Archiv für Sound!

ten Club: ASP – der schwarze Schmetterling

{lang: 'de'}

Bei dem Kürzel ASP handelt es sich um eine Band aus Frankfurt am Main, die in ihrer Musik Elemente des Alternative Rock, der Neuen Deutschen Härte und Elektronik zu einem neuen einzigartigen Gothic-Sound vereinigt.

ASP wurde 1999 von Alexander Spreng (ASP), Matthias Amrê (Matze), Andreas Gross (Tossi) und Oliver Himmighoffen (Himmi) gegründet. Der Sänger und Frontmann Alexander Spreng wurde schon früh aufgrund seines Kürzels bei einer Schülerzeitung kurz ASP genannt. Da man einen kurzen einprägsamen Namen für die Band suchte, entschied man sich einfach die ganze Band ASP zu nennen.

Alle bisher erschienen ASP-Alben zählen zum Zyklus des schwarzen Schmetterlings. In der Geschichte, die hier erzählt wird, geht es hauptsächlich um einen Protagonisten (ASP), der eine gespaltene Persönlichkeit ist, nämlich eine helle Seite (ASP selbst) und eine dunkle Seite verkörpert durch den schwarzen Schmetterling. Der schwarze Schmetterling ist eine Art Vampir, der sich jedoch nicht von Blut, sondern von der Seele seines Wirts ernährt. Beide sind im ständigen Kampf um die Oberhand, wobei der Schwarze Schmetterling sowohl mit Aggressivität als auch mit subtiler Verführung arbeitet.

Ende des Jahres 1999 wurde die erste Promo-Single mit den Titeln “Schwarzer Schmetterling”, “Sing Child” und “Teach me war” fertig gestellt. Im Jahr 2000 unterschrieb ASP einen Plattenvertrag bei Trisol Records und Ende des gleichen Jahres erschien das erste ASP-Album “Hast Du mich vermisst”. Bereits ein Jahr später erschien das zweite Album “Duett”. Im Dezember 2001 organisierten ASP das Festival “Die Zusammenkunft” bei dem unter anderem auch L’Ame Imortelle, Janus und Chamber auftraten. Im Juni 2002 erschien die “Zusammenkunft-EP”, bei der befreundete Künstler Remixe und Coverversionen des Duett-Albums anfertigten. Unter anderem enthielt die EP eine Coverversion des Songs “Schwarz” von Samsas Traum, bei deren Album Tineoidea im Folgejahr 2003 auch ASP eine Gesangsrolle übernahm.

Im Jahr 2003 veröffentlichten ASP zunächst die Single “Weltunter” gefolgt vom gleichnamigen dritten Album. Es folgten noch die Single-Auskopplungen “Stille der Nacht” und “Ich will brennen”. Der Song “Ich will brennen” bedeutete gleichzeitig den endgültigen Durchbruch für ASP in der Gothic-Szene. Dieser Song ist auch heute noch einer der meistgespielten Songs in Gothic-Discos.

Nach einigen Live-Touren mit verschiedenen anderen Bands der Szene wie zum Beispiel L’Ame Imortelle, Unheilig, Porn und Nuuk, veröffentlichten ASP im Jahr 2005 ihr viertes Album “Aus der Tiefe”, von dem es auch eine limitierte Version mit Bonus-CD gab. Die Bonus-CD enthielt zusätzliche Lieder sowie Remixe von u. a. Blutengel und Umbra et Imago. Ausserdem enthielt die limitierte Version noch ein durchnummeriertes und von ASP signiertes Echtheitszertifikat. Als Single wurde der Song “Werben” ausgekoppelt.  Die für eine Single sehr üppige Ausstattung sollte gemäss ASP eine Persiflage auf den herrschenden Werbe- und Verpackungskult darstellen.

Im April 2006 gingen ASP mit der Band Chamber auf die gemeinsame Acoustic-Tour “Once in a lifetime”, bei der beide Bands auf der Bühne standen und Songs von beiden Bands neu im Acoustic-Gewand interpretierten. Die Live-Aufnahmen dieser Tour erschienen im Mai 2007 in einer limitierten 4-CD-Box.

