Kranke Welt: Mehr Vergewaltigungen - weniger Diebstähle
In der Schweiz sind im vergangenen Jahr 10,5 Prozent weniger Straftaten gemeldet worden als 2004. Die Zahl der Vergewaltigungen hat jedoch um 12,7 Prozent zugenommen.
Insgesamt gingen 303 270 Anzeigen ein. Damit erreichten die Straftaten wieder den selben Stand wie 1995.
Der Rückgang geht vor allem auf das Konto der Diebstähle, die den Löwenanteil der Kriminalstatistik ausmachen. Lässt man die Diebstähle inklusive der gestohlenen Fahrzeuge beiseite, nahmen die Delikte hingegen um 1,4 Prozent zu, wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Donnerstag mitteilte.
Neben den Diebstählen ohne Fahrzeuge mit rund 14 Prozent weniger Anzeigen gingen Raub (-11,5 %), Freiheitsberaubung und Entführung (- 8,1 %) und Tötungen (-4,2 Prozent) zurück. Darin sind neben den vollendeten auch die versuchten Delikte eingeschlossen, sofern sie angezeigt wurden.
Delikte häuslicher Gewalt nehmen zu
Seit April 2004 gelten einfache Körperverletzung, Tätlichkeiten, Drohung, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung im häuslichen oder familiären Bereich als Offizialdelikte. 2005 fand diese Tatkategorie erstmals für das ganze Jahr Eingang in die Statistik.
Dabei legten die Vergewaltigungen um 12,7 Prozent, Nötigungen um 5,3 und Drohungen um 2,5 Prozent zu. Ob die Zunahme auf die Neuerung zurückzuführen ist, lässt sich gemäss fedpol nicht eindeutig belegen.
Die Zahl minderjähriger Verdächtiger und ausländischer Staatsbürger in der Kriminalstatistik nahm erneut leicht ab.
Kaum Änderungen bei den Drogendelikten
Bei den illegalen Drogen blieben sich die Zahlen in etwa gleich. 2005 wurden 49 450 Verzeigungen gezählt, 2004 waren es 50 580; der Rückgang beträgt damit 2 Prozent.
Bezüglich der Substanzen wurde 2005 mit 283 Kilo weniger Kokain als im Vorjahr sicher gestellt. Dennoch blieben die Kokain-Fänge auf hohen Niveau stehen. An Ecstasy gingen der Polizei 200 000 Pillen ins Netz, die höchste Zahl seit 1975. Beim Hanf und seinen Derivaten ging die beschlagnahmte Menge leicht zurück. Die Zahl der Drogentoten stieg von 182 auf 211.
Statistik mit Mängeln
Die Kriminal- und Betäubungsmittelstatistik weist methodische Mängel auf. Sie können deswegen nach Angaben des fedpol höchstens als Indikatoren für mehrjährige Entwicklungen und als Basis für Trendaussagen dienen.
Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren beschloss Anfang 2006 mit den anderen Beteiligten, aufgrund eines Konzepts des Bundesamts für Statistik eine umfassende Revision einzuleiten. Die neue Statistik soll 2010 vorliegen. Bis dahin fasst das fedpol die Zahlen der städtischen und kantonalen Polizeikorps weiterhin zusammen.
Quelle: SDA/ATS









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Donnerstag, 29.Juni 2006 10:55Differenzieren bitte! (ich weiss, die Medien tun’s auch nicht immer). Eine Anzeige ist noch lange keine erwiesene Straftat.
Donnerstag, 29.Juni 2006 11:06du hast Recht. Ich hab mal wieder alles von der SDA übernommen lach
Naja, so weit ich weiss, gehts hier schon um erwiesene Straftaten, jedenfalls lese ich bei der SDA nichts anderes raus.. aber ja, ich werde mich bemühen, mehr zu differenzieren
Donnerstag, 29.Juni 2006 11:08Aja, also Blick zb. stellts auch als Erwiesene Taten dar.. gut, blick ist nun nicht die Quelle
http://www.blick.ch/news/schweiz/artikel39853
Der Tagi hat so wie ich, mehr oder weniger den Vordruck der SDA übernommen
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/640456.html
Donnerstag, 29.Juni 2006 12:32Was überhaupt sollen diese Agenturmeldungen in einem Blog???
Deswegen schaut niemand vorbei…
Donnerstag, 29.Juni 2006 15:57kann sein. naja, manchmal möchte ich zu einer kleinen Diskusion anregen, zudem sind es sachen, die ich selbst für wichtig halte