Saisonrückblick 2009/2010 FC Solothurn
Der FC Solothurn hat letzte Woche eine sehr schwierige Saison hinter sich gebracht. Die Saison war geprägt von Verletzungspech, unglücklichen Niederlagen, Abstiegskampf, aber auch von einem guten Abschneiden im Schweizer Cup.
Bereits zu Saisonbeginn geriet der FC Solothurn personell unter Druck. Die langfristigen Ausfälle von Danny Hasler und Sven Jegge schwächten die Offensiv-Abteilung extrem. Zudem war ständig Unruhe in der Mannschaft aufgrund von dauernde Wechsel. Spieler verliessen während der Saison den Verein, andere Spieler kamen.
So begann die Saison für den FCS denkbar schlecht. Nach schweren Spielen am Anfang der Saison und einigen unglücklichen Niederlagen, fand man sich plötzlich im Abstiegskampf wieder. Nur mit den knappen Siegen über Wangen bei Olten und Muttenz schaffte man es, dass man nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern musste.
Erfreulich dagegen war das Abschneiden im Schweizer Cup. Nachdem man sich in der Qualifikation der 1.Liga-Clubs gegen Baulmes und Fribourg durchsetzen konnte, überstand man auch die ersten beiden Hauptrunden bei den unterklassigen Vereinen aus Belp und Härkingen. Erst im Achtelfinale war Endstation als man dem SC Kriens aus der Challenge League mit 2:4 unterlag.
In der Rückrunde brachte ein System-Wechsel schliesslich den Erfolg zurück. Vor allem durch starke Abwehrleistungen schaffte man es in den letzten sieben Spielen der Saison ungeschlagen zu bleiben. So konnte man, trotz der ebenfalls aufkommenden Konkurrenz im Abstiegskampf am Ende am vorletzten Spieltag mit einem Unentschieden gegen Schaffhausen den Klassenerhalt klar machen.
Trainer Roland Hasler setzte in dieser Saison insgesamt 30 verschiedene Spieler ein. Lediglich der bereits vor der Saison schwer verletzte Danny Hasler kam gar nicht zum Einsatz. Bewundernswert ist, dass Trainer Hasler trotz der schwierigen Situation auch immer wieder eigenen Junioren-Spielern eine Chance gab, sich zu beweisen. So kamen mit Yetkin Gülec, Dominik Müller, Marc Du Buisson, Gabriel Buckson und Manuel Moser insgesamt fünf erst 16-jährige Junioren zum Einsatz. Mit Flavio Kiener hat sich zudem ein 18-jähriger Junior in dieser Saison durch gute Leistungen in die Stammformation gespielt.
Die meisten Spiele in der Liga in dieser Saison absolvierten Jan Hartmann und Michael Hug mit je 29 von 30 Spielen, gefolgt von Torwart Sandro Fleuti und Talisson Da Costa mit je 28 Spielen. Hier nun folgend alle eingesetzten Spieler dieser Saison:
Hartmann, Hug (je 29), Fleuti, Da Costa (je 28), Meier, Kalina, P. Hasler (je 27), Kiener (26), Liloia (23), Piperno (22), Simic (18), Ammann, Messer (je 14), Hesse (13), Rüetschli, Norinho (je 11), Jegge, Du Buisson (je 7), Buckson (6), Diener (5), Moser, Baumann, Bakayoko, Schuler (je 4), Celik, Sallin (je 3), Allemann, Bortolozzo, Gülec, Müller (je 2).
Die Problemzone des FC Solothurn in diesem Jahr war ganz klar die Offensive. Mit nur 34 Treffern hat man die wenigsten Tore aller Mannschaften dieser Klasse erzielt. Die 34 Tore verteilen sich auf folgende 13 Spieler:
Kalina (8), P. Hasler, Ammann (je 4), Da Costa, Norinho, Liloia (je 3), Piperno, Messer (je 2), Baumann, Hesse, Simic, Hug, Rüetschli (je 1)
Eurovision Song Contest 2010 (Vorschau)
Heute Abend ist es wieder so weit. Der Eurovision Song Contest für das Jahr 2010 steht an. Im Vorfeld habe ich mir einmal die Mühe gemacht in alle Beiträge sowohl der Final-Teilnehmer als auch der Länder, die in den Halbfinals, die unter der Woche statt fanden, rein zu hören.
