Einer, der etwas mehr Überblick oder Abstand zur Emotionalität hat, reibt sich da doch öfters die Augen: Nachdem die Kosten der Klimaveränderung hochgerechnet und nur deshalb von den scheuklappenblinden Politiker (und nicht nur von denen) endlich wahrgenommen wurden, war es bis vor den höchst kurzweiligen Effekt der Economy-Krise allen klar, dass ein Weitermachen in demselben Stil die Schäden an der Umwelt so hoch treiben würde, dass sie jede Volkswirtschaft an die Wand fahren werden. Dann aber endgültiger.

Im TV sagten sie über irgendeinen Konsumentenindex in Deutschland, dass der nach oben zeige, die Leute konsumieren wie üblich, wenn nicht gar mehr. Klar, denn das Gedöns um die Wirtschaft ... in Europa kann noch jeder sein Brot kaufen. Und wenn die Rezession kommt, die Güter sind ja noch immer da, keine Naturkatastrophe hat Getreide, Gemüse, Wasser ruiniert, werde für nur eine Saison noch wenige Jahre. NICHTS ist passiert. Und dennoch konnte dieses Nichts die Staaten zum Herausrücken von Milliarden veranlassen.

Wie irrational. Wenn in 100 Jahren Holland unter Wasser liegt, in Zentraleuropa vielleicht im Sommer 40 Grad herrschen, keine Regenfälle mehr, im Winter Wasser und Stürme den Humus in gewaltigen Wetterausschlägen wegwaschen, in der Schweiz all die Bergkäffer regelmässig von Schlammlavinen geschliffen werden, dann wird das die Banken und den Staat gigantisch viel kosten, und zwar an realen Werten. Werten, die ja die Grundlage des Geldes sind. Werte, die, wenn vernichtet, jede virtuelle Währungsabstützung lächerlich machen. Gold kann man bekanntlich weder fressen noch saufen. Die Goldvorkommen der gesamten Welt sind nicht einmal einen Kubikkilometer gross. Was ist das schon. Und auf Teilen dessen basieren einige Währungen. Wie lächerlich.

Die für alle Menschen essentiellen Werte wie gute Luft, sauberes Wasser, schöne Landschaften, die sollten bewertet werden, darauf sollte eine Währung basieren. Die Abwertung geschähe, wenn die Einwohner eines Landes diesem keine Sorge geben. Und wenn sie es über den Durchschnitt hinaus pflegen, könnte die Währung Stärke zeigen, weil dieses Land nicht nur reich im virtuellen, sondern auch im real erfahrbaren Sinne ist.

Es nimmt mich immer wunder, wie Leute, die in tageslichtlosen Börsen ihre Arbeitszeit verbraten, wohl gerade deswegen nicht mehr bemerken, was sie als Körper und Menschen brauchen. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob es sog. kleine oder grosse Tiere, ähhh Leute sind - Tiere täten sowas Bescheuertes nicht.

Da ist das Konto gross, die Arbeitslast zwar auch, und was machen die? Eine Villa ranklotzen in der Natur. Also gilt auch bei denen doch: Die Natur, das natürliche Umfeld, ist es, was wirklich zählt. Sonst könnten diese ihre Kohle ja eigentlich im Bunker unter dem Gotthard versaufen. Das wäre wenigstens konsequent.

Wie auch immer, der Bundesrat will nun als Wirkung der Krise die Regeln zum Betrieb von Gaskraftwerken lockern, der Bundesrat, nicht das Parlament. Weil der Betrieb nicht wirtschaftlich sei. Schimpf und Schande über den Bundesrat. Welches Lobbying hat wen dort erweicht?

Ok, der einzelne Mensch ist halt eine äusserst kurzzeitige Erscheinung. Er hat - wenn kein spezielles Interesse vorhanden - einfach keinen Blick für lange Prozesse.

Wenn die schnelle Wirtschaftskrise abläuft, reagiert er ebenfalls angemessen schnell, obwohl auch diese Krise vorhergesehen wurde. Der reale Schaden ist allerdings auch relativ gering.

