Eine Frage des Anstands und der Ehre
Ich möchte heute zu was persönlichem Schreiben. Etwas, was ich ja schon seit einer Weile nicht mehr so richtig getan habe.
Nun, wie ihr alle wisst, sind C. und ich seit dem 08 April Geheiratet, und am 6 Juli steht unsere Kirchliche Hochzeit an.
Das die Eltern von C. nicht zur Standesamtlichen Traaunung kamen, fand ich schon sehr entäuschend. Immerhin heiratet hier ihr Sohn, und nicht irgend ein Fremder.
Doch jetzt, zum Sommer, wo sie doch wirklich genug Zeit gehabt hätten, schon wieder eine Absage. Sowas empfinde ich als absolut daneben! Wie können sich diese Eltern in der Öffentlichkeit überhaupt noch Eltern nennen?
Die Begründungen waren in etwa folgende:
Das ist viel zu früh!
Der Richtige Zeitpunkt für eine Heirat gibts nicht. Einige Heiraten schon nach einem Tag, und sind das ganze Leben lang zusammen, andere Heiraten erst nach zwei Jahren, und scheiden sich zwei Jahre später wieder, wiederandere heiraten gar nicht. Diese Entscheidung in Frage zu stellen, empfinde ich als GROBE Anmassung der Eltern. Ein 30 jahre alter Mann ist in meinen Augen alt genug, selbst zu wissen, wann er seiner Geliebten den Antrag machen möchte.
Und wiederum ist es den Verlobten überlassen, wann sie Heiraten. Alles andere ist Einmischung und die gewohnte Deutsche Arroganz, immer alles besser wissen zu wollen, und immer an allem rumzumeckern, und nie was gutes sehen zu wollen. (Meine Meinung!)
Das kann doch nicht angehen, das du da ne Transe heiratest!
Als erstes empfinde ich dies als persönlicher Afront gegen mich, und als zweites sind diese Menschen offensichtlich in keinster Weise aufgeklährt, noch in irgend einer Form tollerant. Weder gegenüber mir (was ich nicht erwarte) noch gegenüber ihrem eigenen Sohn (was schon zu erwarten wäre).
Hier mal eine kleine Aufklährung für ganz Dumme und alle anderen, die sich ihre Meinung auf grund von nur halben Tatsachen schliessen:
A) Die Operation liegt nunmehr 3 Jahre zurück. Seit diesem Zeitpunkt bin ich nicht mehr Transsexuell, sondern GEHEILT (Laut der Internationalen Gesundheitsorganisation)
B) Transsexuell ist weder Ansteckend noch sonst was
C) Bin ich seit drei Jahren eine JURISTISCHE und KÖRPERLICHE Frau, was mein Mann sicherlich gerne Bestätigen wird.
D) ist es SEINE Entscheidung, ob und auf was er sich einlassen will. Er hat sie offensichtlich getroffen.
Als ich bei seinen Eltern auf Besuch war, bekam ich den Eindruck, man will einen auf Heile Welt spielen. Darum als kleine Errinnerung:
DIE MENSCHEN SIND NICHT PERFEKT UND WERDEN ES NIE SEIN! WER FEHLERLOS IST, DER WERFE DEN ERSTEN STEIN!
Und, vorallem, wenn die Eltern schon so viel auf Ehre und all dieses Gedönze geben, WARUM in ALLER WELT kriegen sie dann IHREN FINGER NICHT AUS DEM ARSCH, um einfach an der Kirchlichen Traaung ihres Sohnes dabei zu sein?
Ich mein, erstens mal, geh ich davon aus, das man nur einmal Heiratet (alles andere ist eh unglaubwürdig). Zweitens, ist das ein Erreignis, das nicht alle Tage stattfindet. Und drittens ist es absolut RESPEKTLOS, wenn man nicht mal zur Trauung des eigenen Sohnes erscheint! Es ist desweiteren sogar so, das ich in zwischen davon ausgehe, das seine Eltern absolute Rabeneltern sind. Denn selbst meine Eltern, über welche ich mich schon genug oft (berechtig oder nicht, bleibt dahingestellt) geärgert habe, werden dabei sein! (Anmerkung der Redaktion: IN MEINEN AUGEN heisst, dass sie sich so verhalten, in dem Moment, wo ich es erlebe, und nicht, das es eine TATSACHE ist. Das heisst für Haarspalter: ES MUSS KEINE TATSACHE SEIN, es ist MEINE AUFFASSUNG UND MEINUNG, die durchaus auch geändert werden kann, wenn sie sich korrekt verhalten.)
Ich finds einfach nur SCHÄBIG und VERACHTENSWERT!
Falls ihr das lest: Ihr solltet euch echt was Schämen! Eure Entschuldigung indess erwarte ich, so wie euer Erscheinen! Alles andere führt mich unweigerlich dazu, euch in die Schublade mit den Restlichen Deutschen zu stecken, die immer nur rummeckern, rumzetern und rummotzen, und nicht wirklich was verändern wollen. (Eine von vielen Möglichkeiten!)
Anmerkung der Redaktion: Weder hatte C einfluss auf diesen Beitrg, noch kann er mich Kontrollieren. Er kann seine Meinung auf diesem Blog kuntun, wenn er das möchte. Er muss auch nicht meiner Meinung sein. Es ist allein meine (sic!) Meinung, und gibt nicht zwingend die von C wieder. Des weiteren ist dieser Beitrag nicht beleidigend. Sollte jemand anderer Ansicht sein, muss er nochmal über die Bücher. Am schluss sei angemerkt, das nicht ich war, die den ersten Stein warf, und jeder, der was anderes behauptet, ist ein GNADENLOSER Lügner!









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Mittwoch, 30.April 2008 11:37Das ist wirklich sehr traurig und es tut mir Leid, dass deine Schwiegereltern nicht zu ihrem Sohn und zu Dir stehen können. Aber ihr zwei habt etwas Wunderbares in der Hand: Euer Glück! Ihr könnt der ganzen Welt zeigen, was eine glückliche Partnerschaft für sich selbst und die Leute um sie herum bedeuten kann. Vielleicht brauchen die Eltern deines Mannes noch Jahre, aber irgendwann werden sie eingestehen müssen, dass ihr Sohn glücklick ist. Ich hoffe, sie werden dann die Grösse haben, sich zu entschuldigen. Euch beiden wünsche ich nur das Beste.