Bereits im März 2007 erschien das Doppel-Album “Requiembryo”, das den Abschluss des Zyklus um den Schwarzen Schmetterling darstellt. Bereits im Vorjahr war als Vor-Auskoppelung die Single “Ich bin ein wahrer Satan” erschienen, die es sogar auf Platz 29 der deutschen Verkaufscharts schaffte, was für eine Band aus der Gothic-Szene-Band schon sehr beachtlich ist.

Mit der Doppel-CD “Horror Vacui” erschien Anfang 2008 das offizielle Best-Of-Album der Band.

Abschliessend gilt es noch zu erwähnen, dass es sich bei ASP um eine ausgezeichnete Live-Band handelt, so dass sich ein Konzertbesuch bei ASP auf jeden Fall immer lohnt. Im Herbst diesen Jahres sind ASP wieder auf Acoustic-Tour und bieten ihren Fans in mehreren deutschen Städten die Möglichkeit ihre Songs in einem eher ungewohnten Acoustic-Gewand dargeboten zu bekommen.

Mehr Infos über ASP gibt es unter: www.thetalesofasp.com

ten Club: Roxy Saarbrücken – der kleine Konzertclub

{lang: 'de'}

Heute schreibe ich über die kleine Discothek Roxy in Saarbrücken, die auch teilweise als Konzert-Location dient.

Das Roxy befindet sich an der Brebacher Landstrasse, erreichbar vom Saarbrücker Hauptbahnhof mit der Saarbahn Richtung Brebach / Kleinblittersdorf / Saarguemines, Haltestelle “Römerkastell”.

Das Roxy existiert jetzt seit etwas mehr als 2 Jahren, aber diese Gemäuer haben schon eine frühere Disco-Geschichte hinter sich. In den 80ern befand sich an dieser Stelle ein kleiner Club, der sich “Heaven” nannte. Das “Heaven” war ebenso wie das Sound Saarland in Dillingen bekannt für eher ausgefallene Musik. So schwärmen vor allem die älteren Leute aus der “Gothic-Szene” noch heute vom alten Heaven in Saarbrücken. Als das Heaven geschlossen wurde, wurde es eine Zeit lang ruhig im Gemäuer. Doch schon bald sollte an gleicher Stelle  eine neue Disco eröffnen. Diese nannte sich nun “Stoneage”. Hier wurde hauptsächlich zu Rock, Hardrock, Crossover und Emo abgerockt. Doch auch die Gothic-Szene war wieder vertreten.

Nach der Schliessung des Stoneage wurde die Discothek von den Betreibern der erfolgreichen Discothek und Konzert-Location Garage in der Saarbrücker Bleichstrasse übernommen, die sich ebenfalls für die Konzerte im etwas grösseren E-Werk in Saarbrücken-Burbach verantwortlich zeigen. Diese benannten die Discothek in “Roxy” um und renovierten sie. Nun fand sowohl die Hardrock- und Emo-Szene, als auch die Gothic-Szene hier ein neues Zuhause, dass nun auch des öfteren als Konzert-Location benutzt wird.

Für alle Nachtschwärmer, die es mal nach Saarbrücken verschlägt, ist das Roxy immer eine gute Adresse. Mehr Infos zum Roxy und zur Garage Saarbrücken gibt unter:

www.roxy.garage-sb.de  bzw. unter

www.garage-sb.de

Beim nächsten Mal berichte ich über den “Fürst der Finsternis” – er nennt sich ASP.

ten Club: Samsas Traum – eine Band wie keine andere

{lang: 'de'}

Das Projekt Samsas Traum ist keine Band wie jede andere. Denn im Gegensatz zu anderen Band lässt sie sich nicht in ein bestimmtes Genre einordnen, da sie ihren Stil ständig verändert. Trotzdem ist die Band mit jedem Album unverwechselbar. Desweiteren schafft es die Band immer wieder zu polarisieren. Samsas-Traum-Mastermind Alexander Kaschte sagte einmal, man könne die Band nur lieben oder hassen, etwas dazwischen ginge nicht. Ich möchte hier einen kleinen überblick über das Schaffen dieser Band bieten.

