Gravatar Dune – ein Dance-Projekt zwischen Techno und Klassik

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Dune war ein Dance-Projekt, dass in den 90ern gegründet wurde und auch ausschliesslich, wie die meisten Dance-Projekte dieser Zeit, in dieser Zeit Erfolg hatte. Aber Dune waren vielseitiger als die meisten Dance-Projekte dieser Zeit, wie ein Blick in die Historie dieser Gruppe zeigt.

Dune wurde im Jahr 1994 ursprünglich als Techno-Projekt vom Münsteraner DJ Oliver Froning zusammen mit seinen beiden Produzenten Jens Oettrich und Bernd Burhoff gegründet. Burhoff war unter anderem auch schon als Produzent von Techno-Queen Marusha tätig. Der Bandname leitete sich vom gleichnamigen Science-Fiction-Film “Dune – Der Wüstenplanet” ab.

Die erste Single des Projekts, die Anfang 1995 erschien, hiess Hardcore Vibes und war ein gesangsarmes Techno-Stück. Doch bereits mit diesem Stück gelang Dune der Sprung in die deutschen Verkaufscharts. Der Song landete auf Anhieb auf Platz 5. Im selben Jahr erschien ihr Debüt-Album Dune und die zweite Single-Auskopplung Are you ready to fly?, bei die Jungs von Dune von Gastsängerin Tina Lagao unterstützt wurden. Auch dieser Song entwickelte sich zum Erfolg. Besonders in den Musik-Videos konnten Dune ihre Liebe zum gleichnamigen Science-Fiction-Klassiker nicht verleugnen. Beim Video zu Are you ready to fly sah man sie mit einem Raumgleiter über einen Wüstenplaneten hinweg fliegen. Desweiteren deutete auch der Titel “The Spice” auf ihrem Debüt-Album die Nähe zum Film an.

Doch Dune wollte mehr. So entstand Ende 1995 wiederum zusammen mit Gastsängerin Tina Lagao die Single Cant stop raving. Hierbei handelte es sich um einen Song, der bereits auf dem Debütalbum als Instrumental-Stück vertreten war. Für die Single wurde daraus jedoch eine Mischung aus Techno- und Pop-Song, die beim Publikum durchaus gut ankam. Die Single landete auf Platz 7 der deutschen Charts. Auch in der Schweiz und in den Niederlanden hatte die Gruppe inzwischen ihre Fans gefunden.

So wollten Dune ihren Erfolg noch perfektionieren. Verena von Strenge, die bisher nur als Backround-Tänzerin dabei war, wurde zur festen Sängerin der Gruppe für das neue Album Expedicion. Nun begann die erfolgreichste Zeit der Band. Mit den Single-Auskopplungen Rainbow to the stars, Hand in Hand und Million miles from home eroberten sie im Sommer 1996 erneut die deutschen Charts. Letzterer Track war gleichzeitig der offizielle Song zum 30-Jährigen Star Trek Jubiläum in Deutschland. Desweiteren veröffentlichte die Band als eine von wenigen Dance-Bands sogar eine Live-CD mit einem Mitschnitt ihres Auftritts in Rastatt.

Ende 1996 überraschte Dune mit einer völligen Kehrtwende in ihrer musikalischen Richtung. Die Band veröffentlichte eine Cover-Version des Queen-Klassikers Who wants to live forever, jedoch nicht, wie man vermuten könnte im Techno-Gewand, sondern als Klassik-Version, aufgenommen mit dem London Session Orchestra. Der Song sollte der grösste Erfolg der Band bleiben. In Deutschland kletterte die Single auf Platz 2 der Charts. Auch in Österreich, der Schweiz und einigen anderen europäischen Staaten war die Single ein Riesenhit. Auch das Album Forever, das Anfang 1997 erschien, war ein grosser Erfolg für die Band. Dieses enthielt weitere Rock- und Pop-Klassiker gespielt vom London Session Orchestra und gesungen von Dune-Sängerin Verena von Strenge.

Danach verliess Verena von Strenge die Band um eine Solo-Karriere zu starten. Dies war der Anfang vom Ende von Dune. Verena und Dune waren monatelang vor Gericht und musikalisch wurde es um Dune sehr ruhig. Erst Mitte 1998 meldete sich Dune mit der Electronic-Single Keep the secret und ihrer neuen Sängerin Vanessa Hörster zurück. Auch ein neues Album war angekündigt, dass 5 heissen sollte. Jedoch floppte die zweite Single Electric Heaven dermassen, dass man die Zusammenarbeit mit Vanessa Hörster kurzerhand wieder einstellte und das Album nie erschien.

Auch Verena von Strenge hatte mit ihrer Solokarriere wenig Glück. Zwar konnte sie mit ihrer ersten Single Finally Alone Anfang 1998 einen beachtlichen Erfolg verbuchen. Jedoch die Single Part of your world floppte bereits. Die geplante Single Heartbeat erschien nie. Der Song landete schliesslich auf dem Soundtrack zum Jugendfilm Freundinnen und andere Monster. So war auch die Solokarriere von Verena Ende 1998 wieder so gut wie beendet.

Dune versuchte derweil Ende 1998 ihren Erfolg im Klassik-Balladen-Sektor wieder aufzufrischen. Mit Sängerin Tina Lacebal entstand die Single One of us, eine Cover-Version des Abba-Klassikers, der immerhin ein kleiner Erfolg darstellte. Auch das Album Forever and ever verkaufte sich recht gut, konnte aber an alte Erfolge bei weitem nicht anknüpfen.

Im Herbst 1999 versuchte man es dann noch einmal gemeinsam mit ihrer ehemaligen Sängerin Verena von Strenge. Die Single Dark Side of the Moon konnte allerdings auch nicht an alte Erfolge anknüpfen. Nach neuen internen Querelen legte man im Jahr 2000 die Zusammenarbeit erneut auf Eis. Das geplante Album Reunion erschien nie. Stattdessen gab es einen neuen Remix ihres ersten Songs Hardcore Vibes, sowie ein Best-Of-Album, das Mitte 2000 veröffentlicht wurde.

Zwar wurde Dune bisher offiziell nie aufgelöst, doch kann man sich kaum noch vorstellen, dass es nochmal was Neues von der Formation geben wird. Alle Beteiligten widmen sich eigenen Projekten. Verena von Strenge versuchte es 2002 erneut mit einer Solo-Single, die Rain and Tears heissen sollte. Aber diese erschien nie. Oliver Froning legt unter dem Namen DJ Raw auf und gründete mit Kai Niggemann das Label rawcanine. Jens Oettrich produziert Film-Musik und unter anderem für das Label Koy-Music. Bernd Burhoff ist bei Homerecords aktiv.

Es gab jedoch eine Meldung, dass eine neue Zusammenarbeit zwischen Jens Oettrich, Oliver Froning und Tina Lagao geplant seie, die jedoch nicht mehr unter dem Namen Dune erscheinen würde.

Somit ist das Thema Dune im Musik-Business wohl leider beendet. Schade, denn eine so vielseitige Band wie diese, suchte man ansonsten unter den ganzen 90er-Combos doch vergeblich.

Ein Kommentar

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