Eigentlich ist man beim 1. FC Köln nach dem souverän erreichten Klassenerhalt von einer eher ruhigen Sommerpause ausgegangen. Doch hier machte den Club-Verantwortlichen Trainer Christoph Daum einen Strich durch die Rechnung. Daum nutzte eine Ausstiegsklausel in seinem noch bis 2010 laufenden Vertrag und kündigte diesen am 31.05., um zu Fenerbahce Istanbul zu wechseln.
Laut Daum sei dies keine Entscheidung gegen den 1. FC Köln. Das Angebot, das er in der Türkei bekommen hatte, wäre sowohl finanziell als auch sportlich so lukrativ gewesen, dass er es einfach nicht hätte ablehnen können. Sicher hat Fenerbahce Istanbul finanziell bessere Voraussetzungen als der FC und spielt nächstes Jahr im internationalen Wettbewerb. Mit dem FC hätte Daum in der Bundesliga wohl höchstens um Platz 9 mitspielen können. Aber war das wirklich der wahre Grund? Zumal Daum doch immer betont hat, dass der FC eine Herzensangelegenheit für ihn wäre. Hat hier wirklich nur das Geld über das Herz gesiegt?
Spekulationen zufolge soll dies nicht der Fall sein. Es soll schon früher gekriselt haben in der Zweck-Gemeinschaft Daum-FC. Bereits im Vorfeld der Rückhol-Aktion von Lukas Podolski soll es zu Streitigkeiten gekommen sein. Daum betonte zwar, dass auch er für eine Rückkehr von Poldi ist, dass man aber auch aufs Finanzielle schauen müsste. Wenn nur das Geld für Podolski da wäre, sollte man sich auch überlegen, ob man nicht besser drei bis vier andere Top-Spieler verpflichtet, anstatt alles auf eine Karte zu setzen. Diesen Machtkampf soll Daum verloren haben.
Im März soll es dann den nächsten Zoff gegeben haben. Daum hatte eine neue Stelle des Jugend-Koordinators angeregt. Er hatte den aktuellen U-23-Coach Frank Schäfer für diese Position vorgeschlagen. Doch hier machte ihm der Aufsichtsrat einen Strich durch die Rechnung. Dieser setzte ohne Daum zu fragen Stephan Engels auf diese Position, den er lieber als Chef-Scout gesehen hätte.
Einen weiteren grossen Streit soll es kurz vor dem Ende der abgelaufenen Saison gegeben haben. Daum hatte eine Liste mit potentiellen neuen Spielern zusammen gestellt, die er bereits beobachtet hatte und mit denen er bereits erste positive Gespräche geführt hatte. Diese Liste übergab er Manager Michael Meier, der mit einem vorher vom Präsidium abgesegneten Budget versuchen sollte, diese Spieler zu verpflichten. Doch auch hier kam wieder der Aufsichtsrat in die Quere und legte gegen das Budget Veto ein, noch bevor Meier mit den Spielern verhandeln konnte. Dies soll zu einem Riesen-Krach geführt haben, bei dem sogar Manager Meier mit Rücktritt gedroht haben soll. Daum wird von einem Bekannten mit den Worten zitiert: “Die meisten Leute wissen gar nicht, was hier abgeht, wie schwer es mir hier gemacht wird.”.
Ob diese Story wirklich stimmt, können natürlich nur die beteiligten Personen selbst sagen. Dies werden sie allerdings vermutlich nie tun. Wie dem auch sei, der 1. FC Köln steht nun ohne Trainer da und muss einen Neuen suchen. Dies ist momentan nicht ganz einfach, da noch einige andere Clubs derzeit auf Trainersuche sind.
Einige Namen werden beim FC schon gehandelt. Michael Skibbe allerdings, der auch als heisser Kandidat galt, ist bereits vom Tisch. Er unterschrieb bei Eintracht Frankfurt. Weiter im Gespräch sind der dänische National-Coach Morten Olsen, der Ex-Trainer des FC Basel Christian Gross sowie der Ex-Schalker Mirko Slomka, der allerdings auch beim rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen hoch im Kurs stehen soll.
