Der Umweltminister Gabriel, ein prima Artgenosse, hat ja nun die Partnerschaft für Knut übernommen und ihn zum Maskottchen der Artenschutzkonferenz 2008 in Bonn erkoren. „Ohne Eis kein Eisbär“ hatte Gabriel ausgerufen und Knut zum Symbol für den Schutz der Arktis erklärt. Und das ist nun wirklich den Bock zum Gärtner gemacht. Knut, ausgerechnet Knut. Seit Wochen werden wir alle bis zur Magersucht darüber aufgeklärt, wie viel CO2 wir verschleudern, wenn wir auch nur eine Banane importieren, welche Umweltbelastung es darstellt, wenn wir bayerischen Leberkäse auch in Berlin essen wollen und Krabben aus der Nordsee in München. Und was frisst Knut? Geflügelfleisch. Soll er, aber muss das extra aus Übersee eingeflogen werden, aus Kansas? Gibt es in Berlin keine einheimischen, umweltschonenden Hühner, der Zoo, soll man meinen, sitzt doch an der Quelle. Alle Menschen sind gleich, nur manche eben etwas gleicher, oder? Der Einwand, Knut sei genealogisch gesehen ja nicht wirklich ein Mensch, ist marginal, das wird schon.
Knuts und Gabriels Umweltsünden
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// Mrz 28th, 2007 // Archiv, Feedback&IMO
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