1996 – 1999 Die Gründung

Samsas Traum wurde 1996 von Alexander Kaschte gegründet. Der Bandname geht auf die fiktive Figur Gregor Samsa aus Franz Kafkas Roman “Die Verwandlung” zurück. Bereits im selben Jahr produzierte Kaschte in Eigenregie das Demo “Nostalgische Atavismen”, dass sich immerhin schon 500 Mal verkaufte. Es sollte jedoch noch bis zum 01.03.1999 dauern, bis Kaschte einen Plattenvertrag mit Trisol Records unterschreibt. Kaschte, der damals frischgebackener Student der Musikwissenschaften war, lebte damals in Marburg in einer WG. Nun folgte die Produktion des ersten Samsas-Traum-Albums “Die Liebe Gottes”, bei dem noch Kaschtes damalige Lebensgefährtin Simone Stahl und Johannes Welsch mitwirkten. Kaschte und seine Mitstreiter hatten jedoch weder Zeit, um sich auf die Aufnahmen vorzubereiten, noch das Budget, um sich ein professionelles Studio leisten zu können. So entstand “Die Liebe Gottes” im SFX Studio, dass gemäss Kaschte, eher der Homerecording-Bereich des in die Selbständigkeit gestarteten E-Bass-Lehrers Sebastian Franke, als ein Studio war. Nachdem Kaschte aufgrund der seiner Meinung nach grausamen Gesangsleistung alle Tracks mit Echo- und Hall-Effekten übertünchen liess, entstand ein Album mit einer laut Kaschte “absurden” Tonqualität. Trotzdem bemerkte man schon bei diesem Album, dass den Zusatz “Eine märchenhafte Black-Metal-Operette” bekam, wie viel Potential in dieser Band steckte. Die Musikzeitschrift Orkus kürte “Die Liebe Gottes” zum besten Output des Monats.

2000 – 2001 Erste Erfolge

Nach “Die Liebe Gottes” stieg Simone Stahl, die sich sowieso nicht sonderlich mit Kaschtes Musik identifizieren konnte, aus. Stattdessen entstand unter der gesanglichen Mithilfe von Lydia Budnick, die übrigens auf dem Cover von “Die Liebe Gottes” zu sehen ist, Lena Graulich und abermals Johannes Welsch, das Album “Oh Luna mein”. Desweiteren wurde Kaschte hier erstmals vom Saxophonisten und Klarinettisten Daniel Schröder unterstützt, den er beim Studium kennen gelernt hatte und der ab jetzt bei jedem Samsas-Traum-Album mitwirken sollte und durch seine Soli zu den Stücken von Samsas Traum etwas weiteres Unverwechselbares beisteuerte. Bei diesem Album merkte man schon eine Weiterentwicklung, da dieses Album bereits eingängigere Stücke wie zum Beispiel “Für immer” enthielt, das auch prompt ein erster Szene-Hit wurde. Nach diesem Album stiegen auch Lena Graulich und Johannes Welsch aus, sodass Kaschte ein Jahr später mit der Unterstützung von Lydia Budnick und Daniel Schröder das Album “Utopia” produzierte. Durch die nun eher vorherrschenden Syntheziser-Klänge, entfernte sich Kaschte immer mehr vom Black Metal und ging mehr in die Richtung Gothic. Das wohl bekannteste Stück dieses Albums war “Stromausfall im Herzspital”. Dieses Album brachte der Band eine Tour mit “Pain” und “Atrocity” ein. Nach diesem Album stieg auch Lydia Budnick aus der Band aus.

