel abzunehmen. “Also, jetzt musst Du mir mal erklären, was wir eigentlich hier im Keller machen.” Anstelle einer Antwort legte Roltan den verborgenen Hebel um. Die Wand öffnete sich der Tunnel wurde sichtbar. Katina war erstaunt, sagte aber nichts. Statt dessen ging sie zielstrebig zum Tunneleingang und kroch hinein. Offenbar hatte sie beschlossen, sich nicht länger fesseln zu lassen. Im Tunnel wäre das auch mit großen Schwierigkeiten verbunden gewesen. Roltan kroch hinterher und schloss hinter sich den Tunneleingang. Es war stockfinster. Schon bald waren sie am Ende des Tunnels angekommen. “Hier ist eine massive Wand und der Tunnel zu Ende. “Was jetzt?” “Vorne rechts ist ein Hebel. Lege ihn um. Es geht ziemlich schwer.” Er hörte Katina kurz ächzen, dann schwang die Tür zum Haferspeicher auf. “Dahinter ist es genauso dunkel wie hier.” “Ist das ein anderer Tunnel?” “Scht. Wir kommen wieder ins Freie.” Langsam und vorsichtig kletterten die beiden aus dem Tunnel heraus und kauerten im Haferspeicher. Roltan schloss den Tunneleingang und öffnete die Deckenklappe. Er ging voraus und schon bald standen beide ebenerdig in der Hütte.

Draußen brach urplötzlich ein heftiges Spektakel los. Es begann im inneren Palast. Mithilfe großer Gongs wurde Alarm gegeben, erst durch einen, dann durch zwei, dann hallte der wachsende Lärm von immer mehr Gongschlägen durch die Luft. ” Alarm! Sie haben entdeckt, dass Du weg bist ! Und bestimmt auch die toten Wächter! Nichts wie weg!” sagte Roltan seiner Geliebten, fasste sie bei der Hand und rannte mit ihr so schnell wie es ging aus der Hütte heraus. Draußen herrschte Chaos. Stallburschen und Dienstmägde liefen durcheinander. Roltan blickte sich rennend um. Noch keine Wachsöldner in der unmittelbaren Umgebung. Aber die Lage war ernst, fast hoffnungslos. In wenigen Minuten würden alle Tore geschlossen und Mauern besetzt sein. Da ! Etwa 20 Meter entfernt standen wie zufällig zwei angeleinte und fertig gesattelte Pferde. Welch ein wahnsinniger Zufall, dachte Roltan ironisch. Er war bei der Planung seiner großen Entführung so naiv gewesen. Seine Entführung war ein Spiel der Politik. Und das halbe Kaiserreich würde hinter ihm her sein. Es ging für beide Seiten um das wichtigste Bündnis der letzten Jahrhunderte.

Er ging mit Katina in der Hand auf die Tiere zu. Beruhigend legte er seine Hand auf das Tier. Beide waren von dem Lärm und dem Gewimmel herumlaufender Leute ängstlich und nervös. Katina war bereits beim anderen Pferd und beruhigte es ebenfalls. Beide saßen auf und hielten im Galopp auf das Blaue Tor zu. Es war noch offen. Eine Kolonne Wachsöldner rückte über die Zugbrücke in den Palast ein. Andere standen am Tor bereit, um diese heraufzuziehen, sobald ihre Verstärkung auf dem Gelände war. Roltan wusste, ein direktes Durchpreschen durch die Söldner war der letzte Ausweg aus dem Palastbereich. Er hielt auf das Tor zu, Katina folgte kurz hinter ihm. Verdammt! Auf der Mauer waren Bogenschützen aufgezogen. Noch schoss niemand auf sie. Und keiner konnte wissen, ob sie bereits informiert waren, wonach sie im Alarm mitten in der Nacht Ausschau halten sollen. Katina und er hatten das Tor erreicht. Sie ritten im gestreckten Galopp am Rand der Kolonne der einrückenden Söldner durch diese hindurch. Es gab ein riesiges Stimmengewirr. Mehrere Söldner mussten zur Seite springen, um nicht über den Haufen geritten zu werden. Von hinten wurden Rufe hörbar. “Haltet sie auf ! Haltet sie auf !”. Doch Roltan und Katina waren bereits durchgebrochen. Pfeile surrten durch die Luft und flogen links und rechts an Roltan vorbei. Gleich hatten sie die Kaiserstraße in Richtung des
Stadttors erreicht. Roltan blickte sich um. Hinter ihnen schlugen noch immer Pfeile auf dem Boden ein. Man würde sicher bald einen Trupp Berittene auf ihre Fährte schicken und die Stadtmauer, die von der Alarmbereitschaft im Palast durch die Gongschläge mit Sicherheit erfahren hatte, würde sie kaum freiwillig aus der Stadt lassen.

