Bild des Tages – Nebelmeer von Oben
1. FC Köln im DFB-Pokal an Hoffenheim gescheitert!
Nur drei Tage nach der katastrophalen Leistung beim 0:5 in der Bundesliga beim amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund musste der 1. FC Köln erneut auswärts antreten. Diesmal in der 2. Runde des DFB-Pokals und diesmal bei 1899 Hoffenheim. Das Los-Glück blieb beim FC also in diesem Jahr vollkommen aus. Bereits in der 2. Runde auswärts bei einem Liga-Konkurrenten antreten zu müssen, dessen Mannschaft auch noch nominell als stärker gilt, als die eigene, ist schon mehr als unglücklich. Auch das letzte Spiel in Dortmund machte bekanntlich keine Hoffnung.
Zu allem Überfluss ist da ja auch noch die Verletzten-Misere. Mit Kapitän Pedro Geromel, Kevin McKenna und Andrezinho fehlten weiterhin drei Abwehrspieler verletzt. Zudem fehlten auch noch Stürmer Milivoje Novakovic und Adil Chihi, der sich beim Spiel in Dortmund einen Kreuzbandriss zuzog und wohl frühestens Ende der Saison wieder ins Geschehen eingreifen kann. Immerhin kehrte Rechtsverteidiger Miso Brecko nach überstandener Verletzung wieder ins Team zurück. Was zudem noch etwas Mut machte, war die Tatsache, dass man Hoffenheim in der Liga (allerdings im Heimspiel) mit 2:0 geschlagen hatte.
Das Team begann dann auch sehr stark und war bemüht, die Katastrophen-Leistung von Dortmund vergessen zu machen. In der 6. Minute gelang nach einem Angriff über Christian Clemens, Lukas Podolski und Slawomir Peszko die frühe Führung durch Mato Jajalo. Bereits wenig später hatte man die Chance sogar zu erhöhen, doch Clemens traf nur den Pfosten. Danach zog sich der FC jedoch unverständlicherweise tief in die eigene Hälfte zurück. Zwar hatte man Hoffenheim lange im Griff, doch als die FC-Abwehr nur ein einziges Mal nicht im Bilde war, nutzte dies Obasi kurz vor der Pause zum 1:1-Pausenstand aus. Auch direkt nach der Pause patzte die FC-Abwehr in Person von Henrique Sereno, der Musona den Ball vor die Füsse köpfte. Dieser bedankte sich mit einem Sololauf und dem Tor zum 2:1 für Hoffenheim. Nun kam der FC zwar wieder nach vorne, doch blieb immer wieder an der sicher stehenden Hoffemheimer Abwehr hängen. Gefährlicher waren da schon eher die Hoffenheimer Konter, die jedoch nicht genutzt wurden. So blieb es letztendlich bei der unglücklichen 2:1-Niederlage.
Im Gegensatz zum Spiel in Dortmund zeigte die Elf von Trainer Stale Solbakken zwar eine ordentliche Leistung, brachte sich jedoch durch individuelle Fehler selbst auf die Verliererstrasse, was natürlich um so ärgerlicher war. Es bleibt nichts anderes als die Niederlage zu akzeptieren und sich auf die Bundesliga zu konzentrieren. Dort geht es am Sonntag mit einem wichtigen Heimspiel gegen den FC Augsburg weiter.
Auch in den weiteren bisherigen Spielen der 2. Runde des DFB-Pokals blieben die grossen Überraschungen bisher aus. Allerdings retteten sich Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV nur knapp vor einer Blamage. Während die Gladbacher beim Drittligisten 1. FC Heidenheim nicht über ein 0:0-Unentschieden nach Verlängerung hinaus kam und sich im Elfmeterschiessen retten musste, lag der HSV bei Regionalligist Eintracht Trier zur Pause sogar 1:0 zurück, rettete sich mit dem Ausgleichstreffer in die Verlängerung und siegte dort letztlich knapp mit 2:1.
Bild des Tages – Wasserfall
1. FC Köln geht bei Meister Dortmund unter
Die Mannschaft des 1. FC Köln zeigt weiterhin ihre zwei ganz unterschiedlichen Gesichter. Während der FC im Heimspiel letzte Woche gegen Hannover noch eine sehr gute Leistung zeigte, versagte sie beim Auswärtsspiel bei Meister Borussia Dortmund auf ganzer Linie und ging mit 5:0 unter.
Das Spiel war schnell entschieden. Bereits nach 7 Minuten brachte Kagawa den Meister mit 1:0 in Führung. Vom FC kam so gut wie gar nichts. Stattdessen häuften sich die Grosschancen für den BVB ehe Schmelzer zum 2:0 traf. Die endgültige Entscheidung fiel noch vor der Pause. Lewandowski war der Schütze zum vorentscheidenden 3:0-Pausenstand. Auch in der 2. Halbzeit kam kaum Gegenwehr vom FC. Lewandowski und Kehl erhöhten auf ein sattes 5:0, ehe man einen Gang zurück schaltete.
Wie sein Vorgänger Frank Schaefer kann sich wohl auch Stale Solbakken diese völlig verschiedenen Auswüchse der Mannschaft nicht erklären. Auch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle in der Abwehr können keine Entschuldigung für eine solche Nicht-Leistung sein. Denn eine Woche zuvor hat es ja schliesslich auch ohne diese Spieler funktioniert. Den FC-Fans wurde jedoch wieder einmal deutlich gemacht, dass es auch in dieser Saison nur darum gehen kann, die Abstiegsplätze möglichst schnell, möglichst weit hinter sich zu lassen. Mit Mannschaften wie Borussia Dortmund wird man vorerst nicht mithalten können.
In der Tabelle rutschte der 1. FC Köln wieder etwas auf Rang 12 ab. Der FC Bayern München bleibt weiter souveräner Tabellenführer, während der amtierende Deutsche Meister Borussia Dortmund durch den hohen Sieg nun der ärgste Verfolger ist.




