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Schweizerisch für Deutsche, Lektion 1


Ich habe an meinem Aufenthalt in Berlin gemerkt, das es tatsächlich viele Wörter aus dem Schweizerischen gibt, die wir automatisch ableiten, und in Deutschland brauchen, obwohl wir da so gar nicht verstanden werden. Weil ich nun weiss, das viele Deutsche nach der Schweiz fahren, will ich ihnen hier ein paar wichtige Begriffe übersetzen, und ein paar wichtige Sachen aufklähren, damit es zu weniger Missverständnisen kommt.. (Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten)

In der ersten Lektion nun, geht es mir darum, das “Schweizerdeutsch” aufzuzeigen. Also das, was ein Schweizer, eine Schweizerin mit einem Deutschen reden würde, wenn der Schweizer, die Schweizerin versucht, in die Hochsprache zu wechseln. Hier gehts noch nicht um die Dialektausdrücke. Die kommen bestimmt noch, und werden von Herrn Wiese ebenfalls sehr genau erläutert.

(Es ist nicht Alphabetisch geordnet, halt einfach so, wie es mir in den Sinn kommt, Liste nicht Abschliessend!)

Links: Schweizerdeutsch Rechts: Deutsch (Hochsprache)

Trottoir = Bürgersteig
Sack = Tüte, Beutel

Abfall = Müll
Natel = Mobiltelefon (um genau zu sein: Nationales Autotelefon, heute Swisscom-Mobile)
Kehren = Umdrehen
Stossen = Drücken
Finken = Hausschuhe
Grillieren = Grillen (Kochen auf offenem Feuer)
Bräteln = Grillen (siehe oben)
der Souverän = das Volk
traktandiert = TagesOrdnungsPunkt
Busse = Ordnungsstrafe bei einer Ordnungswiedrigkeit
Einvernahme = Verhör
Fürsprecher = Rechtsanwalt
Poulet = Hähnchen
zügeln = Verändern des Wohnortes
Führerausweis = Führerschein
die Nazi = Schweizerische Nationalmannschaft
Sackgeld = Taschengeld
Linie = Leitung (Telefonleitung zb)
Lenker = Autofahrer
Primarschule = Grundschule
Eine Stange = 0,2-0,3 dl Bier (meist Fassbier)
Reformierte = Protestanten
Puff = Unordnung (aber nicht nur!)
Umtriebe = Unnanehmlichkeit
passiert = geschehen (zb. es ist ein Unfall passiert)
passieren = Überschreiten/Durchschreiten (zb. passieren sie die Unterführung… bla bla..)
Adieu = Tschüss (ABER: sag niemals zu jemandem Tschüss, den du nicht schon lange kennst!)
nachäffen = Nachahmen

So, das war mal das erste.. Und falls du dich unbedingt als Deutscher outen willst, der meint, er will Schweizerisch nachmachen: Damit outest du dich:

Grüezi

So viel dazu

Hier sind schon 6 Kommentare zu “Schweizerisch für Deutsche, Lektion 1”

  1. Jens-Rainer WieseGravatar


    Freitag, 31.März 2006 10:35
    1

    Heu und Stroh miteinander,
    ich darf als ungenierter Deutscher dezent darauf hinweisen, dass zu jedem dieser Wörter ein Artikel auf der http://www.blogwiese.ch zu finden ist. Einfach die Suchfunktion oben rechts bemühen, dann werdet ihr schnell fündig:
    Beispiel zu Kehren und Umdrehen
    http://www.blogwiese.ch/archives/3
    zu Finken
    http://www.blogwiese.ch/archives/5
    etc etc.

    Gruss, Jens

  2. SandraGravatar


    Freitag, 31.März 2006 10:50
    2

    danke für den Hinweis

    hab ja schon ein Link zu dir gesetz Schau mal:

    Zitat:
    die Schweizerin versucht, in die Hochsprache zu wechseln. Hier gehts noch nicht um die Dialektausdrücke. Die kommen bestimmt noch, und werden von Herrn Wiese ebenfalls sehr genau erläutert.

    (und da bei Herrn Wiese ist sogar ein Link drauf )

  3. amade.chGravatar


    Freitag, 31.März 2006 15:37
    3

    ähm, im grossen und ganzen hast Du recht. aber nazi mit z? es wird zwar so ausgesprochen, geschrieben wird unsere nationalmanschaft aber immer mit t. ;-)

    in diesem sinne: hopp schwiiz!

  4. SandraGravatar


    Freitag, 31.März 2006 22:11
    4

    hm, ehm, ja.. kann sein.. lach

  5. englGravatar


    Samstag, 1.April 2006 15:02
    5

    Salü! ;-)

  6. SandraGravatar


    Samstag, 1.April 2006 15:07
    6

    Hallo Salü is schon mehr Schweizerisch lach Aber.. hmm.. wenn wir schon so ne Schweizerische Standartbegrüssung wollen: wäre dies zb. Grüessech (für den Kanton Bern zb). (und man mag es vermuten: Sparen! Denn: das Wort heisst übersetzt: Grüsse sie)

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