Wenn die generationenlange Klimaänderung abläuft, reagiert er praktisch nicht, weil er sie nicht wahrnimmt. Der reale Schaden wird sich anschleichen, er wird Effekte haben, doch wird immer noch keiner die Ursachen wirklich beachten und entsprechend darauf reagieren wollen.

Diese Kurzlebigkeit ist eventuell ja auch die Chance, die der Menschheit bleibt: Denn die erfolgreichsten Lebensformen in der Fauna sind die Insekten, weil sie sich enorm schnell anpassen können. Im Vergleich mit einer Eintagesfliege (mitsamt ihrer Larvenphase) scheinen wir mit einem ca. 250 mal längerem Leben ebenfalls sehr langsam. Und doch bewegen wir uns, auch wenn die Fliege uns eher wie wir die Berge wahrnehmen dürfte. Als einzelnes Individuum merkt sie nicht, wie der Mensch grad eingreift und den Fluss trockenlegt, aus dem sie gekommen ist und in den sie ihre befruchteten Eier reinwirft. Sie hat aber auch kein höheres Bewusstsein, dies wahrzunehmen.

Sie hat dafür auch kein Ego. Sie will auch nichts erhalten, das Individuum spielt keine Rolle, nichtmal die Art ist wichtig. Das unterscheidet die Natur vom Menschen. Die Gesamtheit der Natur ist immer da, Namen und Formen sind unerheblich. Das macht es einfach.

Der Mensch hat oder ist hingegen ein höheres Bewusstsein, das grössere, längere Prozesse sehr wohl wahrnehmen kann, z.B. über das Mittel der Wissenschaft.

Wieso also benehmen wir - in den reichen Ländern - uns also nicht endlich mal wie Menschen und würdigen diese Prozesse? Aus vorhersehender Einsicht mit Wahlmöglichkeiten und nicht aus erleidender Nötigung, ohne Wahl?

Wer in der aktuellen Zeit meint, er dürfe das Notwendige unter dem Deckmäntelchen des Kurzzeitigen aus dem Fokus der Gesellschaft verdrängen, der handelt in meiner aktuellen Ansicht anmassend.

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Klima vs. Wirtschaftskrise {0}

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 18:30

Wenn sie Aktien kaufen und Geld verdienen wollen, müssen diese Aktien im Trend sein. Noch besser, sie kaufen solche Papiere, bevor sie im Trend sind ... auch wenn dieser jetzt vielleicht Chartmässig nach unten schaut.

Der Trend an der Börse zeigt nach unten. Die Frage ist nur, wie lange noch und das kann niemand beantworten. Das ist eigentlich ganz einfach zu begreifen, wenn man weiss, dass es zwei Arten von Trends gibt. Der mathematischen oder statisitschen Trend, der einfach weitergerechnet wird. 2, 4, 6, 8, 10, 12 und der nächste ist vierzehn. Dumm nur, wenn was "dazwischenkommt" und es dann wieder 2 ist. Wie bei der Uhr zum Beispiel. Oder nur eins, wenn auf die Winterzeit umgeschalten wird. Meistens wird aber ein mathematischer Trend durch die zweite Art von Trend durchbrochen.

Der Trend der Soziologie, der sehr schnell ändern kann. Es sei nur an die Börsensituation der letzten Monate oder Wochen gedacht. Jeder einzelne Mensch beeinflusst den Trend. Sie kaufen Biomilch, fahren mit dem ÖV zur Arbeit, unterstützen politische Linien ...

Genau genommen sind aber diese beiden Arten von Trends identisch. Das eine ist nur was der Mensch macht, denkt und das andere ist nichts anders, als statistisch diese Tätigkeit auf einen Zeitpunkt fest zu halten. Und dann kommt plötzlich ein aussenstehendes Ereignis, wie die Hypothekenkrise und alles ändert in Windes Eile. Die mathematischen Systeme versagen vollkommen und die soziologischen Trendbetrachtungen können schneller reagieren, weil man nicht wie in der Statistik Zeitreihen braucht.

