Für den FC Solothurn stand mit dem Auswärtsspiel beim SC Zofingen das dritte Spiel in 8 Tagen an. Das Ende einer harten, englischen Woche. Zofingen? – Da war doch was. Ja, richtig – der SC Zofingen hatte dem FC Solothurn in der letzten Saison mit 6:2 die wohl schlimmste Niederlage der letzten Jahre beigebracht. Die Wiedergutmachungs-Tour ist jedoch mit einem klaren 1:4 mehr als geglückt.
Ein besonderes Spiel war es wohl vor allem für die Spieler Marden Lopes und Pino Nocita. Während der jetzige FCS-Innenverteidiger Lopes beim erwähnten 6:2 noch für Zofingen spielte, wurde der jetzige SCZ-Spieler Nocita in diesem Spiel noch beim FC Solothurn eingewechselt.
Das Spiel begann ideal für den FC Solothurn. Nachdem Zofingen bereits früh verletzungsbedingt wechseln musste, konnte Pajtim Ismajli auf Corner die Unordnung in der Abwehr der Gastgeber zum 0:1 ausnutzen (6.). Die Verunsicherung in der Zofinger Abwehr blieb und der FCS konnte sich weitere Chancen heraus spielen. In der 13. Minute wurde eine scharfe Flanke von Ismajli nur knapp verpasst. In der 16. Minute wurde ein Schuss von Paulo Vogt noch von SCZ-Keeper Hirzel geklärt. Zwei Minuten später war es erneut der SCZ-Keeper, der die Gastgeber im Spiel hielt, als ein Pass von Vogt in Renato Steffen seinen Abnehmer fand. In der 31. Minute sorgte noch ein Kopfball von Ismajli nach Flanke von Dusan Ilic für Gefahr. Danach verflachte das Spiel immer mehr, da der FCS sich zurück zog und Zofingen mit dem Platz nichts anfangen konnte und sich keine gefährliche Szene erarbeiten konnte. Für die letzte gefährliche Situation in der 1. Halbzeit sorgte Vogt, der in der 42. Minute einen Freistoss an die Latte knallte.
Die 2. Halbzeit begann mit einer Kopfball-Chance für Vogt nach Flanke von Ilic (48.). Danach merkte man den Spielern des FCS immer mehr die müden Beine der vergangenen englischen Woche an. Zofingen spielte zwar nach vorne, waren jedoch wenig effektiv, sodass die FCS-Abwehr um Captain Luca Liloia meist keine Probleme hatte. Für das 0:2 sorgte dann in der 76. Minute ein Freistoss von Steffen, der den Ball von der rechten Seite ohne Berührung eines anderen Spielers ins linke obere Eck des Tores beförderte. Wenig später versuchte sich Zofingen nochmals mit dem Spiel nach vorne und Ilic wurde im Strafraum am Oberarm angeschossen. Der Schiedsrichter sah darin ein Handspiel und entschied auf Penalty für Zofingen, den der Ex-FCS-Spieler Nocita ohne Probleme verwandelte (83.). Doch in der 88. Minute fiel die endgültige Entscheidung zu Gunsten des FCS. Steffen setzte sich auf links durch und spielte den Ball zurück in die Mitte auf Patrick Hasler, der platziert in die linke untere Ecke traf. Den Schlusspunkt setzte ein weiterer Penalty, diesmal für den FCS, als Steffen von Jäckle im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Für Jäckle, der bereits vorher Gelb gesehen hatte, bedeutete dies Gelb-Rot und somit Platzverweis. Captain Liloia verwandelte zum 1:4-Endstand.
Fazit: Trotz müder Beine aufgrund der harten englischen Woche gelang ein letztlich nie wirklich gefährdeter Auswärtssieg gegen eine allerdings am heutigen Tage auch sehr schwache Zofinger Mannschaft.