Ebenfalls möglich wäre auch eine interne Lösung. Der momentane Technik-Trainer und ehemaliges FC-Idol Thomas Hässler ist im Besitz einer Trainer-Lizenz, kennt die Mannschaft und könnte das Konzept von Daum weiter führen. Ausserdem hätte er wohl die Sympathien der Fans auf seiner Seite und wäre wohl die kostengünstigste Alternative.
Es darf also wohl in den kommenden Tagen weiter wild spekuliert werden. Man darf gespannt sein, für wen sich der 1. FC Köln am Ende entscheiden wird. Wichtig ist vor allem das auch die Personal-Planungen im Spieler-Kader weiter voran getrieben werden. Bisher stehen als Neuzugänge lediglich Lukas Podolski und Sebastian Freis (kommt vom Absteiger Karlsruher SC) fest. Aber immerhin konnte der auslaufende Vertrag von Marvin Matip um zwei Jahre verlängert werden. Des Weiteren gelang es, den Vertrag des in der vergangenen Saison sehr starken brasilianischen Innen-Verteidigers Pedro Geromel verzeitig bis 2014 zu verlängern. Vielleicht ein positives Zeichen in diesen wirren Tagen beim FC.
Eigentlich ist man beim 1. FC Köln nach dem souverän erreichten Klassenerhalt von einer eher ruhigen Sommerpause ausgegangen. Doch hier machte den Club-Verantwortlichen Trainer Christoph Daum einen Strich durch die Rechnung. Daum nutzte eine Ausstiegsklausel in seinem noch bis 2010 laufenden Vertrag und kündigte diesen am 31.05., um zu Fenerbahce Istanbul zu wechseln.
Laut Daum sei dies keine Entscheidung gegen den 1. FC Köln. Das Angebot, das er in der Türkei bekommen hatte, wäre sowohl finanziell als auch sportlich so lukrativ gewesen, dass er es einfach nicht hätte ablehnen können. Sicher hat Fenerbahce Istanbul finanziell bessere Voraussetzungen als der FC und spielt nächstes Jahr im internationalen Wettbewerb. Mit dem FC hätte Daum in der Bundesliga wohl höchstens um Platz 9 mitspielen können. Aber war das wirklich der wahre Grund? Zumal Daum doch immer betont hat, dass der FC eine Herzensangelegenheit für ihn wäre. Hat hier wirklich nur das Geld über das Herz gesiegt?
Spekulationen zufolge soll dies nicht der Fall sein. Es soll schon früher gekriselt haben in der Zweck-Gemeinschaft Daum-FC. Bereits im Vorfeld der Rückhol-Aktion von Lukas Podolski soll es zu Streitigkeiten gekommen sein. Daum betonte zwar, dass auch er für eine Rückkehr von Poldi ist, dass man aber auch aufs Finanzielle schauen müsste. Wenn nur das Geld für Podolski da wäre, sollte man sich auch überlegen, ob man nicht besser drei bis vier andere Top-Spieler verpflichtet, anstatt alles auf eine Karte zu setzen. Diesen Machtkampf soll Daum verloren haben.
Im März soll es dann den nächsten Zoff gegeben haben. Daum hatte eine neue Stelle des Jugend-Koordinators angeregt. Er hatte den aktuellen U-23-Coach Frank Schäfer für diese Position vorgeschlagen. Doch hier machte ihm der Aufsichtsrat einen Strich durch die Rechnung. Dieser setzte ohne Daum zu fragen Stephan Engels auf diese Position, den er lieber als Chef-Scout gesehen hätte.
Einen weiteren grossen Streit soll es kurz vor dem Ende der abgelaufenen Saison gegeben haben. Daum hatte eine Liste mit potentiellen neuen Spielern zusammen gestellt, die er bereits beobachtet hatte und mit denen er bereits erste positive Gespräche geführt hatte. Diese Liste übergab er Manager Michael Meier, der mit einem vorher vom Präsidium abgesegneten Budget versuchen sollte, diese Spieler zu verpflichten. Doch auch hier kam wieder der Aufsichtsrat in die Quere und legte gegen das Budget Veto ein, noch bevor Meier mit den Spielern verhandeln konnte. Dies soll zu einem Riesen-Krach geführt haben, bei dem sogar Manager Meier mit Rücktritt gedroht haben soll. Daum wird von einem Bekannten mit den Worten zitiert: “Die meisten Leute wissen gar nicht, was hier abgeht, wie schwer es mir hier gemacht wird.”.
