Die neusten Bloggerin.com @ Pentax K20 Bilder by Sandra-Lia Infanger

// Aktuelle Bilder, mit Pentax K20 durch Sandra-Lia Infanger erstellt:
Abendstimmung _SI20705Abendstimmung _SI20703Abendstimmung _SI20702Abendstimmung_SI20698Abendstimmung _SI20697Abendstimmung _SI20696Abendstimmung _SI20695Abendstimmung _SI20688Abendstimmung _SI20687_SI20685_SI20684_SI20682_SI20681_SI20680

Der undankbarste Job der Welt unserer ZeitGravatar


Veröffentlicht in Archiv,IMO&Test von Sandra-Lia am Dienstag 25 April 2006 at 02:36


Der Undankbarste Job der Welt unserer Zeit ist: JA, genau, Bloggerin! Warum?

Wenn man zu viel schreibt, so wie ich es tue, kriegt man keine oder weniger Kommentare, als wenn man weniger schreibt, so wie andere Blogger. (Nicht, das Kommentare ein Gut wäre, das den Bloggern im allgemeinen zusteht, mal abgesehen wie “Blogwiese” zb. )

Wenn man allerdings weniger schreibt, hat man tendenziell weniger Besucher. Aber warscheinlich nicht unbedingt weniger Leserinnen und Leser.

Ich z.b. schreibe im schnitt 2 Beiträge pro Tag in meinem Blog. Da dies nicht immer so war, sind es mittlerweile, obwohl ich lange Zeit schon schreibe, “nur” knapp 900 Beiträge. Allerdings frag ich mich in letzter Zeit oft, was ich weglassen soll. Die “ReNews (TEN-News)” nicht, weil: Es ist in der Geschichte zu beobachten, das diese ab und an rege Diskusionen auslösten.

Aber warum ist es nun der undankbarste Job der Welt:

Mal abgesehen davon, was ich bereits an Argumenten aufgebrach habe:

Ich “investiere” durch meinen “Fleiss” ca. 2-4 Stunden Zeit ins Bloggen, pro Tag. Werd ich dafür bezahlt? Nein! Ich bezahle noch, damit ich überhaupt schreiben “darf”, und wenn dann wieder irgend ein Mensch den eindruck hat, das ich irgendwas nicht darf, versucht er mich auch noch einzuklagen. Was ich gerne damit abwende, das mein “Hauptsitz” in der Schweiz ist, und die Schweiz zum glück noch nicht so doof wie Amerika oder Deutschland ist, was Geistiges Recht angeht, rsp. das Internet in der Schweiz zwar keine Rechtsfreie Zone ist, aber dennoch mehr Möglichkeiten bietet, als Deutschland. Da ist leider Deutschland für mich ein Entwicklungsland, denn Meinungsfreiheit und Künstlerrechte gehen vor Urheberrechten von irgendwelchen Menschen, die nicht mal begründen können, wieso ihre “Marke” oder ihr “Eigentum” “Missbraucht” worden sei. Ich bin klar der Meinung, das man sich nicht einfach was aneignen darf, und was veröffentlichen darf, und dann dies “sein eigen” nennen darf. Darum geht es mir nicht. Aber wenn jemand versucht, mich einzuklagen, weil ich eine Ampelmännchen-Geschichte mache, rsp. mir das androht, dann werd ich gleich rot vor Wut! Weil a) das Männchen wurde in einem Land ohne Eigentumsrechte gemacht (DDR), und es kann meiner Meinung nach nicht nachträglich zu einem eingetragenen Markenzeichen gemacht werden. Rsp. vllt schon, aber nicht so, das jegliche andere Kunstform, die ausserhalb des “eigenen” Vermarkten stehn, im Keim erstickt werden wollen. Das werd ich mir nicht gefallen lassen, und werde deshalb erst recht weiterhin an der Geschichte “Per Ampelmännchen durch Berlin” (neuer Offizieller Titel der Geschichte ab sofort und bis auf weiteres) schreiben. Die Geschichte hat ja nicht die Absicht, das Männchen in irgend einer Weise zu beschmutzen, sondern das Männchen steht für mich als Synonym für Berlin. (ich weiss, das ist es nicht, aber für mich schon!)

Also, haben wir diesen Aspekt des Bloggens auch aufgenommen.

Dann kommt dazu, das man doch etwas technisches Wissen haben muss. Es reicht, für einen einfachen Text vllt. wenn man nix davon versteht. Aber baue mal in Textpattern (für den Hauptstadtblog) ein Bild ein, wenn du das vorher noch nie gemacht hast.

Fotografisch will ich ja auch was drauf haben, doch.. egal, wie und was man macht, es gibt keine “Feedbacks”. Ich weiss, Herr Leu wird nun sagen: für wen machst du dein Blog? Stimmt! Für mich! Dennoch möchte man doch für sein Werk irgendwie irgendwann irgendwelche “Bestätigungen” bekommen. Insbesondere dann, wenn man so wie ich, viel Zeit darin investiert. Denn wenn man die Fotografische “Leistung” von mir mit in die Bloggingarbeit einbezieht, sind es dann schon an die 6 Stunden Arbeit pro Tag (im Schnitt).

Fassen wir zusammen:

– Rechtsunsicherheit (und die Problematik, das sollte man mal verlieren, in meinem Fall zwar kein Geld, aber wohl das Blog verloren wäre)

- 6 Stunden ohne Geld verdienen Arbeiten pro Tag

- viel Schreiben ohne jegliche Reaktionen

Und dazu kommt:

– Bloggen kostet Geld

- Bloggen kostet Nerven

- Bloggen bringt viele Sorgen

So kann man also Sagen: Bloggen ist viel Arbeit für “heisse Luft” und sich die Frage stellen: Warum blogge ich?

Naja, so genau weiss ich das nicht. Aber ich werd trotzdem weitermachen. Schreiben macht mir spass. Fotografieren noch viel mehr. Reisen auch. Deshalb werd ich weiterhin Berlin unsicher machen, und rumknipsen, was das Zeug hält, schreiben, bis das Ibook glüht und darauf hoffen, dass irgendwann, in 20 Jahren, noch irgendjemand sich dafür interessiert, das ich mal so aktiv war.

In diesem Sinne…