Nach dem enttäuschenden 0:3 zum Saisonstart gegen Wolfsburg ging auch Stale Solbakkens Trainer-Premiere bei einem Bundesliga-Auswärtsspiel gründlich in die Hose. Der 1. FC Köln unterlag beim FC Schalke 04 mit 5:1.
Dabei hatte eigentlich alles ganz gut angefangen. Trotz der Ausfälle von Innenverteidiger Youssef Mohamad und auch dessen Ersatz Kevin Pezzoni, die von Kevin McKenna vertreten wurden und dem Gelb-Rot gesperrten Milivoje Novakovic für den Slawomir Peszko in die Stammelf rückte, klappte Solbakkens neues System zunächst prima. Der FC hatte Schalkes Offensive im Griff und selbst konnte man gefährliche Angriffe fahren. Einen davon nutzte Lukas Podolski zur Führung.
Doch ein umstrittener Handelfmeter kurz vor der Pause brachte den FC völlig aus dem Konzept. Höger hatte McKenna mit einem Schuss am Arm getroffen, was der Schiedsrichter als Handspiel wertete. Den Elfmeter verwandelte Huntelaar zum 1:1-Ausgleich und auch zum Pausenstand.
Während Schalke dieses Ereignis nach der Pause beflügelte, brach der FC in der 2. Halbzeit in seine Einzelteile zusammen. Ohne grössere Mühe konnten die Schalker durch Huntelaar (2), Holtby und Raul insgesamt vier Treffer erzielen zum 5:1-Endstand.
Fazit: Wenn der neue norwegische Coach Stale Solbakken noch länger in Köln bleiben möchte, sollte er nun dafür sorgen, dass sein neues System schnellstens besser funktioniert. Denn bei dem unruhigen Umfeld und der bunten Presselandschaft in der Medienstadt Köln dürfte es bald schwierig werden mit solchen Ergebnissen im Rücken ruhig zu arbeiten.
