Die Vielfalt im Schweizer Detailhandel nimmt weiter ab. Coop, die Nummer zwei hinter der Migros, übernimmt die Läden von Carrefour in der Schweiz. Die Gewerkschaften freuts.
Coop kauft vom Joint-Venture von Maus-Frères und Carrefour die zwölf grossflächigen Hyper-Verkaufsstellen sowie zwei Projekte in St. Gallen und Chur für 470 Millionen Franken. Der Kaufvertrag wurde am Montag unterschrieben, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Allerdings muss die Wettbewerbskommission (Weko) den Deal noch absegnen.
Carrefour begründete den Verkauf mit einer Neuausrichtung der Strategie. Die Gruppe zieht sich demnach aus jenen Ländern zurück, in denen der Markt ihrer Ansicht nach kein ausreichendes Wachstumspotenzial bietet.
Die Carrefour-Filialen in der Schweiz hatten im vergangenen Jahr einen Umsatz von einer Milliarde Franken erwirtschaftet, waren aber zu wenig rentabel, wie es in der Mitteilung heisst. Die Arbeitsplätze sollen auch nach der Coop-Übernahme erhalten bleiben.
Neue Manor-Warenhäuser
Auch nach dem Rückzug ihres Partners Carrefour vom Schweizer Markt wollen die Maus-Frères weiterhin aktiv im Schweizer Detailhandel tätig sein. So sollen bis November 2008 fünf weitere Manor-Warenhäuser eröffnet werden.
Trotz der Trennung von den Hypermärkten wollen Maus-Frères mit ihrer Manor die Nummer Eins unter den Schweizer Warenhäusern bleiben, wie es in einem Communiqué vom Dienstag hiess.
Didier Maus, der geschäftsführende Direktor, bedauerte in dem Schreiben den Carrefour-Entscheid, verstand ihn aber. Schliesslich wolle auch die Maus-Gruppe in wachstumsintensiven Marktsektoren einen Spitzenplatz belegen.
Mit den zwölf Hypermärkten und 1,1 Prozent Marktanteil habe das Joint-Venture einfach nicht die kritische Grösse erreicht, um alleine zu überleben, hiess es weiter. Auf diesem Niveau hätten mit den Lieferanten kaum wettbewerbsfähige Preise ausgehandelt werden können.
Gewerkschaft zufrieden
Die Gewerkschaft Unia hat zufrieden auf die Übernahme der Carrefour-Läden mit dem gesamten Personal durch Coop reagiert. Mit der Unterstellung unter den Coop-GAV verbessere sich die Lage für die meisten Carrefour-Angestellten deutlich.
Verbesserungen gebe es bei der Arbeitszeit, den Ferien, bei der Weiterbildung wie auch der Altersvorsorge, heisst es in einer Mitteilung der Unia vom Dienstag. Verhandlungen für einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zwischen Carrefour und der Unia waren bisher ohne Erfolg geblieben; die Unternehmensleitung hatte einen GAV stets abgelehnt.
Die Unia freute sich darüber, dass Coop alle rund 2200 Angestellten von Carrefour weiterbeschäftigen wolle. Diese Stellen müssten aber auch langfristig gesichert bleiben, forderte die Gewerkschaft. Von den bisherigen Carrefour-Angestellten sind rund 300 bei der Unia organisiert.
Quelle: SDA/ATS


Liebe Sandra,
du prangerst damit aber deine eigene EU-feindliche Position an… Der Schweizer Detailhandel ist ein (relativ) abgeschotteter Markt. Und irgendwie passt dein Auftreten auch gar nicht zu deiner EU-Ablehnung. Aber das Thema ist wohl auch viel zu vielschichtig, um es im Blog zu diskutieren. Aber wenn du mal wieder hier bist, dann können wir das gerne mal in Zürich ausdiskutieren…
Liebe Grüsse
Oliver
nun, das ist ne SDA Nachricht. Die übernehm ich meist Kommentarlos. Aber gerne können wir uns mal zu einer Diskusion treffen. Ich bin übrigens nur gegen EU, weil sie nicht Demokratisch ist, und nicht Demokratisch legitimiert ist. Die Schweiz sollte aber zb. Euro einführen, und Billateraler Weg ist der richtige.
Uiuiui,
das sind (vollkommen falsche) SVP-Behauptungen. Es gibt EU-Staaten ohne Euro und Nicht-EU-Staaten mit Euro…
Und der bilaterale Weg funktioniert nur so lange, wie die EU das möchte. Ob es dir gefällt oder nicht – die EU kann perfekt ohne die Schweiz leben, umgekehrt aber nicht… Und auch die demokratische Schweiz hat das Volk betrogen, z.B. bei der EU-Ost-Milliarde. Damit hat sich die schweizer Wirtschaft die neuen Märkte erkauft und wird die Milliarde in weniger als einem Jahr einnehmen. Und wer hat es bezahlt ? Die Banken, die ein vielfaches daran verdienen ? Nööö, der Steuerzahler, also auch ich und du (du später wieder ;-) ) Übernehm mal nicht alle Positionen kritiklos, die in der Schweiz zu dem Thema verbreitet werden. Auch die Schweiz ist eine Demokratie der Wirtschaft und der Privilegierten – sie verkauft diese Form der Demokratie nur besser…
Gruss
Oliver
Ich lebe in der EU, ich glaub, ich weiss, von was ich rede..
Zudem, wie gesagt. Euro sollte schweiz einführen
Na ja, hoffentlich werden alle Versprechen eingehalten :ausruf

(
(
Keine Personen entlassen und die Löhne angepasst :ausruf
Meistens hört man ja nichts mehr, wenn der Deal gelaufen ist!
Vor allem, natürlich nichts von den Einzelschicksalen, weil, das interessiert ja niemanden
Ich wünschte mir, dass die UNIA radikaler auftreten würde und sich auch einmal für die fünfte Woche Ferien (wenigstens ab dem 50.Lebensjahr) stärker einsetzen würde!
Weil wir hier in der Schweiz ja auch immer länger arbeiten dürfen :s :s
Na ja, die AHV und Pensionskassen, wünschen sich wahrscheinlich, dass wir vorher sterben, damit sie wieder sparen können
Das macht mich echt wütend :ausruf
Es tut mir leid, wenn ich vom Thema abgewichen bin!
Du hast natürlich Recht. Ich hoffe auch, das Coop das Versprechen einhält.. und wir werden selbstverstänlich drüber berichten, wenn dem nicht so sein sollte. HAb ich übrigens schon genug oft gemacht.