Transsexuelle darf als Frau nicht in die Politik
Obwohl in ihrem Pass noch der Vorname Adrian steht, fühlt sich Sandra Infanger ganz als Frau: «Seit meiner Hormontherapie habe ich sogar echte Brüste.» Doch auf der Juso-Liste für die Solothurner Kantonsratswahlen darf sie nicht mit ihrem Frauennamen kandidieren.«Weil Infanger als Mann im Stimmregister eingetragen ist, mussten wir eine Verfügung erlassen», erklärt Manfred Kaufmann vom Oberamt Bucheggberg. Unter Tränen hat die 24-jährige Studentin und Hausfrau von diesem Entscheid erfahren; ausgerechnet an Heiligabend.
«Ich kann nicht als jemand kandidieren, der ich nicht bin», sagt Infanger, «die Behörden zwingen mich deshalb zu einem Outing.» Jetzt hat sie beim Verwaltungsgericht Beschwerde eingereicht. Falls nötig will sie bis über den Wahltermin hinaus vor Bundesgericht kämpfen. So oder so gilt Infanger bald offiziell als Frau: Im Sommer will sie sich einer Geschlechtsoperation unterziehen.








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