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Ebay leistet Beihilfe zum Gewerbemässigen BetrugGravatar


Veröffentlicht in Archiv, IMO&Test von Sandra-Lia Donnerstag 14 Juni 2007 at 12:22


Es wird langsam Zeit, das Ebay für das Verhalten, das Ebay an den Tag legt, bestraft wird. Von wegen Sicher!

Das Internetauktionshaus Ebay hat in mindestens zwei Fällen Dutzende von negativen Bewertungen von Verkäufern gelöscht, die tatsächlich zahlreiche Käufer um ihr Geld gebracht haben!

So was gehört einfach bestraft! Ebay muss endlich lernen, dass sie nicht machen dürfen, was sie wollen.

Zumal dieses Verhalten von Ebay auch zeigt, das Ebay sich genau gar nicht für seine Kunden interessiert, sondern nur sein eigenen Geldbeutel mit Geld befüllen will.

-> Was ist passiert:

Über Tage hinweg wiesen diese betrügerischen Benutzerkonten aufgrund der Intervention von Ebay fast ausschließlich positive Bewertungen auf – und weitere Käufer fielen auf die Anbieter herein. Ebay bestätigte den Sachverhalt auf Anfrage.
Dokumentiert hat die entsprechenden Vorgänge das Sicherheitsportal Falle-Internet.de: „Durch das Löschen der Negativbewertungen hat Ebay seine Kunden ins offene Messer laufen lassen”, sagt der Betreiber Markus Schwinn.

-> Im ersten Fall hatte ein Händler 890 Artikel mit einem Verkaufswert von mehr als 130 000 Euro bei Ebay eingestellt, die Ware aber nicht geliefert. Bald hagelte es Negativbewertungen: „Gekauft und bezahlt, keine Ware oder Antwort”, warnten geneppte Käufer andere Ebay-Kunden. Das Benutzerkonto des Verkäufers wurde von Ebay kurzzeitig gesperrt, dann aber wieder freigegeben, alle Negativbewertungen wurden kommentarlos gelöscht.

Besonders Dreist an diesem Fall ist, das Ebay einfach und ohne richtige Prüfung dem Mitglied den besonders vertrauenswürdigen Status “Geprüftes Mitglied” gab.

-> Ebay sperrte den Betrüger nur kurz, und lies ihn später einfach weiter Betrügen. Schlimmer noch, Ebay wusch einfach seine Weste rein. Und dies obwohl das Bewertungssystem das einzige ist, woran sich ein Kunde bei Ebay orientieren kann, und Ebay selbst behauptet, negative Bewertungen nicht einfach so wieder zu löschen. Doch jetzt wurden wir eines besseren belehrt.

Die Lügen von Ebay-Sprecherin Maike Fuest sind einfach nur unglaubwürdig, da Ebay in der Vergangenheit mehrfach bewiesen hat, wie sie die Kunden im Regen stehen lässt. (Wir berichteten) Ebay redet sich mit der schäbigen Ausrede „Wir können nicht auf reinen Verdacht hin tätig werden. Wenn wir unbegründet Auktionen sperren, sind wir dafür haftbar”, heraus. Und was ist mit den Geldern der Kunden? Ebay schützt sich doch sonst so gut mit ihren AGB!

-> Was an diesem Fall so verwerflich ist, ausser, das es wiedermal zeigt, wie Ebay denkt: Es kam nicht nur einmal vor, sondern es gibt einen zweiten fast gleich gelagerten Fall.

In dem zweiten von Falle-Internet.de dokumentierten Fall waren ebenfalls Negativbewertungen von Ebay gelöscht worden, die ein offenbar betrügerischer Verkäufer erhalten hatte. Das Team von Falle-Internet.de war auf diesen Verkäufer bereits sehr früh aufmerksam geworden. Ebay sei über den Betrugsverdacht informiert worden, habe aber nicht reagiert. Daraufhin hätten Ebay-Nutzer sogenannte „Rettungskäufe” getätigt: Sie ersteigerten Artikel zum Schein, um Negativbewertungen abgeben zu können und andere Ebayer zu warnen.

Ebay sperrte den Verkäufer erst knapp zwei Wochen nach den ersten Hinweisen. „Wir hatten in beiden Fällen weitere Nachweise von den Verkäufern gefordert”, erklärt Fuest. Sie mussten belegen, dass sie tatsächlich über die angebotene Ware verfügten und ihre Identität erneut nachweisen. Offenbar fiel Ebay dabei auf gefälschte Dokumente herein. Das Löschen der Negativbewertungen sei im zweiten Fall aber gerechtfertigt, meint Fuest: „Die Bewertungen verstießen gegen die Ebay-Richtlinien.” Käufer hatten den Händler als Betrüger bezeichnet, ohne diesen Verdacht belegen zu können.

Es sei „bedauerlich”, dass Nutzer zu Schaden gekommen seien, sagt Fuest. „Aber Betrugsversuche wird man auf Ebay nie ganz unterbinden können.”

Fakt ist: Ebay unterstützt Betrüger mit ihrem Verhalten. Einfach nur verwerflich! Wir raten dringend, den Handel über Ricardo oder ähnliche abzuwickeln!


3 Antworten und, was ist deine Meinung?

  1. Gravatar forenjurist sagte:

    Die angeblich nicht ausreichenden Beweise im 2. Fall kann man auf unseren Seiten in den Pressetexten gut sehen. Schon frühzeitig wurde eBay selbst mit Bildern über die nicht existente Firma unter dieser Adresse informiert. Die Ausreden der Pressesprecherin sind schlicht Ausflüchte. Die nächsten heissen Presse und Medienberichte werden folgen. Wir bleiben am Ball.

  2. Gravatar Sandra-Lia sagte:

    Dafür sind wir sehr dankbar. Gut so.

  3. Gravatar forenjurist sagte:

    Die Pressemaschinerie ist am laufen.

    Die nächsten Fälle sind fast fertig und unser Team arbeitet schon an weiteren Presseberichten. Montag in RTL ist einer unserer Leute zu italienischen Straftaten zu sehen, und ARD sowie ZDF möchten auch wieder mit uns drehen. Selbst das E-Meter ( eBay-magazin ) möchte Auskünfte.

    Nächste Woche kommt dann der nächste Betrugsfall ( € 160.000,- ) wo eBay auch freundlicherweise die Negativen entfernte und somit den Betrügern wieder aktiv geholfen hat. In Dreiblinden scheinen derzeit die Scheuklappen eingezogen worden zu sein. Gemeldete Betrüger wurden innerhalb 15 Minuten NRM.

    Unser Archiv ist voll von Fällen um über Jahre den Medien täglich neues Material liefern zu können. Vom Kleinbetrüger bis zum organisierten internationalen Bandenverbrechen haben wir alles.

    Wir werden nun unseren Feldzug auch etwas mehr in Richtung Polizei und StA ausweiten, die in Deutschland zu unflexibel sind. Von einigen Betrügerbanden kennen wir den Aufenthaltsort, von dem ihre Ware eingestellt wird. Die Polizei schafft es nicht, innerhalb von Berlin, während kürzester Zeit ein Internetcafe zu umstellen und die türkische Bande festzusetzen.

    Soweit Vorabinfos.



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