2002 – 2003 Schaffenspause und erster Höhepunkt

Nun legte Kaschte eine einjährige Schaffenspause ein, da er von schweren persönlichen Problemen geplagt wurde. In dieser Zeit entstand das Album “Kadaverkomplex” unter dem Namen “Weena Morloch”, ein Neben-Projekt Kaschtes, von dem es mit “Kunst – X = ?” bereits ein Album gab. “Kadaverkomplex” enthielt unter anderem den Song “Kugel im Gesicht”, der heute auf keinem Samsas-Traum-Konzert fehlen darf. Ende 2002 gab es dann auch endlich Neues von Samsas Traum. Die EP “Ipssissima Verba” erschien. Diese sollte aber nur eine Vorankündigung des neuen Albums “Tineoidea oder Die Folgen einer Nacht” sein, in dem Kaschte seine persönlichen Probleme sowie das folgenreiche Scheitern einer Beziehung verarbeitete. Das Album wurde unter Mithilfe von vielen Gastmusikern aus der Gothic-Szene wie zum Beispiel Alexander Spreng (ASP), Chris Pohl und Constanze Rudert (Blutengel) oder Martin Schindler (Mantus), zu einer Geschichte verarbeitet. Dieses Album brachte Kaschte den Durchbruch in der Gothic-Szene. Songs wie “Ein Fötus wie Du” oder “Die Zärtlichkeit der Verdammten” wurden zu Szene-Hits. Das Album brachte der Band eine Tour mit L Ame Imortelle ein. Auf der limitierten Erstauflage befand sich ausserdem die Trauma 7-EP von Kaschtes Nebenprojekts “Weena Morloch”. Im gleichen Jahr erschien mit “Arachnoidea” ein Remix-Album zu Tineoidea, das auf der Bonus-CD noch weiteres Material von “Weena Morloch” sowie von Kaschtes englischsprachigem Projekt “Miime” enthielt.

2004 – 2005 Explosion der Verkaufszahlen und erste eigene Tour

Im Jahr 2004 veröffentlichte Samsas Traum die Compilation “Endstation Eden” auf der neben dem Titelsong, der aus dem folgenden Album “a.Ura und das Schneckenhaus” entnommen war, eine Auswahl der besten bisher erschienen Samsas-Traum-Titel. Ende 2004 erschien das Album “a.Ura und das Schneckenhaus”, das ungewöhnlich ruhige Töne anstimmte, ja sogar teils poppig wirkte. Mit Songs wie “K.haos-Prinz und Wind-Prinzessin”, “Sisyphos”, “Der Junge lebt im Brunnen”, “Dort oben sterben Tiere”, “Blut ist in der Waschmuschel” oder “Ich wünsch mir, dass das Zebra schweigt” konnte Kaschte erfolgreich ein neues grösstenteils sehr junges Publikum ansprechen. Mit diesem Album erreichte Kaschte nun eine Explosion der Verkaufszahlen und Samsas Traum ging erstmals auf eine eigene Headliner-Tour, von der das Konzert in Leipzig aufgezeichnet wurde und in eine Live-DVD verpackt wurde. Diese wurde Mitte 2005 in der Box “Einer gegen alle” veröffentlicht, in der ausser der bereits angesprochenen Live-DVD noch eine CD mit dem Titelsong sowie einige Remixe des a.Ura-Albums und neues Material von Weena Morloch. Seit der a.Ura-Tour gehörten nun neben Daniel Schröder auch Gitarrist Michael Puchala und Keyboarder Martin “Acid” Gutmann fest zur Band. Ende des Jahres veröffentlichte die Band ihre ersten vier Alben digital remasterd und inclusive Bonusmaterial erneut. Der Grund hierfür war, dass die ersten vier Samsas-Traum-Alben aufgrund einer Insolvenz der ehemaligen Vertriebsfirma nicht mehr erhältlich waren und so die neu hinzu gewonnenen Fans keine Möglichkeit hatten, die alten Samsas-Traum-Alben zu kaufen. Die Bonus-CDs der Neuauflagen enthielten sowohl Neu-Interpretationen, gänzlich neue Songs, Live-Mitschnitte, diverse Raritäten und ein vierteiliges Hörspiel. Hiermit waren Samsas Traum auf einem Höhepunkt angekommen.

