Kaum hat das neue Jahr 2012 begonnen, wird in Deutschland schon wieder fleissig ein “Star” für den diesjährigen Eurovision Song Contest gesucht. Bereits letzten Donnerstag fiel der Startschuss in Form der ersten von acht Sendungen (sechs auf Pro 7 und zwei auf ARD) mit dem Titel “Unser Star für Baku”.
Anders als im letzten Jahr angekündigt ist nun Stefan Raab doch wieder mit an Bord. Nach der starken Kritik an seinem Lena-Vorentscheid im vergangenen Jahr, als die Zuschauer lediglich über den Song für die bereits feststehenden Teilnehmerin und Vorjahressiegerin Lena Meyer-Landrut entscheiden konnten, hatte Raab eigentlich angekündigt, sich vom ESC zurückzuziehen.
Nun sieht die Sache wieder etwas anders aus. Nachdem er zunächst nur als Produzent der Sendung zugesagt hatte, ist Raab nun auch in der Jury wieder mit dabei. Allerdings nicht als Präsident der Jury. Diesen gibt nun Thomas D., Mitglied der Gruppe “Die Fantastischen Vier”. Dieser soll auch mit dem Sieger dieser Casting-Show ein Album und natürlich auch den Song für den Eurovision Song Contest produzieren.
Stefan Raab hatte für die Sendung eine ganz neue Idee im Bereich der Casting-Shows: die Blitz-Tabelle. So kann jeder, ob Zuschauer, Jury oder Kandidaten, zu jeder Zeit sehen, wie der aktuelle Stand des Zuschauer-Votings. Entschieden wird rein durch das Zuschauer-Voting, auch wenn die Jury zu jedem Auftritt seinen Kommentar abgibt.
Die erste Sendung stiess auf geteiltes Echo. Während in der Presse das neue System teilweise als “bahnbrechend” gelobt wird und auch die Sendung an sich sehr gute Kritiken bekam, beklagte sich die Presse jedoch über teils schwache Stimmen der Kandidaten.
Bei vielen Zuschauern kam das neue Format überhaupt nicht an. Die “Blitz-Tabelle” bedecke den halben Bildschirm und vor allem wurde ein vollkommen sinnfreies Vorab-Voting über die Start-Reihenfolge kritisiert.
Wie sich die Show weiter entwickelt und wie sie letztendlich beim deutschen Publikum abschliessend ankommt, wissen wir dann wohl erst am 16. Februar nachdem die finale Sendung in der ARD gelaufen ist. Den Kandidaten Shelly Phillips, Roman Lob, Celine Huber, Leonie Burgmer und Katja Petri sind die Kritiken vorerst ohnehin egal. Sie haben nämlich die erste Ausscheidung überstanden.
Weiter geht es am kommenden Donnerstag, den 19. Januar wiederum auf Pro 7. Wer am Ende der “Star für Baku” sein wird, darüber werden wir natürlich nach dem 16. Februar wieder berichten.