Ob diese Story wirklich stimmt, können natürlich nur die beteiligten Personen selbst sagen. Dies werden sie allerdings vermutlich nie tun. Wie dem auch sei, der 1. FC Köln steht nun ohne Trainer da und muss einen Neuen suchen. Dies ist momentan nicht ganz einfach, da noch einige andere Clubs derzeit auf Trainersuche sind.
Einige Namen werden beim FC schon gehandelt. Michael Skibbe allerdings, der auch als heisser Kandidat galt, ist bereits vom Tisch. Er unterschrieb bei Eintracht Frankfurt. Weiter im Gespräch sind der dänische National-Coach Morten Olsen, der Ex-Trainer des FC Basel Christian Gross sowie der Ex-Schalker Mirko Slomka, der allerdings auch beim rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen hoch im Kurs stehen soll.
Ebenfalls möglich wäre auch eine interne Lösung. Der momentane Technik-Trainer und ehemaliges FC-Idol Thomas Hässler ist im Besitz einer Trainer-Lizenz, kennt die Mannschaft und könnte das Konzept von Daum weiter führen. Ausserdem hätte er wohl die Sympathien der Fans auf seiner Seite und wäre wohl die kostengünstigste Alternative.
Es darf also wohl in den kommenden Tagen weiter wild spekuliert werden. Man darf gespannt sein, für wen sich der 1. FC Köln am Ende entscheiden wird. Wichtig ist vor allem das auch die Personal-Planungen im Spieler-Kader weiter voran getrieben werden. Bisher stehen als Neuzugänge lediglich Lukas Podolski und Sebastian Freis (kommt vom Absteiger Karlsruher SC) fest. Aber immerhin konnte der auslaufende Vertrag von Marvin Matip um zwei Jahre verlängert werden. Des Weiteren gelang es, den Vertrag des in der vergangenen Saison sehr starken brasilianischen Innen-Verteidigers Pedro Geromel verzeitig bis 2014 zu verlängern. Vielleicht ein positives Zeichen in diesen wirren Tagen beim FC.















Hallo,
ich glaube, dass der Daum eine schwierige Zeit mit dem Fc hatte.
Aber ich verstehe auch die Entscheidung vom Daum bei so einem lukrativen Angebot so kurzfristig den Verein zu verlassen. Der Fc hat ihm aber auch die Austiegsklausel gegeben und jetzt müssen Sie sehen wie es weiter geht!
Mit Saldo als neuer Trainer, hat sich aber eine guter Trainer gefunden!
Ich freue mich auf die neue Saison – mit neuem Trainer!
Lg, Tim
Hallo Tim,
dass die Zeit beim FC für einen Erfolgstrainer wie Daum nicht einfach war, glaube ich gerne. Und da der FC ihm diese Ausstiegsklausel gewährt hat, muss sich der FC sicher auch an die eigene Nase fassen. Und dass ein solches Angebot sehr lukrativ ist, und man bei dieser Lage kaum “Nein” sagen kann, ist auch klar. Bedenklich finde ich nur, wenn er sich vorher hin stellt und den Verein als “Herzensangelegenheit” bezeichnet, sagt, dass er in jedem Falle bleibt und beim erst besten Angebot die sogenannte “Herzensangelegenheit” nicht mehr zählt. Versteh mich nicht falsch, ich kann seine Entscheidung schon nachvollziehen. Dann hätte er aber auch vorher in den Medien ehrlich sein können, und sagen können, dass es sein kann, dass er bei einem lukrativeren Angebot wechselt. Dann hätte niemand etwas sagen können. So hinterlässt das doch einen sehr faden Beigeschmack.
Was Soldo angeht, stimme ich Dir zu. Ich bin froh, dass der FC den Mut hatte, mal wieder einen jüngeren Trainer zu verpflichten. Ich hoffe nur, dass er auch die nötige Zeit und die nötige Rückendeckung vom Verein bekommt, wenn es mal nicht so laufen sollte.
Gruss
Christopher