Beiden ist gemeinsam, dass viele versagen, nicht brauchbar sind und oft nur für Schönwetterprognosen geeignet sind. Trendforscher und Chartisten haben eines gemeinsam. Sie halten an ihren Aussagen fest und sind davon überzeugt, dass sie eintreffen. Und noch eines ist ihnen gemeinsam. Meist arbeiten sie für einen an der Aussage interessierten Auftraggeber.

Es gibt genügend Beispiele, dass Prognosen oft falsch liegen. Versuchen sie etwas anderes als einen Trend zu prognostizieren. Versuchen sie die Zukunft so an zu schauen, wie sie sich ergeben könnte - in Bandbreiten und nicht genauen Aussagen. Sie liegen mit Garantie besser und wesentlich häufiger richtig. Ich habe keine Ahnung, ob man irgendwo Trendforschung studieren kann ... aber Zukunftsforschung. Nur ist man hier viel weniger populär und mediengeil, aber signifikant besser in den Aussagen und meist nie auf eine exakte Aussage fixiert.

«Jetzt beginnt das Zeitalter der Lebensqualität... In übersättigten Märkten werden Werte immer wertvoller!... Werte sind die Orientierungshilfen im Dschungel der Wahlmöglichkeiten... der Leitwert Lebensqualität wird das Wertschöpfungsprinzip der Zukunft sein!" ... lesen sie weiter bei trendbild.de ... »

Vergessen sie, was der Trendforscher sagt. Das trifft für eine kleine Gruppe von Individualisten zu und ich hoffe für sie, dass sie auch dazu gehören. Aber diese Gruppe wird klein beleiben, vielleicht etwas anwachsen, aber sicher nicht Trend bestimmend sein. Die Welt wird auch in Zukunft vom Geld regiert, man wird nur das Billigste kaufen oder nur wo der (Marken)-Namen bekannt ist. Die Qualität zu beurteilen oder auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schauen, wird den allerwenigsten Menschen gelingen ...

... und aus diesem Grunde kaufe ich oft Aktien von solchen Unternehmen, wo ich die Produkte nicht regelmässig kaufen würde. Ausprobieren schon, falls es nicht Investitionsgüter sind (einmalige Käufe). Das Kaufen überlassen wir der Masse, die gibt gerne Geld aus, wo das Unternehmen gut verdient. Und wir verdienen dann an den Aktien. Es wird sich auch in Zukunft nicht viel daran ändern auch wenn das heute nicht im Trend liegt.

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Wir liegen im Trend - wirklich? {0}

Dienstag, 28. Oktober 2008, 16:00

Über Finanzspezialisten wurde berichtet - nun ist das Gesundheitswesen dran. Derjenige, der uns berichtet, meint nicht die Pflegefachleute, früher Krankenschwester genannt, sondern die Gesundsheits-Spezialisten.