2006 – 2008

Anfang 2006 steuerte Samsas Traum mit “Bis an das Ende der Zeit” einen Song zum Soundtrack des Films “Saw II” bei. Bei der Aufnahme zu diesem Song, arbeitete Kaschte erstmals im Studio mit einem menschlichen Schlagzeuger zusammen. In der Folgezeit folgten einige Festivalauftritte und eine kleine Tour im Herbst. Allerdings merkte Kaschte zu dieser Zeit immer mehr, dass er sich mit den seit a.Ura neu hinzugewonnen meist jugendlichen Gothic-Fans nicht so recht identifizieren konnte. Daher kündigte er schon bald einen erneuten Stilwechsel als auch erneute Umbesetzungen in seiner Band an. Nachdem Samsas Traum mit “Anti” einen weiteren Song zum Soundtrack “Saw III” beisteuerten, wurde bekannt, dass Samsas Traum an gleich zwei neuen Alben arbeitete. Einem ziemlich harten Black-Metal-Album und einem sehr ruhigen Acoustic-Album. Für das Black-Metal-Album “Heiliges Herz” konnte unter anderem Adrian Erlandsson (Ex-Cradle of Filth) als Schlagzeuger gewonnen werden. Bei ihren Festivalauftritten im Sommer spielten sie letztmalig in ihrer alten Besetzung und nach dem Auftritt beim Zwischenwelten-Festival in Koblenz Anfang September verabschiedeten sich die langjährigen Mitstreiter Michael Puchala und Martin “Acid” Gutmann von Samsas Traum. Schon im selben Monat ging Samsas Traum in neuer Besetzung auf Tour. Zu Samsas Traum stiessen neben Adrian Erlandsson noch die Gitarristen Andrew Ongley und Steven Lee, der Bassist Tilmann Wolf-Moore und der Keyboarder Ben Paboeuf. Bei der Tour wurden hauptsächlich alte Songs gespielt, jedoch wurden auch bereits vier Stücke des neuen Albums “Heiliges Herz” gespielt. Im November war es dann endlich soweit. Die beiden neuen Alben “Heiliges Herz” und “Wenn schwarzer Regen” standen in den Läden. Und Kaschte hatte nicht zu viel versprochen. “Heiliges Herz” wurde wirklich zu einem sehr guten Black-Metal-Album geworden. Trotz des Stilwechsel erkennt man aber dennoch unverwechselbar Samsas Traum wieder. “Wenn schwarzer Regen” ist dagegen ein Acoustic-Album geworden, das schon fast an Liedermacherei erinnert.

Anfang 2008 stieg Schlagzeuger Adrian Erlandsson bereits wieder aus und wurde durch Micheal “Caine” Beck ersetzt, der auch in der folgenden “Heiliges Herz”-Tour am Schlagzeug sass. Bei der Tour wurde das komplette “Heiliges-Herz”-Album und einige Hits aus der Samsas-Traum-Geschichte gespielt.

Wie es nun mit Samsas Traum weitergeht? Nunja, Herr Kaschte wird wohl weiterhin die öffentlichkeit sowie auch seine eigenen Fans polarisieren und seine Stile munter wechseln und uns immer wieder aufs Neue überraschen. Mal sehen, was uns in Zukunft noch von dieser einzigartigen Band erwartet.

Weitere Infos gibt es unter:

www.samsas-traum.info

ten Club: Krypta Bar Basel – ein Erlebnis

{lang: 'de'}

Aufgrund des Tages des Realen Lebens schon heute!

Heute möchte ich Euch eine ziemlich neue Musik-Bar in Basel vorstellen.

Die Krypta-Bar in Basel öffnete ihre Pforten im Februar 2008. Sie befindet sich in der Nähe der Strassenbahn-Haltestation Dreispitz und ist somit mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Bahnhof SBB aus problemlos zu erreichen. Es handelt sich hierbei um eine Mischung aus Musik-Bar, Speiselokal und Discothek. In Sachen Musik hat sich die Krypta-Bar hauptsächlich auf die “schwarze Szene”, z. B. Gothic, Dark Wave, Electro usw. spezialisiert, jedoch finden auch Rock und Hardrock-Fans und Fans der Musik der 80er Veranstaltungen für ihren Geschmack.