Grundsätzlich ist ein etwas erfreulicher Trend festzustellen. Es gibt wieder mehr Länder, die einen Beitrag in ihrer Landessprache präsentieren. Was mich jedoch etwas traurig stimmt, ist die Tatsache, dass die meisten dieser Länder mit ihren Beiträgen in den Halbfinals gescheitert sind.
So zum Beispiel die Schweiz. Michael von der Heide präsentierte seinen Song, der im übrigen eigentlich ein klassischer Grand-Prix-Titel war, in einer der drei Landessprachen, nämlich in Französisch. Leider wurde dieser wirklich gelungene Titel ebenso wenig honoriert, wie der mutige Auftritt der niederländischen Sängerin Sieneke. Diese traute sich seit langem einmal wieder mit einem niederländischen Schlager-Song anzutreten. Ebenfalls nicht dabei ist Slowenien, die mit Roka Zlindre & Kalamari eine Mischung aus Rock- und Folklore-Song in slowenischer Sprache präsentierten.
Hier sollten sich sowohl die Telefon-Abstimmer als auch die Jury einmal überlegen, was der eigentliche Zweck dieser Veranstaltung sein soll. Nämlich die musikalische Kultur des jeweiligen Landes zu vertreten. Dies haben oben genannte drei Beispiele meiner Meinung nach sehr gut gemacht. Statt dessen wurde wieder einmal für absolut austauschbare Rock- und Pop-Stücke bestimmt. Desweiteren scheint es weiterhin wichtig zu sein, wie “heiss” sich die insbesondere weiblichen Interpreten präsentieren. Anders kann man es wohl nicht erklären, dass der Beitrag von Safura (Aserbaidschan) in den Halbfinals so hoch bewertet wurde und nun sogar als Favorit gilt. Zwar ist der Song “Drip Drop” nicht schlecht, doch er ist auch nicht wirklich etwas Besonderes.
Ebenfalls eine Abkehr von ihrer eigentlichen Kultur betrieb in diesem Jahr die Türkei. Ansonsten war die Türkei meist mit türkisch-sprachigen Balladen angetreten, die auch regelmässig gut abschnitten. Diesmal präsentiert man mit der Band MaNga einen englisch-sprachigen Rock-Song namens “We could be the same”. Ob es da bei der Auswahl des Songs eine Rolle gespielt hat, dass die Türkei gerne der EU beitreten möchte?
Deutschland ist dieses Jahr mit Lena Meyer-Landrut und ihrem Song “Satellite” vertreten. Wie in jedem Jahr ist Deutschland neben Spanien, Frankreich und Grossbritanien auch in diesem Jahr wieder als einer der grossen Geldgeber automatisch im Finale vertreten.
Zum deutschen Beitrag ist zu sagen, dass Lenas Gesangsstil sicher nicht jedermanns Sache ist. Auch meinen Geschmack trifft der Beitrag nicht völlig, zumal ich lieber mal wieder einen deutschsprachigen Beitrag gehört hätte. Trotzdem ist der Song sicher nicht schlecht und hätte eine bessere Platzierung verdient, als die deutschen Beiträge in de letzten Jahren.
Noch erwähnenswert ist ein schöner Gute-Laune-Song aus Frankreich. Der Beitrag von Jessy Matador könnte in Frankreich sicherlich noch ein grosser Hit zur Fussball WM 2010 in Südafrika werden. Desweiteren ist interessant, dass Grossbritanien ihren Beitrag, der von Josh Dubovie gesungen wird von der Erfolgsfabrik der 80er Stock-Aitken-Waterman produzieren liess, die zu ihrer grossen Zeit Erfolge mit Mel & Kim, Rick Astley oder Kylie Minogue feierten.
Alles in allem ist das Niveau der Beiträge gegenüber dem letzten Jahr wieder etwas gestiegen, was hoffen lässt, dass der ursprüngliche Geist dieser Veranstaltung bald wieder zurück kehrt.
Über den Ausgang des Eurovision Song Contest 2010 werden wir in der nächsten Woche noch einmal berichten.


