Mittwoch, 30.April 2008 15:05Ich kann Deine Enttäuschung durchaus verstehen. Dass Deine Schwiegereltern zweimal absagen, zeugt auf jeden Fall von schlechtem Stil.
Ich weiss aber nicht, ob es wirklich mit Deiner Transsexualität zu tun hat. Die meisten Deutschen sind sicherlich so weit aufgeklärt, dass sie damit keine Probleme haben sollten – wobei “Krankheit” eh die falsche Formulierung darstellt.
Vielmehr könnte ich mir vorstellen, dass Christophers Eltern im übertragenen Sinne Angst haben, ihren Sohn zu verlieren – schliesslich heiratet er eine Schweizerin und wird dann wahrscheinlich auch bei Dir in der Schweiz wohnen. Der Kontakt zu seinen Eltern wird folglich lockerer werden; sie könnten ihn nicht mehr regelmässig sehen. Diese Trennung fällt vielen Eltern schwer.
Es ist aber auch denkbar, dass seine Eltern wirklich in Sorge um ihren Sohn sind. Immerhin hört man hier in Deutschland immer wieder davon, dass Deutsche in der Schweiz ausgenutzt, beschimpft und bedroht werden. Sooo nett bist Du uns gegenüber schliesslich auch nicht. Vielleicht sind Christophs Eltern diesbezüglich etwas empfindlich? Du weisst ja, “wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück”.
Fremde tun sich aber immer schwer. die Situation zu beurteilen. Wie sieht denn Dein Mann das Verhalten seiner Eltern? Hast Du ihm Deine Sicht der Dinge schon mal geschildert?
Vielleicht gibt sich die ablehnende Haltung seiner Eltern ja im Laufe der Zeit – falls nicht, würde ich mir an Deiner Stelle das Leben und die Ehe nicht schwer machen lassen. Geniesse die Zweisamkeit mit Deinem Mann und lass die Welt Welt sein…
(Das war jetzt bestimmt wieder typisch arrogant deutsch, oder?)
Mittwoch, 30.April 2008 15:58Da ich gerade einen sehr wütenden Anruf meines Bruders aufgrund dieses Beitrages erhalten habe, möchte hier sagen, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich dazu Stellung nehmen werde.
Da ich aber jetzt einen Termin habe und gleich weg muss nur mal nur so viel:
Ich sehe meine Eltern keinesfalls als Rabeneltern. Sie haben 30 Jahre sehr gut für mich gesorgt und dafür bin ich auch sehr dankbar. Zu der ganzen Situation, werde ich mich wie gesagt zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlich äussern.
@ tom:
Dein Kommentar war glaube ich sehr hilfreich. Du hast das schon gar nicht so schlecht analysiert.
Mittwoch, 30.April 2008 16:24Ich habe natürlich mit C darüber geredet.
So wie ich das verstand, wars KLAR wegen meiner Transsexualität. (einer von vielen Gründen).
Wärs der von dir genannte, Tom: Ich kann diese Angst schon nachvolziehen, so ist es nicht. Zumal ich eine grosse Krittikerin bin, wie du weisst.
Ich behandle mein Mann allerdings mit Würde und Respekt, und mit sehr grosser Liebe.
Ich hab ihm einige male gesagt,er soll sich doch mal bei seinen Eltern melden. Allerdings stehts denen ja auch frei, sich bei ihm zu melden. Ich mein, sie haben ja seine Rufnummer, Anschrift und Email. So ist es also dann doch nicht.
Ich weiss, das ich manchmal Anecke. Das ist nunmal meine Art. Damit umzugehen, ist nicht immer leicht, um so mehr Annerkennung für meinen Mann, das er mich so nimmt, wie ich bin.
Lieber Ralf, und auch Tom, danke auch für eure Aufbauende Worte. Die sind nun wirklich gut angekommen, und werden sicherlich C auch etwas zeigen, nähmlich, das er nicht allein ist.
Es geht nicht um einen Kampf. Mir wärs lieber, ich hätte den Beitrag nie schreiben müssen. Doch ich sah mich gezwungen, da das Verhalten der Eltern mehr als Schäbig war.
Sie hätten ja auch mich anrufen können. Aber, da sie wohl (berechtigter Weise) davon ausgehen, das ich mich wehren kann, hacken sie auf ihrem Sohn herum, der wirklich schon so einen schweren Stand hat.
Ich selbst bewundere es, das man sein altes Leben aufgibt, für eine Liebe.
Und, C.

Wir werden das zusammen durchstehn.
Mein Ziel ist wirklich, deine Eltern dazu zu bringen, an unserer Hochzeit dabei zu sein. Eigentlich könnts mir egal sein. Aber ist es mir eben nicht, da ich weiss, wie viel dir deine Eltern bedeuten.
Ich liebe dich über alles C. Und ich will dich nicht verlieren. Ich werde dich niemals Verlassen, und ich werde immer für dich da sein.
Donnerstag, 1.Mai 2008 00:34Danke für Eure Fürsprache.
Hier also meine ausführliche Stellungnahme:
Für die standesamtliche Trauung mache ich keinerlei Vorwürfe, da diese sowohl an meine Eltern als auch an meinen Bruder erst sehr kurzfristig mitgeteilt wurde. Da meine Eltern momentan noch meine kranke Grossmutter betreuen müssen, war es ihnen da einfach wirklich unmöglich zu kommen.
Warum ich dies so kurzfristig kundtat, werde ich später noch erläutern.
Nun war es so, dass ich am Sonntag mit meiner Mutter telefoniert habe. Ich habe mich vorher lange nicht mehr gemeldet, zum einen, da wir hier etwas im Stress waren aufgrund der Hochzeit und einiger anderer Sachen, z. B. Jobsuche, Anmeldung bei der Gemeinde und einiges andere, zum anderen aber auch, weil ich wusste, was mich erwartet, nämlich, dass ich mal wieder mächtig den Kopf gewaschen kriege, womit ich ja letztlich auch Recht hatte.
Nun war es so, dass meine Eltern natürlich auch von der Transsexualität meiner Frau nichts wussten und dies im Zuge der Bekanntgabe unserer Hochzeit von dieser Internetseite erfahren haben.