Am Osthimmel begann es bereits zu dämmern, als Roltan und Katina die Stadtbefestigungen der Kaiserstadt erreichten. Bevor sie in Sichtweite des Tors kamen, zügelten die beiden ihre Pferde und ritten in einem unauffälligen Tempo an das Tor heran. Es war geschlossen und vier Wachen standen davor. Neben dem Tor standen bereits zahlreiche Fuhrleute und Händler, die durch das um diese Zeit normalerweise schon geöffnete Tor hindurchgefahren wären. Eine stattliche Menge aus Menschen, Pferden und Fuhrwerken hatte sich mittlerweile an der Innenseite des Tors angesammelt. Die allgemeine Stimmung war schlecht und gereizt, offenbar hatte es bereits Auseinandersetzungen zwischen den Fuhrleuten und der Torwache gegeben. Als Roltan und Katina am Tor ankamen, hielten die Wachen sie an. “Halt! Wir haben Befehl niemanden aus der Stadt zu lassen, bis klar ist, warum im Palast Alarm gegeben wurde.” Roltan wollte gerade etwas entgegnen, als plötzlich Katina zu sprechen begann. “Es wurde ein Anschlag auf das Leben seiner kaiserlichen Majestät verübt.” Bestürzung wurde in den Mienen der Wächter sichtbar. Ihr Anführer wandte sich an Katina. “Woher wisst ihr das? Hat der Kaiser überlebt?” “Ja, aber Feinde sind in der Stadt. Wir sind dringende kaiserliche Kuriere vom Palast mit einer Botschaft an unseren Verbündeten, den König von Mirum und müssen passieren.” Katina hielt dem Wächter das Dokument hin, dass sie in ihrem Gemach noch in aller Eile geschrieben hatte. Er nahm es und begann zu lesen. “Es trägt die persönliche Unterschrift der Prinzessin Katina und das kaiserliche Siegel. Es sind wirklich kaiserliche Boten. Wir müssen die beiden passieren lassen.” Er wandte sich an seine Mannschaft. “Öffnet das Tor.” Bewundernd schaute Roltan auf seine Gefährtin. Durch diese Aktion würde ihren Verfolgern später klar werden, dass sie freiwillig mit ihm gekommen war. Durch ihre aktive Beteiligung an der Flucht stellte sie sich offen hinter ihn und würde im Falle ihrer Gefangennahme mit Sicherheit von ihrer Familie verstoßen werden. Doch das schien ihr egal zu sein, sie hielt dennoch offen zu ihm. Katina schaute gebieterisch den Anführer der Torwächter an. Während eine Wache den Riegel am Tor entfernte, begannen zwei andere an einem Rad zu drehen, das seitlich neben dem Tor angebracht war. Langsam schwangen die beiden Torflügel auf. Zügig ritten Katina und Roltan hindurch.

Zur selben Zeit standen auf der Stadtmauer unmittelbar neben dem Stadttor zwei Frauen. Die eine war eine kaiserliche Dienstmagd, die im Palast für ihre große Naivität und Einfältigkeit bekannt war. Die andere war ihre Gehilfin, die gerade von ihr angelernt wurde und gerade einmal 15 Jahre alt war. In dicke Umhänge eingehüllt schauten sie auf die Menge vor dem Tor, die an diesem Morgen vergeblich darauf wartete, in die Stadt eingelassen zu werden und ständig anwuchs. Die größte Stadt des Kontinents hielt ihre Pforten geschlossen. Für den Spätherbst war es bitterkalt und es lag bereits Schnee, jedoch schien der kommende Tag nach dieser sternklaren Nacht sonnig und von einer
trockenen Kälte zu sein. Die beiden Frauen sahen aus, wie harmlose Schaulustige, die sich am Spektakel vor dem Mühltor erfreuten.

