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ten Club: Alphaville – Synthie-Pop der 80erGravatar


Veröffentlicht in Archiv,IMO&Test,Musik&Club von Christopher am Samstag 21 Juni 2008 at 21:00


Eine weitere Synthie-Pop-Formation der 80er in Deutschland waren neben Camouflage noch Alphaville, die Mitte der 80er grosse internationale Erfolge feiern konnten.

Alles begann im Jahr 1981 als Marian Gold und Bernhard Lloyd in Münster zusammen mit anderen Musikbegeisterten das Künstlerkollektiv Nelson Community gründeten. Ein Jahr später gründeten Gold und Lloyd gemeinsam mit Frank Mertens das Projekt “Forever Young” und absolvierten gemeinsam einen Auftritt, der jedoch der letzte Live-Auftritt der Formation für 10 Jahre bleiben sollte.

1983 entnahmen die drei den Namen Alphaville einem gleichnamigen Film und benutzten ihn nun als Bandnamen unter dem sie noch im selben Jahr einen Plattenvertrag unterschrieben. Im Januar 1984 erschien die erste Single “Big in Japan”. Sie wurde weltweit zu einem Hit. Auch die folgenden Singles “Sounds like a melody” und “Forever young” wurden zu grossen Erfolgen. Alle Singles waren vom Album “Forever young”, das ebenfalls im Jahr 1984 erschien und ebenfalls weltweit zu einem Erfolg wurde. Im Jahr 1985 wurde mit “The Jet Set” die letzte Single aus dem ersten Album veröffentlicht. Nach dem grossen Erfolg des ersten Albums verliess Frank Mertens die Band und wurde durch den Keyboarder und Gitarristen Ricky Echolette ersetzt.

1986 erschien das zweite Alphaville-Album “Afternoons at Utopia”. Dieses konnte jedoch nicht ganz an den grossen Erfolg des ersten Albums anknüpfen, wurde aber dennoch in Europa zu einem Verkaufsschlager. Von dem Album wurden Singles “Dance with me”, “Universal Daddy” und “Jerusalem” ausgekoppelt. 1989 erschien das dritte Album “The Breathtaking Blue”, in dem Alphaville ihren Stil weiter entwickelte, in dem sie Einflüsse aus Rock, Klassik, Blues und Jazz verarbeiteten. Das Album wurde jedoch kein kommerzieller Erfolg.

Im Jahr 1992 erschien mit “Finest Harvest 1984-92” ein erstes “Best-Of-Album” der Band. Danach gaben Alphaville im Sommer 1993 auf Einladung der deutschen Botschaft im Libanon in Beirut ihr erstes Live-Konzert seit 10 Jahren. Zugleich war es das erste Konzert einer westlichen Band im Libanon nach dem dortigen Bürgerkrieg.

1994 erschien mit “Prostitute” auch ein neues Album, dass jedoch auch nicht an die kommerziellen Erfolge der 80er anknüpfen konnte. 1995 gingen Alphaville mit der “Peace-on-Earth-Tour” erstmals nach über 10 Jahren Studio-Tätigkeit auf Tournee. Hierbei etablierte sich der Brite Martin Lister als zusätzlicher Keyboarder bei der Band.

1997 erschien mit “Salvation” ein Album, bei dem sich Alphaville wieder mehr auf seine Synthie-Pop-Ursprünge zurück besann. Es war gleichzeitig die letzte Veröffentlichung mit Ricky Echolette, der danach die Band verliess und durch David Goodes ersetzt wurde.

Nach weltweiten Tourneen der Band erschien im Jahr 2000 das Live-Album “Stark naked and absolutely live”, das in Deutschland auf Platz 1 der Alternative Charts kletterte. Desweiteren wurde 2001 das erste Konzert der Band auf amerikanischem Boden in Salt Lake City aufgezeichnet und auf der DVD “Little America” unter die Leute gebracht.

Im Jahr 2001 erschien ein Remix-Album mit dem Titel “Forever Pop 2001”. Ein neues Projekt Alphavilles war dann das Album “Crazy Show”, dessen Entwicklung ein Online-Publikum im Internet mitverfolgen, kommentieren und kostenlos herunterladen konnte. Das Album erschien im Jahr 2003. Zu dem Zeitpunkt war Marian Gold das letzte verbliebene Gründungsmitglied der Band, da Bernhard Lloyd kurz zuvor ausgestiegen war.

Die ehemaligen Mitglieder gehen nun anderen Tätigkeiten nach. Bernhard Lloyd gründete das Online-Projekt “Atlantic Popes” und lebt mit seiner Familie in Berlin. Frank Mertens gründete Mitte der 90er-Jahre sein Musik- und Kunstprojekt “maelstrom” und Ricky Echolette lebt mit seiner Familie in Schwäbisch Hall und arbeitet dort als Koch.

Marian Gold ist auch weiterhin unter dem Namen Alphaville live zu bewundern und auch ein neues Album soll in Planung sein.

Mehr Infos gibt es unter:

www.alphaville.de