«Ähnlichkeiten mit ... sind rein zufällig! Unser Gesundheitswesen ist krank. Man soll es mit dem finnischen vergleichen! Dieses ist weitaus kostengünstiger und das Volk ist nicht weniger gesund! Der Kanton Bern als Beispiel hat mehr Spitäler als das ganze Land Schweden! Allerdings hat man dort so etwas wie eine Spitex vorgeschaltet. Und dann kommen noch die anderen 25 Kantone und die staatlichen Institutionen dazu (SUVA, Bellikon...) Wir sind ein degeneriertes und verweichlichtes Wohlstandsland geworden, wo die Crème von den übrigen lebt. Ungefähr so wie in den Ostländern. Dort nennt man dies Korruption.... Ich habe den Mund auch im Spital gegen Missstände geöffnet. Das hat dann irgend wann jemand gestört und ich war arbeitslos - habe aber einen "innovativen" Weg gefunden, den man mir heute noch vergönnt! Interessant ist: -> Mein damaliger Chef ist nicht mehr. Aus meinem "Fall" hat man gelernt. Er wurde motiviert, selber zu gehen. -> Ein Mitglied der damaligen Spitalleitung (Rang Chefarzt und ärztlicher Leiter) ist nicht mehr. Er war es, der mir am meisten am Stuhlbein gesägt hat. Er wurde schliesslich gar von jenen Politikern durchschaut, die ihn am längsten gestützt haben. Aber sie liessen ihn aus Eigennutz fallen. -> Ein weiteres Mitglied der damaligen Spitalleitung ist ebenfalls weg. Er hat zu sehr die Missstände und ein Missmanagement bekämpft. In diesem Fall hat man den Fähigsten entfernt! -> Die Pflegedienstleiterin, auch Spitalleitungs-Mitglied ist nicht mehr. Dem Missstück hat niemand eine Träne nachgeweint -> Man wolle meine Aufgabe mit einer jüngeren, unverbrauchten Kraft erfüllen, so die Aussage des damaligen Vorsitzenden der Aufsichtskommission (Interessant: Er wurde aus dem Direktorium der SUVA entfernt, bevor bei uns wirksam wurde)... Der Nachfolger war älter, inzwischen ist die Stelle des Personalleiters zu einem Schleudersitz geworden. Es sind schon einige verheizt worden...! Inzwischen habe ich ein neues Paradebeispiel gehört. Man wollte einen neuen Bettentrakt bauen, den nachher etwa 2 Jahre betreiben, dann das Haus schliessen....! Beides ist jetzt von den Traktanden. Ich habe die Schonfrist genügend lang respektiert. Wenn ich höre, dass gefummelt wird, äussere ich mich. Ich äussere mich nicht gegen einzelne Mitarbeitende. Ich habe am letzten Samstag eine unkomplizierte und fachkompetente Behandlung im Notfall des Hauses erfahren! Diesen Leuten sollte man ein Umfeld schaffen, dass sie ihre Fähigkeiten wirksam entfalten können! Unser Gesundheitswesen ist deshalb so teuer, weil nur Kostgänger am Futtertrog für die besten Plätze kämpfen, koste es was es wolle...! Die Gesundheitspolitik ist - wie das Wort Politik schon sagt, etwas kompliziert und für Laien undurchsichtig. Aber es handelt sich um einen Futtertrog, der regelmässig gefüllt wird und zum Teil automatisch, was logischer Weise zu Schmarozzern führt. -> Spitalartikel sind noch teurer als Flugzeugartikel! -> Die Medis werden von der Pharmaindustrie terrorisiert -> Die Defizite der öffentlich rechtlichen Häuser werden zwar nach bestimmten Regeln gedeckt, aber oft ist das kontrollierende Organ gar nicht neutral oder unabhängig -> die Tarife werden ausgehandelt, nicht nach strengen kaufmännischen Gesichtspunkten festgelegt -> Es entsteht der Eindruck, die Kalkulation beginne von hinten. Zuerst werden die Kosten generiert, danach wird festgelegt, wie viel an Subvention in die Rechnung einfliessen soll -> Tarmed: gleiche Tarife in der ganzen Schweiz, obwohl die Kostenstruktur in Genf anders ist als z. B. in Langenthal. Nur schon der Bodenpreis, wo die Hütte drauf steht, würde via BAB einen Unterschied ausmachen und in Zürich sind die Löhne eindeutig höher als in Graubünden (ausser vielleicht Samedan/St. Moritz) - Chefärzte haben meist eine eigene Praxis, also auf eigene Rechnung. Sie müssen zwar an die Infrastruktur etwas abliefern, aber das macht nie das aus, was es kostet. Man kann es gut sehen. Wenn einer auszieht und selber eine Praxis auf privater Basis eröffnet, wird er das Einkommen nicht mehr erreichen. Ich kenne einen Chirurgen, der es so gemacht hat. Seine Praxisassistentin hat er zwar organisiert. Die muss aber auf eigene Rechnung arbeiten... (Ob so was eine selbständige Arbeit ist, würde im Streitfall schnell beantwortet sein!). Kanzler Schmidt: "(...) Auf die Finanzmarktkrise angesprochen, unterteilte alt Kanzler Schmidt (Raubtierkapitalismus) die Menschen in Kategorien: ?Die Normalen, die auch ein bisschen Schmu machen und aus dem Supermarkt einen Riegel Schokolade mitnehmen. Die zweite Stufe sind die mit einer leichten kriminellen Ader. Und die dritte Stufe sind die Investmentbanker.? Er hat die Ärzte vergessen, sie wären die dritte und die Investmentbanker die vierte Stufe! Damit meine ich nicht die hervorragend arbeitenden Hausärzte und jene, die nicht so nahe am "Tropf" sind wie z.B. Chefärzte und Spezialisten. Ich glaube, Politiker sagen lieber nichts gegen Ärzte, weil sie sich davor fürchten, dass sie auch einmal von den abhängig sein werden!»