Die Begründung, dass ich solange nichts gesagt habe, lag daran, dass ich wusste, dass meine Eltern eine sehr konservative Einstellung haben und ich genau wusste, dass sie damit Probleme haben würden, was sich ja letztendlich auch bestätigt hat. Daher hatte ich Angst wieder und wieder die gleichen Diskussionen führen zu müssen, die mich erstens emotional sehr aufwühlen und meiner ohnehin etwas labilen Psyche nicht unbedingt gut tun, zweitens sie eigentlich für keinen von uns wirklich etwas bringen, da eh jeder auf seinem Standpunkt verweilt.
Den Ausführungen meiner Mutter bei dem Telefonat entnahm ich jedenfalls, dass sie mit sowas wie Transsexualität nichts anfangen kann und auch nichts damit zu tun haben will. Und dass dies auch ein Mit-Grund, neben der zu pflegenden Grossmutter, wäre, dass sie auch zur kirchlichen Hochzeit nicht kommen würden.
Genau das habe ich so an Sandra weiter gegeben, da ich denke, dass sie als meine Ehefrau ein Recht darauf hat, zu erfahren, wie meine Eltern über unsere Hochzeit und speziell über sie denken. Was sie daraus gemacht hat, war dieser Beitrag.
Grundsätzlich war es wirklich so, dass meine Eltern SEHR LIEBEVOLLE Eltern waren, die mich 30 Jahre lang immer unterstützt haben, wo sie nur konnten. Dafür bin ich natürlich dankbar. Leider haben solch extrem fürsorgliche Eltern nicht nur Vorteile. Sie wollen mich vor allem und jedem beschützen. Und manchmal fühlt man sich da wirklich, als ob man als erwachsener Mann immer noch keine Ahnung vom Leben hat und geben einem das Gefühl, dass man nichts kann und nicht mal fähig ist eigene Entscheidungen zu treffen.
Und dieses Gefühl wollte ich jetzt endlich mal los werden. Ich habe meine Entscheidungen getroffen. Natürlich haben meine Eltern jedes Recht meine Entscheidungen zu kritisieren. Nun ist es an mir, oder besser gesagt an uns, allen zu beweisen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.
Also falls Ihr das lest: BITTE HALTET MICH NICHT FUER UNDANKBAR. Das bin ich nämlich ganz und gar nicht. Und gerade deshalb tut es mir besonders weh, dass Ihr nicht bei meiner Trauung dabei sein wollt/könnt. Sollte ich was falsch verstanden haben, und es liegt doch lediglich an der Betreuung meiner Grossmutter, so ist das für mich durchaus verständlich. Diese Situation ist nunmal nicht zu ändern.
Sollte ich die Begründung am Sonntag doch richtig verstanden haben, so muss ich das wohl einfach akzeptieren. Ich hoffe, Ihr werdet mich irgendwann verstehen, wie Ralf so schön geschrieben hat.
@ Sandra:
Ich will Dich auch nicht verlieren. Du bist das Wichtigste für mich in meinem Leben.
Ich liebe Dich auch über alles.
Donnerstag, 1.Mai 2008 11:54Ich denke mir, dass es sicherlich ein Schock für die Eltern war, als sie das erfahren haben… einerseits die Bindung zum Sohn zu verlieren und dann noch an eine Transsexuelle (ohne gleich jemanden verurteilen zu wollen), die müssen das mal zuerst begreifen, bevor die wieder klar sehen…
Schlussendlich ist es aber die Entscheidung der Kinder (wenn diese volljährig sind) aber viele Eltern sind halt so und das kann man Ihnen nicht mal übel nehmen.. Ich wüsste auch nicht, wie ich reagiert hätte, wenn mich mein “Spross” mit sowas konfrontiert hätte..
Wird sich sicher wieder einrenken… kommt Zeit kommt Rat heisst es doch so schön
Euch beiden wünsche ich alles Gute und toi toi toi wird schon schiefgehen
Donnerstag, 1.Mai 2008 13:12ich hoffe schon, das deine Eltern auch die Kommentare lesen, wenn sie schon den Blog lesen.
Na, und wenn nicht. Was solls.
Ich finde, die Pflege der Grossmutter ist irgendwie nur vorgeschoben. Es wäre doch durchaus möglich, jemanden zu finden, der drei Tage auf sie aufpasst. Ansonsten sehe ich noch einen Punkt mehr bestätigt, warum Deutschland in meinen Augen ein Entwicklungsland ist.
Ich meine damit, es muss doch in einem Reichen Land möglich sein, auch Hilfe vom Staat zu bekommen. (war also nicht nur Krittik an deinen Eltern, sondern insbesondere am Entwicklungsland Deutschland)
Im übrigen kann ich dir hier und jetzt versprechen, das, wenn du dich an die Grundsätze des nichtschlagens hälst, und nicht meine Wohnung abfackelst oder meine Eltern umbringst (also alles wohl eher Absurd klare Gründe) werde ich dich niemals verlassen.
Liebe dich nämlich. Und ich heirate nicht, um gleich wieder zu scheiden. Erst, wenn ich tot bin, werd ich nicht mehr für dich da sein. Kein Tag früher.
Donnerstag, 1.Mai 2008 17:45Ja, schade. Eigentlich sollte man ja denken, dass du C. heiratest und nicht seine Eltern. Im Endeffekt müsst ihr zwei miteinander klar kommen, das ist das wichtigste.
Aber wie heißt es so schön… nur weil wir miteinander verwandt sind, müssen wir uns noch lange nicht mögen.
Vielleicht kriegen die zwei sich ja doch noch ein und kommen zu eurer Trauung.
Freitag, 2.Mai 2008 00:54Wie bereits erwähnt ist es durchaus möglich, dass sich die Eltern Deines Mannes noch eines Besseren besinnen und doch noch kommen… Hoffen wir das Beste… und think positive… dann klappt das schon…
Freitag, 2.Mai 2008 09:30wir werden sehn. Wäre echt schön, und würde mich wirklich freuen.
Freitag, 2.Mai 2008 09:34Erstmal Hallo an alle die diesen Kommentar lesen,
normalerweise bin ich kein Mensch, der sich auf diese Art und Weise kommuniziert, da ich denke ein persönliches Gespräch ersetzt viel und kann Missverständnissen vorbeugen, aber was ich hier lesen muß schreit förmlich nach Aufklärung. Muß mich vielleicht vorab vorstellen, Ich heiße Stefan und bin der Halbbruder von C . Dies vielleicht einfach vorab zum Verständnis meiner Aussagen .
