Archiv für 2. August 2008
Chris Reisebericht: Hochzeitsreise Teil 1
Zu unserer Hochzeitsreise kauften wir uns einen sogenannten Deutschland-Pass der Deutschen Bahn, der es uns ermöglicht, für einen Monat mit der Bahn durch Deutschland zu reisen.
Da wir noch bei unserer Hochzeit von Freunden meinerseits für ein Wochenende ins Saarland eingeladen wurden, begannen wir unsere Hochzeitsreise am Freitag, den 18.07. dort. Auf der Hinfahrt machten wir allerdings noch einen kleinen Abstecher nach Heidelberg. Eine Stadt von deren Schönheit man des öfteren vorgeschwärmt bekommt. Und in der Tat ist Heidelberg eine sehr schöne Stadt, die jedoch meiner Meinung nach ausser dem historischen Schloss nicht allzu viel Besonderes zu bieten hat. Trotzdem kann man sagen, dass es sich in jedem Fall lohnt, sich diese Stadt anzusehen.
Danach ging es dann weiter in meine Heimatstadt Dillingen an der Saar, wo wir eingeladen waren und am Samstag Abend das Burgfest in Siersburg besuchten, das jedes Jahr dort von der CAJ (Christliche Arbeiter Jugend) veranstaltet wird. Danach liess ich mir es nicht nehmen noch kurz in meiner Lieblings-Discothek Sound Saarland vorbei zu schauen. Am Sonntag ging die Reise dann weiter in Richtung Berlin.
Von Berlin aus bereisten wir in der Folgezeit diverse Städte und Orte in Nord- und Nordost-Deutschland. Am Montag führte uns der Weg auf Grund des schlechten Wetters nach Hamburg in die grösste Modell-Eisenbahn-Ausstellung der Welt. Es war wirklich beeindruckend, wie man diverse Landschaften und Bahnstrecken in Kleinformat nachgestellt waren. Allerdings war das ganze auch ziemlich überdimensioniert, so dass es sehr schwer fiel die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Für Modell-Eisenbahn-Freunde ist diese Ausstellung jedoch ein unbedingtes Muss.
Am Dienstag führte uns unser Weg zunächst nach Lutherstadt Wittenberg, die Stadt in der der grosse Kirchen-Reformer Martin Luther lebte und wirkte. So war diese Stadt auch rein auf die Vermarktung von Martin Luther ausgerichtet. Die Stadt ist zwar ganz nett, aber wenn man nicht gerade ein Freund von Museen ist, hat die Stadt ausser ein paar schönen Kirchen nicht besonders viel zu bieten. Daher zog es uns schnell weiter nach Thüringen in die Stadt Weimar, die auch vor allem als Dichter-Stadt gilt, aufgrund dessen, dass Friedrich Schiller hier zuhause war und auch Johann Wolfgang von Göthe öfter mal hier vorbei schaute. Die Innenstadt war auch ganz schön. Ausser der Stadtbesichtigung kam ich auch endlich mal dazu eine echte Thüringer Bratwurst zu essen, die man wirklich mal in Thüringen gegessen haben muss, da die wesentlich besser ist als das, was man im Rest der Republik so als Thüringer bekommt. Danach führte uns unser Weg nach Naumburg an der Saale in Sachsen-Anhalt. Eigentlich wollten wir hier nur mit der historischen Strassenbahn fahren, die dort immer noch vom Bahnhof in die Innenstadt führt. Aber zu unserer überraschung fanden wir hier auch eine wirklich schöne Altstadt vor, die auf jeden Fall immer einen Besuch wert ist.
Am Folgetag fuhren wir in den Norden nach Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, um gleich mit der S-Bahn weiter nach Warnemünde zu fahren. Dort gab es vor allem einen sehr grossen Hafen und einen sehr schönen Strand zu sehen. Danach fuhren wir weiter nach Wismar. Die Stadt, die mir bis dato nur aus der ZDF-Serie “SOKO Wismar” bekannt war, entpuppte sich ebenfalls als sehr schöne Stadt. Jedoch liegt sie nicht ganz direkt am Meer, wie man glauben konnte, wenn man die Stadt nur aus der ZDF-Serie kennt.