Steht der Crash im Gesundheitswesen noch bevor? Jeder darf froh sein, wenn er einen guten Gesundheits- und Finanz-Berater hat und möglichst wenige Notsituationen besprechen und behandeln muss. Aber wenn ich so im Bekanntenkreis herumhorche, kann einem die heutige Zeit schon manchmal Sorgen bereiten ... wie die Bekannte mit Hirn-Tumor, die auf MS behandelt wurde. Nicht immer kommt es doch noch gut.

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So viel Geld pro Erdenbürger wird in ein System gesteckt, das eigentlich zusammenbrechen muss, damit die Menschen endlich etwas daraus lernen.

Unglaublich! Würde man das Geld der jeweiligen Länder einfach den Bürgern in den jeweiligen Länder auszahlen, bekäme:

-> Jeder, der in Deutschland wohnt: € 6250 -> Jeder, der in Frankreich wohnt: € 5000 -> Jeder, der in den USA wohnt: € 1000 -> Jeder, der in Österreich wohnt: € 16666

Die Aufzählung könnte ewig so weiter gehen.

Es stellt sich die Frage, ob der Wirtschaft nicht mehr geholfen wäre, wenn man das Geld an die Bürger und Bürgerinnen auszahlen würde. Denn dann würde sicher Konsumiert!

Ich halte jedenfalls fest, dass, egal welche Aussagen, von wegen der Staat habe kein Geld für irgend welche Projekte für Arme, absolut unglaubwürdig sind, und das die Parteien wohl nun noch weniger Glauben geschenkt wird.

Ich verspreche jedenfalls, auch nach einer allfälligen Wahl von mir, immer gegen so was zu sein, solange, bis auch die Armen was bekommen. Es kann ja nicht sein, dass die Reichen tun und lassen dürfen, was sie wollen!

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Zahl des Tages: 8571 Fr. {0}

Freitag, 17. Oktober 2008, 18:00

Schöne Idee, SBB, eine Visa-Karte und ein Halbtax auf einem anzubieten. Noch schöner wäre, wenn sich die SBB, und insbesondere Jelmoli ans Gesetz halten würden.

Es ist nämlich nicht Rechtens, eine Person, die eine PREPAY KARTE (die hat keinerlei Risiko für den Anbieter!) über ihr Einkommen zu befragen, oder gar einen Nachweis über das Einkommen zu verlangen. Genau das macht aber die SBB bei mir.

Nicht nur, dass sie offensichtlich nicht fähig sind, eine einfache Kopie eines Ausweises mit einzureichen, obwohl man den Antrag am Bahnschalter gemacht hat, und die den Ausweis kopiert haben, nein, es wird auch noch ein Nachweis über das Einkommen verlangt!

Da frag ich mich doch: WAS FÜR EIN SAULADEN IST DIE SBB und JELMOLI eigentlich? Denn das, was hier gemacht wird, ist eine DISKRIMINIERUNG! Es kann nicht sein, das Jelmoli und die SBB hier etwas versuchen, was keine andere Bank (ja, die Halsabschneider, die sich fette Boni in die eigene Tasche streichen, um danach beim Staat betteln zu gehen!) macht.

Ich habe bereits eine Visa Prepaykarte von Cornercard. Und damit gabs keinerlei Probleme. Kein Nachweis über Einkommen, es wurde noch nicht mal gefragt, ob ich eins habe! Denn dies ist wie bei einer Prepaykarte fürs Mobiltelefonieren. Ein Einkommensnachweis ist nicht nötig!

Aber offenbar ist die SBB und Jelmoli zu dumm dafür. Fragt sich nur, wie ein 16 Jähriger, als Beispiel, dann eine Prepay Visa Karte bekommen soll!