Ich finde es einfach unglaublich , unverschämt und bodenlos frech, was Du , S., hier ins Netz stellst. Man kann über alles und jeden seine Meinung haben, aber jemanden, den man 2 oder 3 mal gesehen hat so zu beleidigen und zu Unrecht zu beschuldigen, ist wohl eine Unverschämtheit. Und wenn dies in Deinen Augen keine Beleidigung ist, wenn man jemanden als schäbig, verachtenswert, Rabeneltern und als jemanden , der einen Finger im Arsch hat , bezeichnet, dann weiß ich als arroganter Deutscher wirklich nicht was noch beleidigend sein soll. Und wenn man Deine Kommentare liest , dann steht ja wohl außer Frage wer hier nochmal über die Bücher muß. Ich muß den ganzen Leuten, die hier Kommentare geschrieben haben eines sagen – ihr kennt ja leider nur diesen Artikel (der ach so armen S.). Die Hintergründe sind Euch ja leider nicht bekannt und so wie S. diesen Artikel verfasst hat , hat sie auch keine Ahnung von dem Ganzen. Aber wie sollte sie auch, sie kennt meinen Bruder ja erst ein halbes Jahr und die anderen Umstände gar nicht . Und damit kommen wir schon zu dem nächsten Grund, warum dieser Text absolut haltlos ist. C. und meine Eltern sind keine Rabeneltern im Gegenteil. Dies möchte ich auch erläutern und nicht einfach nur populistisch in den Raum stellen, wie es ja hier auf dieser Seite gern und nur gemacht wird. Mein Vater hat mich nach der Trennung von meiner Mutter alleine groß gezogen und sich der Verantwortung bewußt gestellt, ohne sich einmal zu beschweren, Christophers Mutter und somit (eigentlich) „nur“ meine Stiefmutter hat mich mit großgezogen und behandelt wie ein eigenes Kind. Natürlich gab es Meinungsverschiedenheiten und auch mal richtigen Zoff, aber auch wenn wir heute noch in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung sind, bin ich stolz auf meine Eltern. Sie waren immer da, wenn ich Hilfe gebraucht habe, auch wenn ich es selbst schuld war und auch wenn C. jetzt auf die Nase fällt, würden sie für ihn da sein. Meine Eltern und ich kennen C., die ganze Situation und sein Verhalten also schon seit 30 Jahren und ich wage zu behaupten, daß er ohne meine Eltern gar nicht lebensfähig die letzten Jahre gewesen wäre. Er hat 30 ja ihr hört richtig 30 Jahre zu Hause gelebt ( ist das auch so normal für einen selbstständigen und ach so entscheidungsfreudigen Mann?), mußte sich um nichts Gedanken machen. Morgens Frühstück, abends Essen, Brote gemacht, Wäsche gewaschen und keinen oder wenig Finger gerührt, um überhaupt mal zu helfen oder wenigsten mal Danke zu sagen. Wenn er , wie er in seinem Kommentar schreibt so bevorurteilt wurde, warum ist er dann nicht einfach irgendwann ausgezogen und hat sich auf seine ach so eigenständigen Beine gestellt. Die letzten Jahre wurde er auch noch ärztlich betreut und wer hat ihn 1,5 Jahre zu den ganzen Sitzungen gefahren….na ratet mal…mein Vater. Wer hat ihm seinen Job gerettet, als er einfach nichts mehr gearbeitet hat und sogar schon die Kündigung hatte…Richtig …mein Vater. Wer hat ihm alles vom Hals gehalten, damit er machen konnte, was er wollte….meine Eltern. Sogar als meine Großeltern pflegebedürftig geworden sind und sie eigentlich das Zimmer meines Bruders benötigt hätten, sind sie ihm zuliebe über 2 Jahre alle 3 Wochen 400km gefahren, damit er zu Hause bleiben und leben kann. Und das sind Rabeneltern??? Ihr habt mit Sicherheit schon gemerkt, daß ich sehr aufgebracht über dieses ganze Thema bin. Denn dann kommt jemand daher, der keinen Einblick in diese ganze Situation hat und meint meine Eltern so beleidigen zu können . Das lasse ich so nicht zu, denn es ist einfach nicht wahr.
Daß die Eltern und auch ich nicht zur standesamtlichen Hochzeit kamen, fandest Du S. sehr enttäuschend ? Schön, dann weißt Du ja hoffentlich wie sich meine Eltern gefühlt haben, daß sie aus einem Brief (auf Geschäftspapier – wie lächerlich) eine Woche vorher und ohne, daß man mal darüber gesprochen hat zu erfahren, daß ihr Sohn heiratet. Wie schreibst Du so schön : es ist ja ihr Sohn und nicht ein Fremder. Richtig und genau deshalb gebietet es in meinen Augen der Anstand (den Du ja hier anzweifelst), daß ich mich mit meinen Eltern einfach mal hinsetze und darüber rede. Desweiteren war der Termin sehr unglücklich gewählt. Zum Einen war gerade erst der Großvater verstorben, meine Großmutter sehr pflegebedürftig und konnte weder alleine gelassen werden, noch mitgenommen werden. Um einen Pflegeplatz so kurzfristig zu bekommen war es ebenfalls zu spät. Und daß Du einen nahen Verwandten von irgendjemanden betreuen lassen willst, zeigt doch Deinen wahren Charakter. Fragt sich wer hier mehr Rabe in seinen Genen hat .