Am nächsten Tag führte uns unser Weg über Angermünde in die polnische Grenzstadt Stettin. Hier fühlt man sich, wenn man durch die Stadt geht und vor allem mit der Strassenbahn fährt direkt mal so um 20 oder 30 Jahre in der Zeit zurück versetzt. Leider ist die Stadt sehr Auto- und vor allem Raser-freundlich und daher äusserst Fussgänger-feindlich, was mich ziemlich gestört hat. Dafür kann man hier mit zwei Personen im Restaurant für insgesamt umgerechnet 12 Euro essen und trinken, was doch schon sehr günstig ist im Vergleich zu Deutschland.
Den Folgetag verbrachten wir in Berlin, ehe wir Samstags uns die Stadt Potsdam vor den Toren Berlins ansahen. Auch hier fanden wir eine sehr schöne Stadt vor, die vor allem einen grossen Park mit einigen alten Schlössern und Burgen zu bieten hat. Am Sonntag kehrten wir noch einmal nach Hamburg zurück, um uns bei nun besserem Wetter noch die Stadt anzusehen. Vor allem die Landungsbrücken und die Speicherstadt sind sehr sehenswert. Desweiteren wagten wir auch kurz einen Blick auf die Reeperbahn von St. Pauli, ehe wir nach Altona fuhren, um von dort aus zurück nach Berlin zu fahren.
Am Montag fuhren wir nach Leipzig im Bundesland Sachsen, um uns dort die Altstadt anzusehen. Auch Leipzig hat eine ganz nette Altstadt, die man allerdings schon sehr bald gesehen hat. Ursprünglich wollten wir danach von Leipzig aus weiter nach Dresden, doch hier spielte leider die Deutsche Bahn nicht mit. Wegen eines Böschungsbrandes zwischen Oschatz und Riesa sperrte man kurzerhand die ganze Strecke, so dass es uns unmöglich war rechtzeitig nach Dresden zu kommen, um an diesem Tag noch die Stadt anzusehen. So mussten wir unverrichteter Dinge wieder zurück nach Berlin fahren und die Stadtbesichtigung Dresden auf den Folgetag verschieben.
Am Dienstag fuhren wir nun direkt von Berlin nach Dresden. In Dresden angekommen, fiel uns vor allem die Freundlichkeit der Leute dort sehr positiv auf, sowie ein Super-Service der dortigen Verkehrsbetriebe für Touristen. An jeder grösseren Strassenbahn-Haltestelle standen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die unaufgefordert ihre Hilfe anboten. Dies ist wirklich vorbildlich und so manche deutsche Grossstadt sollte sich daran mal ne Scheibe abschneiden, vor allem in der Hauptstadt Berlin wäre ein solcher Service auch mal angebracht, vor allem wenn man noch die Arbeitslosenzahlen in Berlin betrachtet. Durch diesen Service war es kein Problem die Dresdener Altstadt mit der neu wiederhergestellten Frauenkirche zu finden, die wirklich sehr schön war. Danach fuhren wir mit der Strassenbahn noch etwas ausserhalb, um eine Fahrt mit der ältesten Seil-Schwebebahn der Welt zu machen, die 1898 gebaut wurde und im Jahr 1901 in Betrieb genommen wurde. Leider reicht bei der Vielfalt der touristischen Angebote in Dresden ein Tag bei weitem nicht aus. Die Stadt ist auf jeden Fall sehenswert und für Touristen sehr zu empfehlen.
Am Mittwoch fuhren wir vorerst zurück in die Schweiz und werden unsere Reise am Sonntag, den 3. August fortsetzen.
Einen schönen ersten August!
Wünschen wir euch.
Besonders Maurice S. , der heute in Bettlach seine Eröffnung feiern darf, um dem Rest. Kakadu neues Leben einzuhauchen. Er, ein Koch, der sein Handwerk versteht, wünschen wir, dass er viele Jahre erfolg haben wird. Ein Eintrag im Michelin-Führer wäre ihm jedenfalls zu wünschen.
Und allen anderen wünschen wir einen wirklich schönen Nationalfeiertag der Helvetischen Union und der Schweizerischen Eidgenossenschaft!