Ich bin jedenfalls Stinksauer auf die SBB und ihr absolut Kundenfeindliches Verhalten, und verlange eine Entschuldigung. Ob ich die Visa-Karte überhaupt noch will, weiss ich nicht mehr so wirklich. Denn auf solche Probleme hab ich keinerlei Lust!

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Die SBB Visa-Karten-Probleme {3}

Donnerstag, 16. Oktober 2008, 18:00

Lieber Finanzblogleser

was du mir schreibst ist supergut. Nur an einem Ort gebe ich dir nicht
Recht. Es sind nicht die 100 die das System zum Fallen gebracht haben.
Diese 100 haben Mist gebaut und andere 100 000-?Ende? haben jetzt
Angst und drehen im roten Bereich. Zuvor haben diese meistens versucht
derivative Produkte zu verkaufen. Das ist der Bummerang und du kannst
selbst im Finanzblog lesen, wie oft ich mich gegen derivative
Instumente eingesetzt habe. Mein Problem ist, dass ich viel zu viel
von der Materie verstehe und Generalist und Querdenker bin. Derivative
Produkte an sich sind gut, wenn man sie zur Absicherung einsetzt, aber
vermutlich mehr als 95 Prozent wurden immer spekulativ
eingesetzt.

Viele Finanzfachleute sind heute hoch ausgebildet, total auf eine
spezielle Spezialität spezialisiert und sehen nicht einmal mehr einen
Tunnelblick, denn meisten ist die gegenüberliegende Seite des Tunnels
zugemauert. Das ist aber bei weitem nicht nur in der Finanzbranche so,
sondern ein Phänomem der Zeit. In unserer Branche kann man "nur" Geld
verlieren ... in anderen das Leben. Demnächst mehr dazu ? ein weiteres
Mail wartet. Beiden Branchen ist gleich, dass sich extrem viele
Scharlatane herumtummeln. Die Anrufe aus den USA, Grossbritanien,
Frankreich, Deutschland und vor allem aus dem Raum Zürich sind nicht
zurückgegangen. Nur wollen diese nichts mehr verkaufen, sondern
wissen, was ich zur Zeit mache. Weiterhin den Spreu vom Weizen zu
trennen versuchen und meine Linie behalten und versuchen, nicht zu
flippen ... jetzt zitieree ich den Finanzblogleser der einen Banker
als Sohn hat und dazwischen meine Bemerkungen.

Hallo Stephan Mein Sohn ist, was seinen Job betrifft, autonom. Er hat den Weg gewählt und er muss dort seinen Job tun und dabei Befriedigung finden. Seine Meinung: Man soll einen Job so tun, dass man dazu stehen kann und man soll den Job gut machen. Selber soll man soviel Geld ausgeben, wie man es sich leisten kann. Dass ein paar hundert Händler eine ganze Branche in Verruf und Verderb bringen kann, ist auch ihm ein Greuel. Übrigens: Er wird in etwa einer halben Stunde mit seiner Familie in Singapur ankommen. Am Dienstag ist Start im neuen Job. Er wird HR-Verantwortlicher für Singapur, Hongkong, Indien und Dubai. Sein Haus scheint verkauft zu werden. Wenn alles klappt hat er in 10 Jahren etwa 100 Riesen damit verdient. Das wäre ja auch eine gute Rendite.
Wenn er ursprünglich 100? bezahlt hat, beträgt die Rendite 7,18%. Das ist schön und das Geld scheint er ja am Trockenen zu haben. Falls er 200? bezahlte, beträgt die Rendite 4,14%, bei 300? 2,92%, bei 400? 2,26% und bei 500? mickrige 1,84 und bei 600? lausige 1,55% - aber immerhin, kein Verlust.
Nur weil mein Sohn bei der Bank ist, heisst das noch lange nicht, dass ich keine eigene Meinung haben kann und sie auch äussere. Wenn ich gegen die Banken wettere, dann ist es mir bewusst, dass es die Banken braucht und dass es dort eine Menge Leute gibt, die ihren Job seriös und verantwortungsvoll erledigen. Der Ganze Finanzskandal ist wohl fatal genug. Und das was die Politik jetzt draus macht grad auch noch!
Ja, wenn es schlecht läuft, soll sich wieder die Politik, sprich die Steuerzahler, einschalten. Sonst ist man immer auf absolute Marktwirtschaft ausgerichtet. Nur eines muss man immer bedenken, die Finanzbranche ist zu 10 Prozent Marktwirtschaft und zu 90 Prozent Spekulationsproduzent.
Du weisst es besser als ich: Man ksnn bei einer Bank einen guten Job tun und aus volkstümlicher Sicht einen angesehenen Posten haben. Trotzdem: Was hat man zum Gesamtgeschehen zu sagen? Nichts, ausser was direkt den Job betrifft und dann nur, wenn man "vorwärts" machst! Wäre es anders, Der Finanzblogger wäre vielleicht noch ein Banker.
Ich denke, dass ich einen guten Job gemacht habe, nur begann damals das Prämienkarussell der Banken zu drehen. Rund CHF 2000 (zweitausend) habe ich erhalten. Mein Chef ein zig-Faches dank meiner Abteilung. Für diese Information wäre damals der entsprechende ?Personaltiger? fristlos entlassen worden. Heute sind das ?Kleinigkeiten? ... vielleicht ändert es sich wieder, was zu hoffen wäre.
Ab wann wird im Finanzwesen "business as usual" sein?