Die Krypta-Bar hat täglich ab 11 Uhr geöffnet. Bei guter Musikuntermalung kann hier gegessen und getrunken werden. Am Wochenende (Freitag und Samstag) legt dann ab 21:00 Uhr ein DJ auf und die Musik-Bar verwandelt sich in eine kleine Disco. Jeden Donnerstag gibt es was für die Freunde der Musik der 80er – die 80er Afterwork Party. Diese beginnt um 19:00 Uhr.

Somit ist die Krypta-Bar für jeden ein Erlebnis, egal, ob man nun gemütlich was essen will, ob man den Arbeitstag mit nem kühlen Bierchen und bei guter Musik ausklingen lassen will, oder ob man zu später Stunde abfeiern will. Die Krypta-Bar ist aber vor allem auch wegen der schönen Einrichtung auf jeden Fall immer einen Besuch wert, insbesondere für die Freunde der “schwarzen Szene”.

Also bei einem Besuch in Basel, unbedingt mal in der Krypta-Bar vorbeischauen. Es lohnt sich in jedem Fall.

Weitere Infos findet man unter:

www.krypta-basel.ch

ten Club: Die Böhsen Onkelz – Die wohl umstrittenste Band Deutschlands

{lang: 'de'}

Diesen Bandnamen kennt in Deutschland wohl jeder: die Böhsen Onkelz. Und auch wenn viele wohl nicht mal einen Song der Onkelz gehört haben, glauben sie zu wissen, dass diese Band rechtsradikal ist. Auch unter denjenigen, die die Songs der Onkelz kennen, ist die Band umstritten. Letztendlich weiss wohl nur die Band selbst, ob sie nun rechter Gesinnung ist oder war oder nicht. Im Folgenden versuche ich in einem kleinen Werdegang der Band herauszustellen, wie diese Band zu ihrem zweifelhaften Ruf kam.

1980 – 1986

Die Band wurde im November 1980 durch den damals 17-Jährigen Stephan Weidner und die damals 16-Jährigen Kevin Russell und Peter “Pe” Schorowsky in Hösbach als Punkrockband gegründet. 1981 stiess noch der E-Gitarrist Matthias “Gonzo” Röhr dazu, der bereits in anderen Bands wie “Antikörper” und “Headliner” erste Erfahrungen gesammelt hatte. Die Band, die zunächst im Grossraum Frankfurt am Main aktiv war, spielte zunächst Punkrock und hatte eine erste Veröffentlichung auf dem Punk-Sampler “Soundtrack zum Untergang Vol. II”. Als die bisher eher unpolitische Punkszene immer mehr nach links rückte, stiegen die Onkelz aus und orientierten sich mehr an der Oi-Bewegung, in der es zunächst noch möglich war, rebellische, unangepasste Musik zu machen, ohne sich politisch in eine Richtung drängen zu lassen. Durch diese Szene, die der “Skinhead-Kultur” sehr nahe stand, geriet die Band erstmals in Kontakt mit Neonazismus und liess sich teils davon vereinnahmen. 1984 erschien beim rechtsgerichteten Label “Rock-O-Rama” das Album “Der nette Mann”. Dieses wurde 1986 aufgrund teils rechtsradikaler, teils gewaltverherrlichender Texte zunächst indiziert und später sogar komplett verboten. Bei Rock-O-Rama erschienen 1985 noch die Alben “Böse Menschen – Böse Lieder” und “Mexico”, ehe zumindest Weidner, Röhr und Schorowsky sich erstmals von der rechten Szene distanzierten und auch die Zusammenarbeit mit Rock-O-Rama eingestellt wurde. Weidner bezeichnet einige Songs dieser Zeit heute als “Dummheit”.

