Endlich hats dann doch noch geklappt. Wir sind in Dresden! Oder, besser, natürlich, wir waren! An einem wunderschönen Tag, mit viel Sonne und noch mehr Wärme (32° ). Direkt bei der Ankuft wollten wir uns eine Tageskarte am Automaten holen. Da begrüsste uns ein Service-Angestellter der Dresdner Verkehrsbetriebe freundlich AM AUTOMATEN, und fragte mich, ob er uns denn Helfen durfte. Das allein gibt Dresden 50 Bonuspunkte für Service und Freundlichkeit!
So was tolles hab ich ja nun wirklich noch nie erlebt! Ich fand diese Idee einfach nur grandios, und durchaus für andere Touristische Städte wie Berlin (die ja von Service eh noch nie was gehört haben) oder Leipzig, aber auch Zürich, Bern und so weiter gerne Kopierbar!

Donnerstag, 31. Juli 2008, 15:00
Arinia dachte eine Weile über die Geschichte nach, bevor sie fragte:
„Aber Oma. Wenn die Burg mit allen darin unter die Erde gezogen wurde, warum steht dann unser Haus noch hier? Warum sind deine Oma und ihre Eltern nicht gestorben?“
„Da haben wir nur eine Vermutung. Die roten Zaubersteinchen, die dir Mama in der Küche gezeigt hat, waren damals schon im Besitz unserer Familie und befanden sich in unserem Haus. Man sagt, sie durchbrechen auch die Macht böser Magie. Das könnte der Grund gewesen sein, weswegen unser Haus als einziges verschont wurde und nicht mit der alten Burg untergegangen war. Aber genau weiß es niemand. Auf jeden Fall durchbrechen die Steinchen alle sieben Jahre nach der Rückkehr des Wassermanns seine Eisbarriere, der sonst kein Werkzeug etwas anhaben kann.“ „Warum zerbrechen wir das Eis denn nicht früher?“
„Erst am vierten Tag dürfen wir es tun, da der Wassermann immer drei Tage unterwegs ist. So hat es mein eigener Großvater selbst mit ihm vereinbart. Alle im Dorf hatten nach dem Untergang der Burg große Angst und waren froh, dass man eine Regelung fand, mit der alle in Frieden weiterleben konnten. So lässt uns der Wassermann seit dieser Zeit in Ruhe, denn auch ohne magische Fähigkeiten ist er sehr stark und größer, als der kräftigste Mann in unserem Dorf. Und jetzt weißt du auch, warum unser Haus ein Stückchen abseits von den anderen steht. Aber viele im Ort glauben schon gar nicht mehr an den Wassermann und die Geschichte von der alten Burg wird für eine Legende gehalten. So schnell vergessen die Menschen halt.“
Als Arinia am folgenden Tag zum Wasser holen geschickt wurde, war sie immer noch ganz fasziniert von der Geschichte der Großmutter. Nie hätte sie gedacht, dass sich unter ihrem Haus ein so mächtiges Geheimnis verbarg. An der Wahrheit der Geschichte zweifelte sie keinen Moment, denn ihre Großmama wusste so ungeheuer viel über alte Zeiten und bisher hatte immer alles, was sie dem kleinen Mädchen erzählt hatte, der Wahrheit entsprochen. Arinia war immer begeistert von solchen Geschichten und, obwohl sie Angst vor dem Wassermann hatte, hätte sie ihn gerne einmal gesehen. Auch das magische Eis weckte ihr Interesse.
Dennoch ging sie auch dieses Mal gehorsam direkt zum Dorfbrunnen und stellte anschließend den vollen Wassereimer in die Küche. Ihre Mutter war gerade auf dem Feld unterwegs und die Großmutter machte in der Schlafstube ein Nickerchen. Da reifte in dem Mädchen der Entschluss, doch noch einmal zu dem alten Brunnen zu gehen. Der Wassermann war ja noch auf seiner Reise und so konnte eigentlich nichts Schlimmes passieren. „Wobei, man weiß ja nie“, dachte Arinia und nahm vorsichtshalber den Lederbeutel mit den roten Steinchen aus dem Küchenschrank. Da sie Schutz vor dem Wassermann bieten sollten, war es wohl besser, sie mitzunehmen.

Mittwoch, 30. Juli 2008, 18:00