Und noch etwas zu den Planungen: Natürlich und da hast Du wenigstens einmal in Deinem Artikel Recht. Man kann auch nach langer Zeit heiraten und sich trennen. und man nach kurzer Zeit heiraten und zusammenbleiben. Gar kein Thema, aber wenn es Euch beiden so wichtig gewesen wäre, daß von C. Verwandtschaft jemand dabei sein kann oder soll, dann hättet ihr ja auch einen der beiden Termine hier in Deutschland machen können, so als Kompromiss. Aber Fehlanzeige. Alles Hals über Kopf und nicht mal an Andere gedacht. OK Ihr wolltet es so , aber Dein Schrei nach Toleranz sei doch auch mal umgekehrt erlaubt. Es kann doch jeder seine Meinung über Dich, diese Hochzeit und alles im Leben haben. Dafür brauche ich jemanden, der vielleicht anders denkt als Du nicht gleich mit solch einer Fäkaliensprache zu beleidigen und in irgendeine Schublade zu stecken. Und selbst wenn ihr alles in Deiner Heimat veranstalten wolltet, ist es ja Eure Entscheidung, aber vielleicht hättet Ihr die Planung auch mal im Sinne der Verwandten von C. treffen können. Daß Ihr nicht gerade einen Katzensprung entfernt wohnt ist ja wohl selbst Euch klar. Und daß es Leute gibt, die arbeiten gehen müssen auch. Warum wurde dann die standesamtliche Hochzeit mitten in der Woche ( Dienstags – eine Woche vorher angekündigt) und die kirchliche Hochzeit (Sonntags ) veranstaltet. Ich vermute es zu wissen. Einfach wegen der Daten (08.04.08 und 06.07.08) – sind ja schöne Daten, aber total unüberlegt was die Hochzeitsgäste angeht. Fragt sich, was Euch dann wichtiger wahr : Ein schönes Datum zu haben oder die Möglichkeit zu schaffen, daß C. Eltern zu rHochzeit kommen können. Ist ja Eure Entscheidung, aber beschwert Euch doch nicht, wenn dann diejenigen, die mehrere Hundert Kilometer fahren müssen, dann nicht anreisen. Seid ihr doch selbst schuld dann (das ist meine Meinung – denn mir geht es so).
Zu der Begründung, daß es zu früh ist, habe ich glaube ich genügend gesagt, nur noch soviel. Eine grobe Anmassung (wie Du es schreibst) ist nicht das Verhalten und die Aussagen meiner Eltern, sondern Dein Artikel und Dein Verhalten und Deine Äußerungen (auch als Du hier zu Besuch warst).
Zu dem Thema Transe will und muß ich auch noch etwas sagen. Auch hierzu darf jeder seine Meinung haben und hat ja auch jeder seine eigene Meinung. Bei der Absage meiner Eltern ging es mit Sicherheit nicht um dieses Thema. Das es schockierend ist für die Familie, dies „zufällig“ aus dem Netz zu erfahren, denke ich ist mehr als normal und wenn dies in einem persönlichen Gespräch zwischen Mutter und Sohn so fällt, glaube ich braucht man sich darüber auch nicht öffentlich auszulassen. (Zeugt übrigens auch von hoher Intelligenz und Eigenständigkeit, wenn ich so etwas Wortwörtlich widergebe)
Daß meine Eltern aber gegen diese Sache sind oder es für zu früh empfinden liegt auch daran, daß Du ja nicht unbedingt ein Vorzeige-Mensch bist (egal ob als Mann, Frau oder sonst irgendetwas) , auf den man stolz sein möchte. Man liest einen Artikel über die Partnerin seines Sohnes und muß dort nicht nur lesen, daß es ein Transsexueller ist, sondern auch, daß er alle Menschen haßt, sich umbringen will, ständig mit irgendwelchen Leuten , Firmen und Wohnungsinhabern aneckt und soweiter und soweiter. Und dann sollen Eltern begeistert sein ? Also bei aller Liebe – ich kann jedes Elternteil verstehen, der dann nicht nur schockiert, sondern auch gegen eine frühe Heirat ist. Du sagst C. wär ein eigenständiger Mensch und hätte eigene Entscheidungen getroffen ? Er hat seinen Job gekündigt, er zieht in die Schweiz, Ihr heiratet (zweimal) in der Schweiz, er nimmt Deinen Namen an und bei jedem Gespräch heißt es : S. hat gesagt, S. hat gemeint… Deutliche Anzeichen von Eigenständigkeit.
Desweiteren hat er in einem Gespräch auch erwähnt, daß ihr so früh heiratet, um die
1.000 SFR zu bekommen, die es ja für Euch gibt, wenn ein Ausländer eingebürgert wird. Zeugt auch von einer Liebesheirat !!
Zu den Beleidigungen in diesem und dem letzten Teil Deines Schreibens möchte ich gar nicht erst eingehen, sonst werde ich wahrscheinlich ausfallend. Es geht hier nicht um Neigung, Abneigung oder sonst irgendetwas. Von mir aus kann sich jemand Flossen an die Füsse operieren lassen, das ist jedem sein Ding. Aber es muß mir genauso freigestellt sein, meine Meinung dazu zu haben. Ich werde im Juli nach diesen Äußerungen meinen Eltern gegenüber mit Sicherheit auch nicht dabei sein, was nichts, aber auch gar nichts mit dem Thema Transsexualität zu tun hat, sondern ganz allein auf der Person und dem Charakter von S. basiert.
Eine Entschuldigung zu erwarten wäre eher auf der Seite meiner Eltern, ganz zu schweigen von rd. 80 Mio Deutschen. Ich bin nur froh, daß nicht alle Schweizer so eine Einstellung und eine Art wie S. haben, sonst würde es wahrscheinlich nicht mehr lange friedlich zugehen.