Ich stimme dir zu, wie du einen guten Finanzberater beschreibst. Ich
meine auch: Der Finanzer soll beraten und das Produkt, was er verkauft
erklären. Hätte ich auf meine Beraterin auf der Bank gehört, hätte ich
mich vielleicht auch verrannt! Immerhin war sie nie direktiv. Die
Kunden sollten eben ihre Verantwortung auch wahrnehmen. Man kann sich
ja informieren. Jeder der für den täglichen Gebrauch einkauft, schaut
sich die Preise an und vergleicht. Aber wenn die Summen eine gewisse
Grösse annehmen verlieren sie die Übersicht. Wenn ein Dummkopf Geld
verliert, dann ist er meist zum grössten Teil selber schuld, ausser er
wurde mit fiesen Tricks geleimt. Die Stimmung kann man nachlesen:

Wie weiter? Was ist passiert? Die 10 wichtigsten Fragen zur Finanzkrise

"(...) Stiglitz: Die Banken müssen dergestalt rekapitalisiert werden,
dass die Steuerzahler durch Staatsanteile an den Banken profitieren,
wenn es diesen wieder besser geht. Das ökonomische System verliert
Blut und wir verpassen ihm eine Transfusion. Aber wir tun nichts gegen
das tatsächliche Problem ? die klaffende Wunde, sprich: Die
ausfallenden Hypotheken. Wir müssen den Amerikanern helfen, in ihren
Häusern zu bleiben. Das Rettungspaket hilft hier nur wenig und ist
deshalb ungenügend. ...)"

"(...) Hayek: Nicht nur die Banken, sondern auch die Unternehmen
sollen sich an der Reform der Finanzmärkte stark und paritätisch
beteiligen. Angesetzt werden müsste aber nicht nur beim Kauf von
Aktienpaketen, sondern auch bei der Publikation von Daten, die mehr
den Konkurrenten als dem Aktionär dienen, oder bei der Kompetenz jener
Analysten, deren Treffsicherheit weniger gut ist als ein Blick in die
Kristallkugel. ...

...Hayek: Ein Banker schlug eine Roadshow vor. Ich sollte also,
anstatt die Firma zu führen, in London, New York oder Timbuktu die
Leute überzeugen, dass meine Aktien mehr wert sind. Auf meine knappe
Antwort, dass ich Uhren, nicht Aktien verkaufe, war er sprachlos und
schaute mich an, als hätte ich den Verstand verloren....)"

Mehr: target="_blank">Handelszeitung Dossiers Experten

Ein Beitrag über «Geld und Finanzen - leicht erklärt» - einer Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn. Er wird auch im Personalblog aufgeschaltet.

Da die target="_blank">Börse im Sturzflug ist, wird dieses Beitrag statt
am Montag den 13. Oktober schon heute aufgeschaltet.

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