Archiv für 2. Februar 2009
Spekulationsverbot – Blumiges seit Jahrhunderten
Das wohl älteste Spekulationsverbot dürfte in der Finanzwelt beim Islamic Banking oder im Tulpenhandel zu suchen sein.
Am World Economic Forum WEF sagte George Soros. “Die Finanzkrise ist schlimmer als 1930.” Auch er ist über das Ausmass überrascht worden. Soros, vom Britischen Pfund her selbst als grosser Spekulant bekannt, forderte vor rund einem Jahr ein Spekulationsverbot für Rohstoffe. Zumindest für amerikanische Pensionskassen, weil diese in grossem Umfang mit Nahrungsmitteln die für die Ölproduktion bestimmt waren spekulierten.
Über den Sinn oder die Probleme solcher Bestimmungen brauchen wir nicht zu diskutieren. Sie werden ohne unser Dazutun eingeführt – oder weitere Spekulationen zugelassen. Die ersten derivativen Produkte sind vermutlich in der Produktion und beim Handel von Olivenöl erfunden worden. Der Produzent wollte sicher sein, dass er bei der nächsten Ernte einen Verkaufserlös erzielt – er wusste nicht wie die Ernte ausfallen wird. Und der Händler wollte sich möglichst günstige Einkaufspreise sichern. Im Grunde genommen, eine vernünftige Angelegenheit.
Auch 4000 Jahre später kann mit Olivenöl spekuliert werden. Bei weniger Ernteertrag werden die Preise steigen und der Konsument steigt vermutlich auf Raps-Öl um. Die Auswirkungen eines Spekulationsverbots sind nicht einfach voraus zu sagen.
Trotzdem die Niederlande vor 400 Jahren ein Spekulationsverbot für den Handel mit Tulpenzwiebeln erliess, gibt es einen im wahrsten Sinn des Wortes immer noch einen “blühenden” Handel mit Blumen. Jeder zehnte Quadratmeter der Landwirtschaftsfläche wird für Schnittblumen verwendet. Zumindest dürfte heute keine Tulpenzwiebel für EUR 87’000 mehr zu kaufen sein.
Versuchen sie auch nicht mit Blumen zu spekulieren. Orchideen zum Beispiel. Die waren vor Jahrzehnten wesentlich teurer als heute. Und es gibt immer noch wunderschöne Exemplare, die einen vierstelligen Frankenbetrag kosten. Auf der anderen Seite, werden heute Orchideen aus Holland mit vier Rispen unter zehn Franken im Endverkauf angeboten. Wooningorchids müsste man einmal besuchen … aber wieso nicht gleich in der Nähe bleiben. Einige Bilder aus dem Luzerner-Garten in Ebikon. Mit den Buchstaben ORCH-Ideen sollte es jedem Banker möglich sein, ein spekulatives derivatives Produkt zu kreieren. Aber bitte, nicht spekulieren! Erfreuen sie sich an den herrlichen Pflanzen aus Asien und Südamerika.







Vielleicht finden sie sogar einige Orchideen in der Schweiz. Es braucht nur den speziellen Blick dazu. Gesehen beim Parkplatz von Ringier Print, der den Besuchern der Orchideen-Ausstellung zur Verfügung stand. Da hat eine Orc-Idee zugeschlagen. Banker + Gangster = Bankster

Die Beiträge über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog.
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1. FC Köln und VFL Wolfsburg trennen sich 1:1
Gestern war es endlich so weit. Nach den ganzen eher durchwachsenen Testspielen stand nun das erste Spiel der Rückrunde gegen den VFL Wolfsburg an. Und die Vorzeichen standen eher ungünstig. Mit Milivoje Novakovic und Pedro Geromel waren zwei wichtige Spieler gesperrt und ausserdem musste man noch auf den verletzten Pierre Wome verzichten. Für Geromel kam Kevin McKenna zum Einsatz, im Sturm liefen Manasseh Ishiaku und Sergiu Radu auf und Marvin Matip vertrat Pierre Wome. Ausserdem kam der 18-Jährige Taner Yalcin zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. Wolfsburg, die bis auf den gesperrten Dejagah in Bestbesetzung waren, wollte nun auf die UEFA-Cup-Plätze angreifen.
Doch zunächst übernahm überraschenderweise der FC das Kommando und kam in der 11. Minute zu einer gefährlichen Situation. Petit traf das Lattenkreuz und der Ball sprang zurück zu Ishiaku, der denn Ball ins Tor drückte. Hierbei stand er jedoch im Abseits und so wurde der Treffer zu Recht nicht gegeben. Auch in der Folgezeit blieb Köln tonangebend. Wolfsburg kam erst in der 31. Minute mal gefährlich vor das Tor, doch Faryd Mondragon konnte gegen Schäfer parieren. In der 34. Minute passte dann Kevin Pezzoni schön auf Sergiu Radu. Dieser profitierte von einem Stellungsfehler in der Wolfsburger Abwehr und traf mit einem Lupfer über Diego Benaglio zum 1:0 für den 1. FC Köln. Wolfsburg versuchte danach Druck aufzubauen, kam jedoch bis zur Pause nicht mehr zu Chancen. So blieb es zur Pause beim 1:0.
In der Halbzeit hatten die Wolfsburger Profis offensichtlich von Trainer Felix Magath einiges zu hören bekommen. Denn in Halbzeit 2 schnürten sie die Kölner quasi im eigenen Strafraum ein. Doch ein gutes Stellungsspiel der Abwehr und ein gut agierender Faryd Mondragon (einmal gegen Grafite und einmal gegen Dzeko) verhinderten zunächst noch den Ausgleich. Von Köln war bis auf eine Konter-Chance, die von Ishiaku kläglich vergeben wurde, nichts mehr zu sehen. So kam es wie es kommen musste. In der 73. Minute traf Grafite nach einem Einwurf von Okubo zum 1:1-Ausgleich. Wolfsburg blieb nun spielbestimmend und wollte noch den Sieg einfahren. Doch Grafite und Schäfer scheiterten an Modragon und in der 80. Minute war es bei einem Schuss von Okubo der Pfosten, der das 1:1 für die Kölner rettete. Die letzte Chance des Spiels hatte aber in der 89. Minute nochmal der FC in der 89. Minute. Doch Ishiaku vergab per Kopf. So blieb es beim letzlich verdienten 1:1-Unentschieden. Für den Aufsteiger aus Köln ist dies gegen die ambitionierten Wolfsburger sicher als Erfolg zu werten.
Aufgrund der Niederlagen von Borussia Mönchengladbach (0:2 beim VFB Stuttgart) und Energie Cottbus (0:2 bei 1899 Hoffenheim) bleibt der Vorsprung auf die Abstiegsränge zunächst recht komportabel. Da auch Eintracht Frankfurt mit 1:2 bei Hertha BSC Berlin unterlag, wurde auch der 11. Tabellenplatz der Kölner noch zusätzlich untermauert werden. Tabellenführer bleibt 1899 Hoffenheim nach dem Sieg über Cottbus. Einen Paukenschlag gab es bereits am Freitag, als der Hamburger SV Meister FC Bayern München durch ein Tor von Mladen Petric mit 1:0 bezwingen konnten. Bayern München fiel damit zunächst auf Rang 4 zurück. Ärgster Verfolger ist nun auf Platz 2 Hertha BSC Berlin gefolgt vom Hamburger SV.