In Deinem Kommentar C. hast Du wenigstens Ansatzweise ein paar Punkte richtig gestellt, wobei das für mich nicht reicht. Wenn meine Eltern von meiner Partnerin öffentlich so beleidigt worden wären, wäre für mich eine Entschuldigung unabdingbar, um überhaupt irgendwann nochmal (wenn gewollt) ein normales Miteinander zu ermöglichen. Und zu dem Thema eigene Entcheidungen, konservative Erziehung und Diskussionen muß ich Dir wie oben schon erwähnt sagen: Warum hast Du dann nicht mit 25 Deine Sachen gepackt und bist in eine eigene Wohnung gezogen ? Also entweder dummes Gespräch oder einfach jetzt um Dich zu rechtfertigen (was ich eher glaube – denn dann hättest Du ja die gleichen Diskussionen mit Deiner Frau wie Du angeblich zu Hause hattest ). Wenn es mir zu Hause nicht passt und ich will so eigenständig sein, dann baue ich mir ein eigenes Leben auf. Und wer Angst vor Diskussionen, Konsequenzen und Verantwortung hat, der ist in meinen Augen nicht besonders Eigenständig und Lebensfähig. Daß jeder seine Fehler hat und macht ist vollkommen klar. Es kommt aber auch drauf an, wie ich damit umgehe. Ich habe genügend kleine und große Fehler gemacht in meinem Leben und ich werde auch noch viele machen, denn das Leben besteht aus Fehlern. Aber man muß auch zu diesen Fehlern stehen. Du hast Dich nicht als erwachsener Mann gefühlt, der keine Ahnung vom Leben hat. Hast Du sie denn ? Wenn ja woher? Aus dem Fernsehen ? Hast Du schon einen Haushalt versorgt, Dein Leben selbst gestaltet ? Klar jetzt versuchst Du es , aber wie schon gesagt, wenn es Dich so gestört hat, hättest Du es früher ändern können und sollen. Du bist doch so von einer Abhängigkeit in die Andere. Was passiert denn, wenn Ihr Euch trennen solltet. Muß ja nicht sein, aber so verliebt wie Ihr waren schon andere. Kannst Du alleine auf den Beinen stehen, ohne S. ? Was machst Du denn dann in Deiner neuen Heimat? Wo arbeitest Du ? Reicht das was Du zur Zeit verdienst wenn Du alleine bist? Könntest Du Deinen Lebensunterhalt alleine bestreiten ? Das sind alles Fragen, die Du Dir stellen solltest. Ich habe es damals getan und habe fast alles im Leben so hinbekommen, daß ich nicht von irgendjemandem abhängig war oder bin. Ich bin Ich und auch Du solltest langsam mal erkennen, wer DU bist und das solltest Du für Dich tun und es nicht Deine Frau tun lassen.
Es gibt aber auch einfach Regeln in Leben, die ein miteinander erst möglich machen, und wenn es Leute gibt, die diese Regeln in Frage stellen und ausbrechen wollen und dies in Aktionismus und dummen Sprüchen tun (wie S.) , dann ist ein respektvoller Umgang sehr schwer möglich.
Ich hoffe, daß sowohl Euch, als auch denjenigen, die einen Kommentar abgegeben haben bewußt geworden ist, daß es hier nicht um ein Thema Transsexualität geht, sondern einfach um den Ton und den allgemeinen Umgang miteinander.
Ich hoffe auch, daß ich meinen Unmut relativ normal rübergebracht habe, denn wenn ich all das geschrieben hätte, was ich in meinen Gedanken gehabt habe, wäre dies alles nicht mehr als öffentliche Seite geeignet. Sorry für alle neutralen Leser, aber auch dies sind nur Umrisse der Situation und man könnte ein Buch schreiben.
Ich lasse meine Eltern nicht als Rabeneltern hinstellen und so beleidigen, von jemandem, der mit 16 zu Hause wegen seiner Neigungen rausgeflogen ist ( Zitat C.) und jetzt meint er oder sie könne andere diffamieren.(wie war das mit dem Stein oder der eigenen Tür)
Auch werde ich weitere Kommentare nicht schreiben, das ist mir einfach zu niveaulos über ein solches Medium persönliche Dinge auszudiskutieren. Das kann man privat oder per Mail besser.
Viel Glück auf Eurem weiteren Lebensweg.
Freitag, 2.Mai 2008 15:23Also, wie du siehst, lösch ich dein Kommentar nicht, da ich das Gefühl hab, das du das tust, was man von dir erwarten darf, und kann. Du verteidigst deine Eltern.
Dies finde ich nicht schlimm.
Ich habe jedoch das gefühl, das du nicht alles ordentlich gelesen hast.
Du sagst, deine Eltern sind keine Rabeneltern. Ich gebe dir recht. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie auch den Kirchlichen Trauungstermin nicht wahrgenommen haben, dachte ich das tatsächlich auch.
Ich gebe dir auch recht, was die Selbständigkeit von C angeht. Andererseits ist wohl eben vllt. auch zu sehr für ihn gesorgt worden. Selbständigkeit erreicht man nicht durch “Bevormundung” (Dieses Wort soll zum Ausdruck bringen, das man auch “Bevormundet” werden kann, ohne, das dies böse Absichten hat).
Drei Sachen möchte ich aber hier KLAR wiederlegen:
A) Heiraten wir NICHT wegen des Geldes. Der wahre Grund ist, das wir uns Lieben. Und, das C mir am 11.11 um 11 Uhr 11 einen Antrag gemacht hat, und wir schon DAMALS die Heiratsdaten festgelegt haben.
B) Ich habe C. mehrfach gebeten, die Termine seinen Eltern zu nennen, denn ich wusste, das ich die Einladungen wohl eher kurzfristig machen muss. Begründung: Es war nicht ganz einfach, alles zu Organisieren.
So weit ich weiss, warst du ja auch mal Verheiratet. (und nun wieder Geschieden?) Somit weisst du sicherlich nur all zu gut, was so ne Heirat an Arbeiten mitsich bringt.
C) Habe ich C gefragt, welchen Namen wir annehmen sollen, da ich keinen Alianznamen wollte (bsp. Meier-Müller; mit unseren Namen) Wir haben dies mehrfach durchgesprochen, und ich habe ihn mehrfach aufgefordert, sich zu wehren, wenn was nicht gut ist. Ich weiss, das er dahingehend nicht so sehr sich wehren kann, wie er das vlt können sollte.
D) Warum wohl konnte C seine Arbeit nicht mehr richtig machen? Weil sein Chef ein Deutscher Arrogannter Muttersohn ist, der seine Angestellten, wie die meisten Chefs in Deutschland, (so muss ich dies ja schon annehmen, wie sonst muss ich immer so viel Negatives über das in den Zeitungen lesen?) wie ein Stück dreck behandelt hat. Und zudem hat er gerad mal einen lächerlichen Lohn von nicht mal 5 Euro die Stunde bekommen, und dies als Lohnbuchhalter. Also sorry, aber das ist ja wohl unter allem Hund, und absolut Inaktzeptabel!
E) Ich gebe dir Recht, ich stosse den Menschen gerne vor den Kopf, weil ich das Gefühl habe, das die Menschen heut zu tage nicht mehr selbständig Denken. Ich sehe dies ja, gerade, wenn ich sehe, was auf der Welt so abgeht, da wird mir nur schlecht.