1986 – 1992 Erste Erfolge

1986 wurde es nach dem Ausstieg aus der Skinhead-Szene zunächst etwas ruhiger um die Onkelz. Erst 1987 veröffentlichten sie mit “Onkelz wie wir” ein weiteres Album, dem 1988 “Kneipenterroristen” folgen sollte. Die Texte handelte zwar immer noch von Alkohol und Gewalt, jedoch wurden sie textlich und musikalisch komplexer. So fand man erstmals Anerkennung in der Heavy-Metal-Szene. Jedoch hatte die Band mit Schicksalsschläge wie z. B. den Tod einiger enger Freunde und der Alkohol- und Heroinsüchtigkeit von Sänger Kevin Russell zu kämpfen.

Mit den Alben “Es ist soweit”, “Wir ham noch lange nicht genug” und “Heilige Lieder”, dass es ohne jegliches Marketing auf Platz 5 der deutschen Album-Charts schaffte, stiegen die Verkaufszahlen. Damit stieg allerdings auch das öffentliche Interesse vor allem an der rechten Vergangenheit der Onkelz. Nach einigen rechtsradikalen übergriffen in den frühen 90er-Jahren wurden immer öfter die Onkelz und ihre Musik damit in Verbindung gebracht. Daraufhin weigerten sich viele Radio- und Fernsehstationen die Onkelz zu spielen und die grossen Verkaufshäuser wie Media Markt und Saturn weigerten sich Onkelz-Platten zu verkaufen. Das Label “Metal Enterprises”, bei dem die Onkelz bis 1990 unter Vertrag waren, wollte hingegen gerade mit der rechten Vergangenheit der Band noch rechte “Fans” gewinnen, was die Band dazu veranlasste, den Vertrag zu lösen.

1992 – 1997 Weitere Erfolge und weitere Kritik

Der Erfolg hielt trotz oder auch gerade wegen der zweifelhaften Vergangenheit der Band weiterhin an. Es folgten die Alben “Schwarz” und “Weiss”. Das Album Weiss enthielt den Song “Deutschland im Herbst”, in dem sich Onkelz auch erstmals in ihren Texten deutlich von rechter Gewalt distanzierten. 1994 bekamen die Onkelz zum ersten Mal einen Plattenvertrag bei einem grösseren Label (Virgin Records). Es folgte das Album “Hier sind die Onkelz”. In dieser Zeit konnte Sänger Kevin Russell auch erfolgreich seine Alkohol- und Heroinabhängigkeit bekämpfen.

1996 folgte das Album “E.I.N.S.”, das es auf Platz 4 der deutschen Charts schaffte. Einige Kritiker sahen im Album-Titel die Abkürzung für “Eigentlich immer noch Skins”. Desweiteren wurde der erste Song der Albums aufgrund des Ansprechens einer Minderheitengruppe so ausgelegt, dass laut den Kritikern hier gezielt die rechte Szene angesprochen werden soll. Im Text heisst es “Mit dieser Band hast Du nicht viele Freunde, doch die die Du hast teilen Deine Träume, die die Du hast, teilen alles mit Dir.” In dem Song “Ihr sollt den Tag nicht vor dem Abend loben” reagierte die Band erstmals auf die lauter werdende Kritik anderer Künstler wie den “Toten Hosen” und den “ärzten”, die vor allem angesprochen waren. Doch die angesprochenen Bands blieben bei ihrer Meinung. Farin Urlaub, Sänger der ärzte, sagte, er könne weiterhin zu jedem Wort stehen, das er gesagt habe. Im Anti-Rechts-Song “Schrei nach Liebe” der ärzte heisst es “Zwischen Störkraft und den Onkelz steht ne Kuschelrock-LP”. Jedoch konnten die Onkelz in der Musik-Szene inzwischen auch Freunde gewinnen, wie z. B. Rapper Moses Pelham, die Techno-DJs Sven Väth und Mark Spoon, sowie Bap-Chef und Linksrocker Wolfgang Niedecken.

1997 – 2003 Höhepunkt – Platz 1 der Charts

Nachdem die Onkelz auf mehreren “Rock gegen Rechts” und “Rock gegen Gewalt” Festivals gespielt hatten, nahmen Media Markt und Saturn die Onkelz wieder ins Programm. 1998 erschien das Album “Viva los Tioz”, dass sich schliesslich auf Platz 1 der deutschen Charts wieder fand. Danach gründeten die Onkelz nach dem Auslaufen des Vertrags mit Virgin Records ihr eigenes Label “rule23″, das später in “Regel23″ umbenannt wurde. Virgin übernahm weiterhin den Vertrieb.