Ein Raunen der Erleichterung ging durch die Menge. Das Tor öffnete sich. Doch anstatt die wartenden Reisenden, Fuhrleute und Händler hinein einzulassen, ging nur einen Spalt auf und zwei Reiter kamen heraus, woraufhin es sich sofort wieder schloss. Neugierig betrachteten die beiden Frauen die heraus gekommene Reiter. Zügig ritten sie durch die jetzt aufgebrachte Menge, Mehrere Fuhrleute schrieen Wächtern auf der Stadtmauer wütende Flüche entgegen. “Sie haben es geschafft. Für dieses Tor haben sie uns gar nicht gebraucht.” “Diese Prinzessin ist nicht dumm. Und wie wir vermuteten, wollte sie wirklich mit ihm ziehen.”

Die beiden Reiter, ein Mann und eine Frau, hatten die Menge vor dem Tor durchquert und ritten nun in leichtem Galopp davon. “Da reitet sie hin, die Hochzeit zwischen der kaiserlichen Prinzessin Katina von Elum und dem Thronfolger von Mirum. Meinst Du, sie werden die Grenze erreichen?” “Es wird für sie sehr schwer werden. Jedoch werden sie entlang ihres Weges immer wieder auf freundliche Passanten treffen, die ihnen ein Stück weiterhelfen. Aber es wird wahnsinnig schwer für sie.“

„Wie ich unsere Kollegen kenne, wird der Thronfolger von Mirum in der nächsten Woche einen kleinen Unfall haben.“ Kurze Zeit herrschte Stille. Beide Frauen schauten nochmals den beiden Reitern hinterher, die nun schon ein ganzes Stück von der Stadt weg waren. Sie ritten nebeneinander mit minimalem Abstand zwischen ihnen. Die langen schwarzen Haare der Frau flatterten im Wind. “Also Verana, ich muss Dir lassen, Du warst wirklich mitleiderregend bei der Sache mit dem Tablett. Du bist sehr talentiert Verana. Vielleicht nehm ich dich in ein paar Jahren mit in unsere Hauptstadt, wo sie Dich zu einer richtigen Spionin ausbilden, die dann unter einer falschen Identität unter dem Hochadel
vom Mirum oder Tranisien lebt.”

Verana schaute noch einmal den beiden Reitern nach. Sie waren schon sehr weit von der Stadt entfernt. Ihre Silhouetten zu einem Punkt verschmolzen, verschwanden sie hinter einer Hügelkuppe. Sie seufzte. „Irgendwie ist das doch auch romantisch, findest Du nicht ?“ Die Cheffin der Sektion des Bundes in der Kaiserstadt antwortete nicht. Sie wusste, es würde keine halbe Stunde mehr dauern, bis sich viele Hundertschaften Kaiserliche Krieger hier durch das Tor ergießen würden, auf die Suche nach den beiden. Brieftauben würden alle Garnisonen bis zu den Außengrenzen des mächtigen Reiches benachrichtigen und sie überholen würden. Eine heiße Jagd begann.

Bild des Tages – Tribüne (HD)

{lang: 'de'}

Tribüne

Tari Reist: Schynige Platte und zurück

{lang: 'de'}

Ham, ein wenig früh, nämlich am ersten Wochenende, als es überhaupt möglich war, sind wir auf die Schynige Platte gefahren. Die Fahrt da rauf ist nicht gerade billig, kostet sie doch nur für vom Tal rauf und wieder Runter nicht weniger als 34 Franken, pro Person, mit Halbtax!

Oben angekommen, hätte man ein wirklich tollen Blick auf die Berge. Wir hatten den zwar auch, aber beschränkt und begleitet durch einige Wolken. Dafür gibts einen schönen Alpengarten, der vom Austerben bedrohte Blumen zeigt. Die durfte ich mir nicht entgehen lassen.

Später assen wir im Restaurant leckere Rösti, die man durchaus empfehlen kann. Allerdings ist die Reise nichts für den schmalen Geldbeutel!

Dafür habe ich euch Bilder mitgebracht!

IMGP4961 IMGP4963 IMGP4966 IMGP4973 IMGP4978 IMGP4979 IMGP4990 IMGP4991 IMGP4993 IMGP5006 IMGP5010 IMGP5009 IMGP5007 IMGP5011 IMGP5013 IMGP5015 IMGP5017 IMGP5028 IMGP5029 IMGP5030 IMGP5032 IMGP5034


IMGP4960 IMGP4975 IMGP4989 IMGP4994 IMGP4998 IMGP4999 IMGP5019 IMGP5020 IMGP5021 IMGP5022 IMGP5026