F) Mein Hass auf die Menschen kommt nicht von ungefähr. Es gibt nichts Egoistischers, Zerstörerisches, Eigennützigeres, Fauleres und Verfresseneres als den Menschen.
G) Es gab nie einen Selbstmordversuch. Hättest du dir die Mühe gemacht, den Beitrag richtig zu lesen, wüsstest du dies auch
F) Kommentieren auf diesem Blog 0,1% der Leser, wenn überhaupt. Und somit sind die Meinungen nur teilweise Repräsentativ.
G) Es geht beim Thema Transsexualität nicht um eine Meinung. Das will ich hier schon mal klarstellen.
So, nun geh ich noch auf einiges ein:
Gut, ich kenne die Oma von C nicht. Richtig. Ich sah dich, und die Eltern von C noch nicht sehr häufig. Aber, wenn du mein Urteil über sie als Annmassend empfindest, wärs nur gerecht, wenn du auch deinen Eltern Rügen würdest, immerhin urteilen sie genau so schnell! Das will ich hier mal angemerkt haben.
Das du nicht kommst, zeigt mir, das du kein Deut Respekt vor den Entscheidungen deiens Bruder hattest. Von wegen zu Kurzfristig! Das sind noch 3! Monate! Wann bitte soll man sowas deiner Meinung ankünden? 100000 Jahre im Vorraus oder was? Wo leben wir eigentlich?
Freitag, 2.Mai 2008 15:32Ich empfinde dich, und deine Eltern als absolut Arrogannt, und die Meinung der Deutschen wird durch euer Verhalten nur noch mehr untermauert.
Das ist diese typisch Deutsche Haltung.
Zum Thema wo und wann die Heirat ist:
Standesamt in der Schweiz arbeitet eh nur von Mo-Fr. Also, wäre wohl klar, das es ein Wochentag ist.
Aber ein Sonntag ist dir ja auch nicht gut genug. Denn immerhin ist der Kirchliche Trautermin ein Sonntag. Ich werd das gefühl nicht los, das man an allem und jedem rumnörgeln muss. Also hab ich nochmal recht, was die Deutschen angeht.
Immer nur rummjammern, rumzetern und rummeckern, und nie was gutes sehen wollen!
Der Trauort ist übrigens nach den DEUTSCHEN UND SCHWEIZERISCHEN TRADITIONEN (DIE du ja scheinbar in meinem Fall komplett ignorieren willst), da wo die EHEFRAU herstammt!
Und ich bringe im übrigen ca. 2/3 der Gäste! Also ich denke, es ist wohl klar, das es da stattfindet, was für DIE MEISTEN näher ist! Selbst wenn wirs in D. gemacht hätten, wärt ihr nicht gekommen. Ich sehe dies nur als vorgeschobenen Grund.
Der Tod eures Grossvaters in ehren. Aber hätte er wirklich gewollt, das wir wegen ihm den ganzen Salat verschieben? Ich weiss es nicht, aber wenn ich mein Grossvater ansehe, den ich sehr gern mag, und der auch schon 80 ist, der übrigens zu unserer Traaung auch mal eben 200 KM fuhr, dann glaub ich kaum.
Ich fands nicht gut, das C euch nicht schon länger vorher informiert hat, andererseits, ich glaube kaum, das die Meinung deswegen anders ausgefallen wäre.
Ich finde, euer Verhalten ist, grob gesagt, einfach VERLOGEN! Ihr wollt die selbstgerechten sein, das seid ihr aber in meinen Augen nicht.
Ihr seid, wie die anderen Deutschen, Verlogen, Arrogannt, und Misslaunisch!
Ich weiss nicht, ob sich dieses Bild von euch bei mir so schnell ändern lässt. Die Chance dazu hättet ihr, in dem ihr an der Kirchlichen Trauung kommt.
/ Auch wenn ein Teil nicht kommen würde, wegen der Pflege der Oma, das versteh ich schon! Aber gar nicht kommen, geht ja schon mal gar nicht!
Ich sags mal so: Wenn die ganzen Freunde von C aus Köln kommen, dann finde ich, das zeigt doch, wie toll seine Freunde, und wie schlecht seine Eltern sind, in meinen Augen.
Zum Schluss ein Zitat:
Der Wahre Charakter eines Menschen stellt sich immer dann dar, wenn eine Entscheidung getroffen wird, die ihm nicht behagt!
PS: Im übrigen glaube ich kaum, das irgend ein Gespräch momentan irgendwas bringt. Zumal DU UND deine Eltern die Telefonnummern und Anschriften von mir hättet, und somit auch die Möglichkeit hättet, euch zu melden. Aber eben.. immer nur dumm rummeckern, wa?
Freitag, 2.Mai 2008 19:26Ich finde es schade, dass nun auf dem coolen Paar, rumgehackt wird.. sorry, manchmal ist Sandra-Lia vielleicht einfach ein bisschen provokativ… aber das hat auch sie und Ihr Mann definitiv nicht verdient
oder?
Schliesslich muss jeder selber wissen, was für ihn gut ist… Auch wenn in der Familie, wenn man den Ausführungen des Bruders Glauben schenken kann, gehört es meines Erachtens dazu, dass man als Eltern (auch wenn es halt ein bisschen kurzfristig ist) zumindest an die zivile Trauung des eigenen Sohnes geht…—> wenn das meine Eltern bei mir machen würde, dann wären wir geschiedene Leute… und ich wäre mega enttäuscht…
zeugt von Anstand und Respekt… man muss ja nicht einen auf eitel Sonnenschein machen…
auch wenn halt die ganze Situation ein bisschen speziell ist, heisst das noch lange nicht, dass man deswegen nicht kommt… schliesslich heiratet man nicht alle Tage oder?
Vielleicht bringt ein klärendes Gespräch am runden Tisch was… und die Eltern überlegen es sich nochmals wer weiss.. Viel Erfolg und wie gesagt alles Glück der Erde
Freitag, 2.Mai 2008 19:35@ Stefan:
Zum eigentlichen Thema habe ich nach meinem Verständnis hier an dieser Stelle genug gesagt. Daher nur kurz einige Anmerkungen zu Deinem Text:
A) Es stimmt, dass ich zuhause nicht viel gemacht habe und es stimmt auch, dass ich mir ne eigene Wohnung hätte suchen können. Ich hatte dieses ein oder zweimal bei unseren Eltern angesprochen. Dabei kam mir Mama etwas entgegen und Papa hat immer wieder SEHR SEHR EINDRINGLICH gesagt, dass ich mir das bei meinem Gehalt ja gar nicht leisten könne. Dass es auch solche Möglichkeiten wie Wohngeld gibt, musste ich dann leider erst durch meinen Therapeuten erfahren, wo Du schon mal meine ärztliche Behandlung ansprichst. Und wie Du weisst, bin ich halt nicht der Typ, der sich in einer mündlichen Diskussion gut durchsetzen kann. Schriftlich gelingt mir schon einiges mehr, wie Du siehst.