Am 8. Oktober 2003 standen die Onkelz ein weiteres Mal aufgrund ihrer Vergangenheit am Pranger. An diesem Tag spielten sie auf dem EXPO-Gelände in Hannover als Vorband der Rolling Stones. Eine amerikanische Zeitung titelte daraufhin: “Nazi-Punk-Band opens the Stones”.

2004 – 2005 Karriereende

Am 24. Mai 2004 kündigte die Band an, sich aus dem aktiven Musikgeschäft zurückziehen zu wollen. Es folgte das Album “Adios” und eine restlos ausverkaufte Tour 2004. Am 17. und 18. Juni 2005 fand ein Abschieds-Open-Air-Festival unter dem Titel “Vaya con Tioz” (übersetzt: Gehe mit den Onkelz) am EuroSpeedway Lausitz statt. Neben den Onkelz spielten zahlreiche andere Bands wie Motörhead, Machine Head, J.B.O., In Extremo, Psychopunch, Children of Bodom und Pro-Pain. Andere Bands wie Misfits und Turbonegro sagten aufgrund öffentlichen Drucks kurzfristig ab.

Die Band jedenfalls war in ihrer Schaffenszeit trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihres zweifelhaften Images sehr beliebt. Ob die Band oder besser gesagt deren Mitglieder nun wirklich rechtsradikal sind oder waren, lässt auch die Bandhistorie offen. Letztendlich muss sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden. Die Antwort weiss nur die Band selbst. Aber ob sie uns die Wahrheit sagen wird? Denn wie heisst es so schön im Song “Ich bin in Dir”: “Weisst Du wirklich wer ich bin, wie ich denke, wie ich fühle? Liebst Du mich, weil ich es bin, oder weil ich Dich belüge?” Vielleicht liegt die Antwort in diesen Zeilen.

ten Club: N8Schicht Bonn

{lang: 'de'}

Heute stelle ich Euch einen kleinen Club in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn vor. Die N8Schicht liegt in der Bormheimer Str. am Stadthaus und ist somit mit Stadtbahn und Bus gut erreichbar.

Bei der N8Schicht handelt es sich um einen kleinen Keller-Club, der im Jahr 2000 seine Pforten öffnete. Grundsätzlich bedient der Club mit seinem Programm alle Musikrichtungen, so dass im Programm der N8Schicht sicherlich für jeden etwas dabei sein dürfte. Die N8Schicht hat von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Meist gibt es ein buntes Programm aus Disco-, Pop-, und Rockmusik zu hören. Besonders bekannt jedoch ist der Club in der “schwarzen Szene” wegen seiner wöchentlich sonntags abgehaltenen Gothic-Abende genannt “Dark Sunday”. Dabei steht jeden 1. und 3. Sonntag im Monat die “Hymnen an die Nacht” auf dem Programm, bei der die Stile EBM, Industrial, Gothic und Neofolk im Vordergrund stehen. Jeden 2. und 4. Sonntag heisst es “Neonschwarz”. Hier gibt es Electro, Wave, Industrial, Gothic und EBM zu hören. Und jeden 5. Sonntag im Monat heisst es “Fright Night”. Hier stehen Darkguitar, EBM, Dark Wave und Synth Pop auf dem Programm.

Desweiteren gibt es an besonderen Tagen wie Weihnachten, Ostern, Karneval und ähnlichem Sonderprogramme über die man sich im Vorfeld auf der Homepage des Clubs informieren kann.

Die N8Schicht ist also für jeden Nacht-Schwärmer und Club-Liebhaber im Rheinland ein Erlebnis. Also wenn Ihr mal in Bonn oder Umgebung seid, dann schaut doch mal rein.

Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Homepage des Clubs unter

www.n8schicht.de

Nächste Woche erzähle ich Euch was über ganz “Böhse Onkelz”.