B) Du verstehst leider genauso wenig wie unsere Eltern, was eine psychische Erkrankung und Depressionen so mit einem anstellen. Ich will das auch nicht erwarten, da ich bisher die Erfahrung gemacht habe, dass mich und meine Probleme nur diejenigen verstanden haben, die ähnliche Probleme hatten. Daher habe ich mich in der letzten Zeit auch gerne mit solchen Leuten und anderen Aussenseitern abgegeben, wie Dir unsere Eltern sicher auch bestätigen werden.
C) Es ist sehr schwierig, wenn man Probleme hat, die nur sehr wenige Personen verstehen und mit denen man darüber reden kann. Ich weiss, dass unsere Eltern mir helfen wollten. Aber sie konnten es nicht, da sie das eigentliche Problem nicht verstehen. Das gleiche Problem hätte ich gehabt, wenn ich Dich um Hilfe gebeten hätte.
D) Sandra hat mir nicht nur geholfen etwas selbständiger zu werden, nein, sie hilft mir auch damit, dass wir in verschiedener Hinsicht ähnliches Gedankengut haben, Gedankengut, dass ich mich gegenüber anderen Menschen nicht traue auszutauschen, da dieses sehr speziell ist. Ausserdem schenkt sie mir die Liebe ausserhalb meiner Familie (Eltern, Grosseltern und Bruder), die ich bisher in diesem Leben vermisst habe. Dieses Vermissen in diesen ganzen Jahren hat bei mir zu einer Art Resignation und einer etwas krassen Ansicht der Welt und der Menschheit geführt hat, die ähnliche Züge trägt, wie die von Sandra, nur dass ich diese im Gegensatz zu Sandra nie so äussern würde. Ich habe diese bisher nur in diversen Internet-Foren angeschnitten, bei denen mit Nicknames operiert wird, also meine Identität nicht bekannt war.
Ich hoffe, dass dies eventuell dazu beiträgt, dass Du meine Gefühlwelt etwas besser verstehst. Ich schicke Dir dies auch als E-Mail an Deine Arbeit, damit Du bei Gelegenheit antworten und mir eventuell Fragen stellen kannst, wenn Du willst.
Freitag, 2.Mai 2008 19:58Danke Olaf12 für deinen Beistand
Ich würd mir immernoch wünschen, sie wären dabei.
Freitag, 2.Mai 2008 21:24@Christopher
Chapeau, dass Du so offen über ein solches Thema sprichst, es gehört viel Mut dazu
Ich bin absolut Deiner Meinung, viele Leute verstehen es einfach nicht, wenn jemand psychische Probleme hat… oder sich einfach nach Liebe sehnt… traurig findei ich aber, dass sogar die eigene Familie (von der man eigentlich erwarten dürfte, dass die zu einem stehen oder nicht?) das nicht verstehen kann…
Desweitern finde ich es enttäuschend das man gleich als Irre® abgestempelt wird, nur weil man vielleicht mal eine Krise hat…
aber eben, heutzutage schaut eh nur jeder für sich… Leistung und nochmals Leistung zählt heut e und das bitteschön gratis und franko und dann wundert sich die Gesellschaft, wenn es Leute gibt, dann halt mal austicken …
Mein Vater pflegt immer zu sagen: “Nicht was gestern ist, ist entscheidend, sonder das Hier und jetzt… Gestern kann man eh nicht mehr ändern, höchstens aus den Fehlern lernen um es dann besser zu machen”
Kopf hoch
Mittwoch, 4.Juni 2008 14:37Hallo
ok, Sandra, ich kann dir echt nur einen einzigen tipp geben: MACH DIE AUGEN AUF
von dir lese ich nur immer: die anderen sind schuld, die haben zuerst, etc.
das ist kinderkram und sollte spätestens mit 15 vorbei sein! im übrigen kannst du nicht immer deine transsexualität als grund vorschieben! du bist kein einfacher mensch und mit deiner ungeduld und verlangen überall beliebt und geliebt zu werden, stösst du mehr menschen von dir als du gewinnst.
du solltest lernen geduld zu haben und menschen auf DICH zukommen zu lassen und nicht sie zu überfallen und später abzukanzeln.
du pauschalisierst alle deutsche, bist du nun besser als all die anderen, welche sagen eine transe ist irre? keinen deut.
und ich mag dich gerne erinnern, als du aus der schweiz weg gezogen bist nach berlin, hast du hier rumposaunt von wegen alle schweizer sind scheisse und intolerant und die deutschen seien so viel besser etc.
mit diesem denken wirst du nie und nimmer auf einen grünen zweig kommen.
ps: allah führt keine hassliste. du machst es dir durchwegs extrem einfach. solange DU DICH nicht gefunden hast, wirst du nie reif werden.
Mittwoch, 4.Juni 2008 14:53ofensichtlich, Merla, hast du weder alles gelesen, noch alles verstanden. Sonst wüsstest du, das nicht ich den ersten stein geworfen hat. Dennoch würde mich interessieren, woher du mich kennst.
Wie dem auch sei, ich hole nicht gerne Beiträge aus der Versenkung.
Zudem ist es mein Recht, meine Meinung über etwas zu ändern, und gerade was die Deutschen betrifft, habe ich dies getan, nach dem ich zwei Jahre in Berlin gelebt habe.
Was auch immer.. Offenkundig hast du keine Ahnung, wie das ist, wenn man ständig ausgegrenzt wird, und noch was: So lang man selbst nicht drin steckt, ist es Annmassend.
Egal, ich hab kein Bock, hier altes aufzurühren. Es ist zwar noch nicht so lang her. Aber immerhin nochmal für dich: ICH WARF NICHT DEN ERSTEN STEIN!